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Trend oder Zyklus: Wer bestimmt das Wachstum im Jahr 2014?
17.12.13 11:33
Bank J. Safra Sarasin AG
Basel (www.anleihencheck.de) - Seit der Großen Rezession sind nunmehr fünf Jahre vergangen, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG.
Es würden sich die Anzeichen einer graduellen Normalisierung der Wirtschaft in den Industrienationen, insbesondere in den USA mehren. Der US-Häusermarkt - der Auslöser für die Große Rezession - habe sich mittlerweile erholt. Ein ähnliches Bild zeige der Häusermarkt in UK. US-Banken seien wieder vermehrt bereit Kredite zu sprechen. Das werde den Anlageinvestitionen zugute kommen.
Auch die größten (Brems-) Effekte von der fiskalischen Seite liegen hinter uns, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG. Das gelte sowohl für die USA, als auch für die Peripherie Eurolands. Nicht zuletzt hätten sich die Rohstoffpreise in den letzten Jahren stabilisiert, was den Industrienationen als bedeutende Rohstoffimporteure entgegenkomme.
Während in der langen Frist die allmähliche Normalisierung in den Industriestaaten das überragende Thema darstelle, hänge das Wachstum in der kurzen Frist auch von den Konjunkturschwankungen der Wirtschaft ab. Unternehmen würden ihre Vorräte aufgrund ihrer Erwartungen planen. Laufe die Konjunktur nun besser als erwartet, helle sich die Stimmung auf und die Unternehmen seien gezwungen mehr zu produzieren, da sie ihre Vorräte zu knapp kalkuliert hätten.
In der Regel würden es dann die Unternehmen auf die andere Seite übertreiben. Ihre Stimmung werde zu optimistisch und sie würden ihre Produktion zu stark ausweiten, was später zu Enttäuschungen führe und eine Produktionseinschränkung nach sich ziehe. Dieser Zyklus von positiven und negativen Überraschungen sei für die Konjunkturschwankungen verantwortlich. Ein gutes Bild dieser zyklischen Stimmungsveränderungen würden Einkaufsmanagerindices-Umfragen bei den Einkaufsmanager von Unternehmen über ihre Pläne geben.
Diese Einkaufsmanagerindices würden heute auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren notieren und das Bild einer sehr robusten Wirtschaftsstimmung vermitteln. Da jedoch Einkaufsmanagerindices dem Zyklus von positiven und negativen Überraschungen unterlägen, weise der hohe Stand der Indikatoren heute auf einen möglichen Rückgang in den nächsten Quartalen hin. Ein Rückgang in den Einkaufsmanagerindices wäre aber auch gleichbedeutend mit einer Konjunkturabschwächung im kommenden Jahr.
Der Ausblick für den strukturellen Trend und den Konjunkturzyklus zeige in eine entgegengesetzte Richtung: Der strukturelle Trend lege eine Beschleunigung der Wirtschaft nahe, der Konjunkturzyklus deute auf eine Verlangsamung der Wirtschaft hin. Es stelle sich jetzt die Frage, welche Entwicklung im Jahr 2014 die Überhand behalten werde?
Während der strukturelle Trend für die langfristige Entwicklung der Wirtschaft entscheidend sei, würden die Konjunkturschwankungen das kurzfristige Verhalten bestimmen. Aus diesem Grund dürfte sich das Wachstum in den Industrienationen im nächsten Jahr abkühlen - trotz der graduellen Normalisierung. (17.12.2013/alc/a/a)
Es würden sich die Anzeichen einer graduellen Normalisierung der Wirtschaft in den Industrienationen, insbesondere in den USA mehren. Der US-Häusermarkt - der Auslöser für die Große Rezession - habe sich mittlerweile erholt. Ein ähnliches Bild zeige der Häusermarkt in UK. US-Banken seien wieder vermehrt bereit Kredite zu sprechen. Das werde den Anlageinvestitionen zugute kommen.
Auch die größten (Brems-) Effekte von der fiskalischen Seite liegen hinter uns, so die Analysten der Bank J. Safra Sarasin AG. Das gelte sowohl für die USA, als auch für die Peripherie Eurolands. Nicht zuletzt hätten sich die Rohstoffpreise in den letzten Jahren stabilisiert, was den Industrienationen als bedeutende Rohstoffimporteure entgegenkomme.
In der Regel würden es dann die Unternehmen auf die andere Seite übertreiben. Ihre Stimmung werde zu optimistisch und sie würden ihre Produktion zu stark ausweiten, was später zu Enttäuschungen führe und eine Produktionseinschränkung nach sich ziehe. Dieser Zyklus von positiven und negativen Überraschungen sei für die Konjunkturschwankungen verantwortlich. Ein gutes Bild dieser zyklischen Stimmungsveränderungen würden Einkaufsmanagerindices-Umfragen bei den Einkaufsmanager von Unternehmen über ihre Pläne geben.
Diese Einkaufsmanagerindices würden heute auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren notieren und das Bild einer sehr robusten Wirtschaftsstimmung vermitteln. Da jedoch Einkaufsmanagerindices dem Zyklus von positiven und negativen Überraschungen unterlägen, weise der hohe Stand der Indikatoren heute auf einen möglichen Rückgang in den nächsten Quartalen hin. Ein Rückgang in den Einkaufsmanagerindices wäre aber auch gleichbedeutend mit einer Konjunkturabschwächung im kommenden Jahr.
Der Ausblick für den strukturellen Trend und den Konjunkturzyklus zeige in eine entgegengesetzte Richtung: Der strukturelle Trend lege eine Beschleunigung der Wirtschaft nahe, der Konjunkturzyklus deute auf eine Verlangsamung der Wirtschaft hin. Es stelle sich jetzt die Frage, welche Entwicklung im Jahr 2014 die Überhand behalten werde?
Während der strukturelle Trend für die langfristige Entwicklung der Wirtschaft entscheidend sei, würden die Konjunkturschwankungen das kurzfristige Verhalten bestimmen. Aus diesem Grund dürfte sich das Wachstum in den Industrienationen im nächsten Jahr abkühlen - trotz der graduellen Normalisierung. (17.12.2013/alc/a/a)


