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Symposium in Jackson Hole: Jerome Powell wird eher eine den Falken zuneigende Position einnehmen
25.08.22 13:00
BlueBay Asset Management
London (www.anleihencheck.de) - Kaspar Hense, Senior Portfolio Manager bei BlueBay Asset Management, erläutert, was die nächsten Schritte der Zentralbanken sein müssen und auf welche unliebsamen Nebenwirkungen hoher Inflation sich die Verbraucher einstellen sollten.
Es werde erwartet, dass Jerome Powell bei seiner heutigen Rede in Jackson Hole eher eine den Falken zuneigende Position einnehmen werde. Generell würden die Zentralbanken aber abwarten und auf die Daten schauen. Leider wisse man bereits, dass die Inflation in Europa und vor allem im Vereinigten Königreich steigen werde. Die von diesen Daten abhängigen Zentralbanken würden also gezwungen sein, die Zinsen offensiv zu erhöhen.
Die Experten würden überdies davon ausgehen, dass Isabel Schnabels heutige Rede nicht anders ausfalle als die von letzter Woche, aber sie werde weiter eine falkenhafte Ausrichtung haben. Dennoch würden sie denken, dass die Europäische Zentralbank (EZB) - insbesondere Frau Schnabel - das Risiko einer Rezession unterschätze und dass es in dem aktuellen Inflationsumfeld für sie keinen Handlungsspielraum gebe, ihre Haltung zu ändern.
Vor diesem Hintergrund würden die Experten davon ausgehen, dass man sich in einem stagflationären Umfeld befinde, in dem zunächst die Inflation gesenkt werden müsse, bevor über eine Lockerung der Geldpolitik diskutiert werden könne.
Die Experten würden hätten in den letzten Jahrzehnten gesehen, dass das nominale BIP im Vergleich zum realen BIP recht stabil sei, sodass bei einer sehr hohen Inflation - wie sie beispielsweise in den 70er Jahren herrscht habe - niedrige reale Erträge und geringes oder sogar negatives Wachstum eine Nebenwirkung der hohen Inflation seien. Das sei, was man auch hier erwarte. Und der Druck auf das real verfügbare Einkommen werde dazu führen, dass der Konsum und das Wachstum künftig negativ ausfallen würden.
Um die Inflation zu senken, müssten die Zentralbanken zunächst auf die Daten reagieren und es sei noch zu früh, um das außer Acht zu lassen. Es sei zwar sinnvoll, dass sich die Kurven abflachen und umkehren würden, aber die Zentralbanken müssten dennoch zuerst die Inflation bekämpfen. Und das gehe dann mit höheren Hypothekenzinsen einher, was ein weiterer Schlag für die Verbraucher sein werde. (25.08.2022/alc/a/a)
Es werde erwartet, dass Jerome Powell bei seiner heutigen Rede in Jackson Hole eher eine den Falken zuneigende Position einnehmen werde. Generell würden die Zentralbanken aber abwarten und auf die Daten schauen. Leider wisse man bereits, dass die Inflation in Europa und vor allem im Vereinigten Königreich steigen werde. Die von diesen Daten abhängigen Zentralbanken würden also gezwungen sein, die Zinsen offensiv zu erhöhen.
Vor diesem Hintergrund würden die Experten davon ausgehen, dass man sich in einem stagflationären Umfeld befinde, in dem zunächst die Inflation gesenkt werden müsse, bevor über eine Lockerung der Geldpolitik diskutiert werden könne.
Die Experten würden hätten in den letzten Jahrzehnten gesehen, dass das nominale BIP im Vergleich zum realen BIP recht stabil sei, sodass bei einer sehr hohen Inflation - wie sie beispielsweise in den 70er Jahren herrscht habe - niedrige reale Erträge und geringes oder sogar negatives Wachstum eine Nebenwirkung der hohen Inflation seien. Das sei, was man auch hier erwarte. Und der Druck auf das real verfügbare Einkommen werde dazu führen, dass der Konsum und das Wachstum künftig negativ ausfallen würden.
Um die Inflation zu senken, müssten die Zentralbanken zunächst auf die Daten reagieren und es sei noch zu früh, um das außer Acht zu lassen. Es sei zwar sinnvoll, dass sich die Kurven abflachen und umkehren würden, aber die Zentralbanken müssten dennoch zuerst die Inflation bekämpfen. Und das gehe dann mit höheren Hypothekenzinsen einher, was ein weiterer Schlag für die Verbraucher sein werde. (25.08.2022/alc/a/a)


