Temporär höhere Inflation in Großbritannien


15.08.18 08:30
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Höhere Energiepreise dürften im Juli dafür gesorgt haben, dass die Inflation in Großbritannien wieder leicht auf 2,5% gg. Vj. gestiegen ist (Juni: 2,4%), so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Mit den auslaufenden Effekten aus der GBP-Abwertung aus dem 1. Halbjahr 2017, die für höhere Importpreise gesorgt hätten, sei in den kommenden Monaten indes davon auszugehen, dass die Teuerung sich der zentralen Zielmarke der Bank of England von 2% von oben weiter annähere und diese in 2019 sogar unterschreite. Zusammen mit den wirtschaftlichen Risiken, die vor allem aus den Unsicherheiten des "Brexit"-Prozesses resultieren würden, würden die Analysten auf absehbare Zeit davon ausgehen, dass die britische Notenbank nicht weiter an der Leitzinsschraube nach oben drehen werde.

Den für den Berichtsmonat erwarteten Anstieg der Jahresrate bei den britischen Konsumentenpreisen würden die Analysten als temporär ansehen. Ein schwächerer Wert als im Marktkonsens (2,5%) unterstellt dürfte das Britische Pfund belasten und etwaige Leitzinserhöhungserwartungen dämpfen. (15.08.2018/alc/a/a)