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Das Tapering der FED könnte sich um einige Monate verschieben
06.08.21 10:45
BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Die Konjunkturindikatoren deuten nach wie vor auf ein starkes Wachstum hin, obwohl weiterhin Lieferengpässe und fehlende Arbeitskräfte die konjunkturelle Entwicklung belasten, so Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management.
In den vergangenen Wochen schienen sich die Renditen der US-Staatsanleihen jedoch von dieser Nachrichtenlage abgekoppelt zu haben, wobei auch technische Faktoren eine Rolle spielen dürften.
In vielerlei Hinsicht habe es den Anschein, dass in einem von Liquidität im Übermaß geprägten Umfeld zu viel Geld zu wenigen Vermögenswerten hinterherjage - bereits Milton Friedman sei nicht umhingekommen, die Inflation der Vermögenspreise mit der Politik der Zentralbanken in Zusammenhang zu bringen.
Angesichts der Tatsache, dass die FED weiterhin Monat für Monat Anleihen im Wert von 120 Milliarden US-Dollar kaufe, erscheine es seltsam, dass die US-Notenbank ihre Überraschung über die Höhe der Anleiherenditen bekunde. Dabei seien es doch die Maßnahmen der FED, die den Markt verzerren würden.
Nach wie vor sei Dowding daher zuversichtlich, dass die US-Notenbank in den nächsten Monaten eine Verringerung der Anleihekäufe ankündigen werde. Seit Anfang 2021 gehe er davon aus, dass wir im Zuge der FED-Sitzung im September - im Anschluss an das Notenbankertreffen in Jackson Hole Ende August - Zeuge dieses Ereignisses sein würden.
Doch angesichts der anhaltenden Unsicherheit mit Blick auf die Delta-Variante sei es möglich, dass die Ankündigung um einige Monate verschoben werde - es sei denn, dass die Arbeitsmarktdaten stark genug ausfallen würden, sodass die FED den Arbeitsmarkt auf dem Weg der Normalisierung sehe.
Ungeachtet des noch ungewissen genauen Zeitpunkts des Taper-Timings bleibe Dowding zuversichtlich, dass die FED noch vor Ende 2022 Zinserhöhungen einleite. Die Wirtschaft belebe sich weiterhin kräftig und die Inflation dürfte in den kommenden 12 bis 18 Monaten deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der FED liegen. (06.08.2021/alc/a/a)
In den vergangenen Wochen schienen sich die Renditen der US-Staatsanleihen jedoch von dieser Nachrichtenlage abgekoppelt zu haben, wobei auch technische Faktoren eine Rolle spielen dürften.
In vielerlei Hinsicht habe es den Anschein, dass in einem von Liquidität im Übermaß geprägten Umfeld zu viel Geld zu wenigen Vermögenswerten hinterherjage - bereits Milton Friedman sei nicht umhingekommen, die Inflation der Vermögenspreise mit der Politik der Zentralbanken in Zusammenhang zu bringen.
Nach wie vor sei Dowding daher zuversichtlich, dass die US-Notenbank in den nächsten Monaten eine Verringerung der Anleihekäufe ankündigen werde. Seit Anfang 2021 gehe er davon aus, dass wir im Zuge der FED-Sitzung im September - im Anschluss an das Notenbankertreffen in Jackson Hole Ende August - Zeuge dieses Ereignisses sein würden.
Doch angesichts der anhaltenden Unsicherheit mit Blick auf die Delta-Variante sei es möglich, dass die Ankündigung um einige Monate verschoben werde - es sei denn, dass die Arbeitsmarktdaten stark genug ausfallen würden, sodass die FED den Arbeitsmarkt auf dem Weg der Normalisierung sehe.
Ungeachtet des noch ungewissen genauen Zeitpunkts des Taper-Timings bleibe Dowding zuversichtlich, dass die FED noch vor Ende 2022 Zinserhöhungen einleite. Die Wirtschaft belebe sich weiterhin kräftig und die Inflation dürfte in den kommenden 12 bis 18 Monaten deutlich über dem 2-Prozent-Ziel der FED liegen. (06.08.2021/alc/a/a)


