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Trump treibt die eigene Notenbank vor sich her
19.09.19 13:15
TARGOBANK
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Donald Trump hat sie als "naive Dummköpfe" beschimpft und eine weitere Zinssenkung gefordert - und erwartungsgemäß haben es die amerikanischen Notenbanker wieder getan: Zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die FED am Mittwoch die Zinsen gesenkt, berichten die Analysten der TARGOBANK.
Ob es sich beim jüngsten Zinsschritt nur um eine weitere Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe oder ob die FED tatsächlich einen längerfristigen Zinssenkungstrend verfolge, sei unklar. Die Notenbanker scheinen sich in dieser Frage nicht einig zu sein, so die Analysten der TARGOBANK. Aber dennoch würden sie schon fast wie eine weisungsbefugte Abteilung des Weißen Hauses funktionieren.
Denn egal, was passiere - Trump sitze gegenüber der FED immer am längeren Hebel. Eskaliere der Zollkonflikt und senke die FED die Zinsen nicht weiter, könne der amerikanische Präsident die Schuld an der Rezession auf Jerome Powell schieben. Löse sich der Handelskrieg, würden sich auch die US-Konjunkturaussichten verbessern - und dann könne sich Trump für seine Wirtschaftspolitik feiern lassen.
Der amerikanische Präsident könne also machen was er wolle. Die FED nicht: Hätte sie den heutigen Zinsschritt ausgelassen, wären die Märkte unruhig geworden. Und Trump hätte einmal mehr die "dumme Naivität" der Notenbank kritisiert.
Kein anderer US-Präsident habe es bislang geschafft, die eigene Notenbank so vor sich herzutreiben. (Ausgabe vom 18.09.2019) (19.09.2019/alc/a/a)
Ob es sich beim jüngsten Zinsschritt nur um eine weitere Vorsichtsmaßnahme gehandelt habe oder ob die FED tatsächlich einen längerfristigen Zinssenkungstrend verfolge, sei unklar. Die Notenbanker scheinen sich in dieser Frage nicht einig zu sein, so die Analysten der TARGOBANK. Aber dennoch würden sie schon fast wie eine weisungsbefugte Abteilung des Weißen Hauses funktionieren.
Der amerikanische Präsident könne also machen was er wolle. Die FED nicht: Hätte sie den heutigen Zinsschritt ausgelassen, wären die Märkte unruhig geworden. Und Trump hätte einmal mehr die "dumme Naivität" der Notenbank kritisiert.
Kein anderer US-Präsident habe es bislang geschafft, die eigene Notenbank so vor sich herzutreiben. (Ausgabe vom 18.09.2019) (19.09.2019/alc/a/a)


