Erweiterte Funktionen
Treasury-Markt scheint sich einem entscheidenden Übergangspunkt zu nähern
30.03.21 16:30
Aberdeen Standard Investment
London (www.anleihencheck.de) - Wir haben schon viele Phasen eines Zins- oder Anleihemarktzyklus in sehr kurzer Zeit durchlaufen, so James Athey, Senior Investment Director bei Aberdeen Standard Investments.
Jetzt schienen wir an einem kritischen Punkt zu sein, nicht zuletzt deshalb, weil die USA in diesem Prozess im Vergleich zu fast allen anderen Ländern der Welt schon sehr weit fortgeschritten seien. Allein diese Tatsache führe dazu, dass höhere Treasury-Renditen den US-Dollar in die Höhe treiben und die weltweiten Finanzbedingungen - insbesondere für die Dollar-Kreditnehmer in den Schwellenländern - verschärft werden könnten. In diesem Zusammenhang sollten man die Entwicklung im Auge behalten, denn eine Kette sei nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Speziell der Treasury-Markt scheine sich einem entscheidenden Übergangspunkt zu nähern. Die Verkäufe von Staatsanleihen würden zunehmend von den zinssensibleren Laufzeiten am vorderen Ende der Kurve angetrieben. Insbesondere der 5-Jahres-Punkt habe sich gegenüber dem langen Ende sowohl in der Abwärts- als auch in der Aufwärtsbewegung zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt. Dies deute darauf hin, dass wir uns einer spätzyklischen Dynamik nähern würden. Bei positiven Überraschungen in Bezug auf Wachstum und Inflation werde der Markt die Entschlossenheit der FED auf die Probe stellen und die Kurve unter Druck setzen, damit sie flacher werde. Dies habe das Potenzial, die Märkte ziemlich zu destabilisieren. Wenn die FED glaube, dass sie mit ihren Worten eine Fortsetzung dieser Dynamik verhindern könne, fürchte Athey, dass sie sich gewaltig irre. (30.03.2021/alc/a/a)
Jetzt schienen wir an einem kritischen Punkt zu sein, nicht zuletzt deshalb, weil die USA in diesem Prozess im Vergleich zu fast allen anderen Ländern der Welt schon sehr weit fortgeschritten seien. Allein diese Tatsache führe dazu, dass höhere Treasury-Renditen den US-Dollar in die Höhe treiben und die weltweiten Finanzbedingungen - insbesondere für die Dollar-Kreditnehmer in den Schwellenländern - verschärft werden könnten. In diesem Zusammenhang sollten man die Entwicklung im Auge behalten, denn eine Kette sei nur so stark wie ihr schwächstes Glied.
Speziell der Treasury-Markt scheine sich einem entscheidenden Übergangspunkt zu nähern. Die Verkäufe von Staatsanleihen würden zunehmend von den zinssensibleren Laufzeiten am vorderen Ende der Kurve angetrieben. Insbesondere der 5-Jahres-Punkt habe sich gegenüber dem langen Ende sowohl in der Abwärts- als auch in der Aufwärtsbewegung zuletzt unterdurchschnittlich entwickelt. Dies deute darauf hin, dass wir uns einer spätzyklischen Dynamik nähern würden. Bei positiven Überraschungen in Bezug auf Wachstum und Inflation werde der Markt die Entschlossenheit der FED auf die Probe stellen und die Kurve unter Druck setzen, damit sie flacher werde. Dies habe das Potenzial, die Märkte ziemlich zu destabilisieren. Wenn die FED glaube, dass sie mit ihren Worten eine Fortsetzung dieser Dynamik verhindern könne, fürchte Athey, dass sie sich gewaltig irre. (30.03.2021/alc/a/a)


