Erweiterte Funktionen
Trump erhöht Druck: Fed in der Zwickmühle
09.07.25 09:24
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Wichtige Konjunkturzahlen stehen heute nicht auf dem Programm, so die Analysten der Helaba.
Für Gesprächsstoff sorge jedoch weiterhin die Zollpolitik von US-Präsident Trump. Eine formelle Einigung mit der EU lasse auf sich warten, und sie werde es vermutlich auch heute noch nicht geben. Allerdings solle ein Grundsatzabkommen erreicht werden, und Trump habe eine mögliche Vereinbarung angekündigt. Deutlich höhere Zölle sollten vermieden werden, da diese die konjunkturelle Entwicklung trüben und die Inflationsrisiken tendenziell erhöhen würden. Es frage sich, wann es endgültige Klarheit geben werde - wenn es sie überhaupt geben könne mit einem Präsidenten Trump.
Relativ wenig habe sich zuletzt bei den Zinserwartungen getan. Mit einer schnellen Senkung der Leitzinsspanne in den USA sei nicht zu rechnen, zumal sich Fed-Chef Powell und auch andere namhafte Vertreter der Zentralbank zurückhaltend geäußert hätten und für eine eher abwartende Haltung plädiert hätten. Powell müsse sich politischem Druck widersetzen, denn er werde von US-Präsident Trump immer wieder scharf angegangen. Dieser habe gestern erneut den sofortigen Rücktritt von Powell gefordert. Die politische Einflussnahme möge ein Grund dafür sein, warum der Euro gegenüber dem US-Dollar im Trend zulegen könne. Das Jahreshoch bleibe in Reichweite, obwohl sich die Zinserwartungen zuletzt auch zugunsten des Dollars entwickelt hätten. Eine politisierte Fed stelle ein Risiko für den US-Dollar dar, ebenso wie eine Budgetausweitung in Verbindung mit einer massiven Auslandsverschuldung. Nicht zu vergessen sei die unberechenbare Handelspolitik von Donald Trump, die Investoren tendenziell zurückschrecken lasse. Seit der Zollverkündung am "Befreiungstag" Anfang April habe der Euro deutlich zugelegt, während die US-Renditen gestiegen seien und sich der Renditevorteil gegenüber der Eurozone ausgeweitet habe. (09.07.2025/alc/a/a)
Für Gesprächsstoff sorge jedoch weiterhin die Zollpolitik von US-Präsident Trump. Eine formelle Einigung mit der EU lasse auf sich warten, und sie werde es vermutlich auch heute noch nicht geben. Allerdings solle ein Grundsatzabkommen erreicht werden, und Trump habe eine mögliche Vereinbarung angekündigt. Deutlich höhere Zölle sollten vermieden werden, da diese die konjunkturelle Entwicklung trüben und die Inflationsrisiken tendenziell erhöhen würden. Es frage sich, wann es endgültige Klarheit geben werde - wenn es sie überhaupt geben könne mit einem Präsidenten Trump.
Relativ wenig habe sich zuletzt bei den Zinserwartungen getan. Mit einer schnellen Senkung der Leitzinsspanne in den USA sei nicht zu rechnen, zumal sich Fed-Chef Powell und auch andere namhafte Vertreter der Zentralbank zurückhaltend geäußert hätten und für eine eher abwartende Haltung plädiert hätten. Powell müsse sich politischem Druck widersetzen, denn er werde von US-Präsident Trump immer wieder scharf angegangen. Dieser habe gestern erneut den sofortigen Rücktritt von Powell gefordert. Die politische Einflussnahme möge ein Grund dafür sein, warum der Euro gegenüber dem US-Dollar im Trend zulegen könne. Das Jahreshoch bleibe in Reichweite, obwohl sich die Zinserwartungen zuletzt auch zugunsten des Dollars entwickelt hätten. Eine politisierte Fed stelle ein Risiko für den US-Dollar dar, ebenso wie eine Budgetausweitung in Verbindung mit einer massiven Auslandsverschuldung. Nicht zu vergessen sei die unberechenbare Handelspolitik von Donald Trump, die Investoren tendenziell zurückschrecken lasse. Seit der Zollverkündung am "Befreiungstag" Anfang April habe der Euro deutlich zugelegt, während die US-Renditen gestiegen seien und sich der Renditevorteil gegenüber der Eurozone ausgeweitet habe. (09.07.2025/alc/a/a)


