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Tapering: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
01.10.13 16:42
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Die Aktien- und Kapitalmärkte reagierten im September sehr positiv, als die US-Notenbank die Drosselung ihrer Anleihenkäufe verschob. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, so die Experten von Swisscanto.
Ihrer Ansicht nach hätten die Märkte nun eine Gnadenfrist erhalten, bis "Tapering" und Liquiditätsentzug abermals in den Vordergrund rücken würden. Die Interimszeit würden sie mit einer leicht erhöhten Aktienquote und einem Abbau des Untergewichts bei den Obligationen nutzen.
Rückenwind für die Märkte habe es auch von politischer Seite durch den Verzicht Obamas auf einen Militärschlag gegen Syrien sowie die Einigung auf eine Syrien-Resolution des Uno-Sicherheitsrats gegeben. Ausschlaggebend für die ungewöhnlich gute Marktentwicklung im oftmals schwierigen Börsenmonat September sei jedoch das aufgeschobene Tapering gewesen. Die US-Notenbank FED kaufe weiterhin Anleihen im Umfang von USD 85 Mrd. pro Monat. Die US-Konjunktur bleibe vorerst auf diesen geldpolitischen Schub angewiesen, habe die Begründung gelautet.
Die US-Konjunkturdaten hätten zum Teil das Bild der erwünschten Wachstumsbeschleunigung gezeichnet: Bei den Frühindikatoren, vor allem bei den Auftragseingängen, gebe es einen starken Trend. Der scharf beobachtete Rückgang der Arbeitslosenquote (aktuell 7,3 Prozent) sei dagegen nicht nur auf die wirtschaftliche Erholung, sondern zu wesentlichen Teilen auf eine stark nachlassende Partizipationsrate zurückzuführen. Seit der letzten Rezession würden sich immer mehr Amerikaner(innen) komplett vom Arbeitsmarkt abwenden. Statt eleganter "Forward Guidance" erlebe man ein verbales Hü und Hott der FED, was Befürchtungen Nahrung verleihe, dass der Ausstieg aus der extrem expansiven Geldpolitik ein ernsthaftes Problem werden könnte.
Auch an den Kapitalmärkten habe der Aufschub des Taperings zu Kursgewinnen geführt. Die während der Sommermonate unter starken Abgabedruck geratenen Anleihen der Emerging Markets hätten vor allem profitieren können. In den Swisscanto Balanced-Portfolios seien Anleihen weiterhin untergewichtet - das Untergewicht werde jedoch sukzessive reduziert.
Der Monat September habe sich als guter Monat für Carry Trades entpuppt, nachdem Rohstoff- und Emerging-Markets-Währungen in den Vormonaten unter Abgabedruck gestanden hätten. Den Trade Neuseeland-Dollar/Japanischer Yen hätten die Experten geschlossen.
In den USA und in Deutschland hätten die Börsenindices im September neue historische Höchststände erreicht. Auch europaweit habe sich die Erholung der Aktienmärkte fortgesetzt. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Genesung der Eurozone, die sich über mehrere Jahre hinziehen werde, erwarte man in Europa mittelfristig die Fortdauer einer guten Börsenentwicklung. Kurzfristig werde die Aufwärtsbewegung bei Aktien vielerorts weniger durch fundamentale als durch technische Faktoren wie ein starkes Momentum in Gang gehalten.
Mögliche Störfaktoren wie die im Oktober abermals anstehende Auseinandersetzung um das nächste US-Budget und die neuerliche Erhöhung der Schuldenobergrenze würden sich zudem bereits ausmachen lassen. Viele Anleger würden deshalb zögern, Aktienengagements einzugehen - erst recht in der Nähe von Höchstkursen. (01.10.2013/alc/a/a)
Ihrer Ansicht nach hätten die Märkte nun eine Gnadenfrist erhalten, bis "Tapering" und Liquiditätsentzug abermals in den Vordergrund rücken würden. Die Interimszeit würden sie mit einer leicht erhöhten Aktienquote und einem Abbau des Untergewichts bei den Obligationen nutzen.
Rückenwind für die Märkte habe es auch von politischer Seite durch den Verzicht Obamas auf einen Militärschlag gegen Syrien sowie die Einigung auf eine Syrien-Resolution des Uno-Sicherheitsrats gegeben. Ausschlaggebend für die ungewöhnlich gute Marktentwicklung im oftmals schwierigen Börsenmonat September sei jedoch das aufgeschobene Tapering gewesen. Die US-Notenbank FED kaufe weiterhin Anleihen im Umfang von USD 85 Mrd. pro Monat. Die US-Konjunktur bleibe vorerst auf diesen geldpolitischen Schub angewiesen, habe die Begründung gelautet.
Auch an den Kapitalmärkten habe der Aufschub des Taperings zu Kursgewinnen geführt. Die während der Sommermonate unter starken Abgabedruck geratenen Anleihen der Emerging Markets hätten vor allem profitieren können. In den Swisscanto Balanced-Portfolios seien Anleihen weiterhin untergewichtet - das Untergewicht werde jedoch sukzessive reduziert.
Der Monat September habe sich als guter Monat für Carry Trades entpuppt, nachdem Rohstoff- und Emerging-Markets-Währungen in den Vormonaten unter Abgabedruck gestanden hätten. Den Trade Neuseeland-Dollar/Japanischer Yen hätten die Experten geschlossen.
In den USA und in Deutschland hätten die Börsenindices im September neue historische Höchststände erreicht. Auch europaweit habe sich die Erholung der Aktienmärkte fortgesetzt. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Genesung der Eurozone, die sich über mehrere Jahre hinziehen werde, erwarte man in Europa mittelfristig die Fortdauer einer guten Börsenentwicklung. Kurzfristig werde die Aufwärtsbewegung bei Aktien vielerorts weniger durch fundamentale als durch technische Faktoren wie ein starkes Momentum in Gang gehalten.
Mögliche Störfaktoren wie die im Oktober abermals anstehende Auseinandersetzung um das nächste US-Budget und die neuerliche Erhöhung der Schuldenobergrenze würden sich zudem bereits ausmachen lassen. Viele Anleger würden deshalb zögern, Aktienengagements einzugehen - erst recht in der Nähe von Höchstkursen. (01.10.2013/alc/a/a)


