Erweiterte Funktionen
Südkorea: Der Markt erwartet zunehmend eine Zinssenkung
03.07.19 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Handelsstreit und der damit verbundene Rückgang der Computerchip-Nachfrage lasten auf der südkoreanischen Wirtschaft und der Währung, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Zwischen Anfang April und dem 10. Juni habe der Won mehr als fünf Prozent gegenüber dem Euro nachgegeben, mehr als jede andere Schwellenlandwährung. Danach habe er sich wieder ein Stück weit erholen können. Eigentlich hätte man mit einer weiteren Stärkung des Won aufgrund der Annäherung zwischen den USA und China gerechnet. Die guten G20-Nachrichten seien jedoch durch die Entscheidung eines koreanischen Gerichtes überschattet worden. Es habe südkoreanischen Zwangsarbeitern, die während der Kolonialisierung Koreas von 1910 bis 1945 von japanischen Firmen eingesetzt worden seien, eine Entschädigung zugesprochen. Tokio habe darauf mit Exportrestriktionen auf japanische Waren reagiert, die südkoreanische Firmen zur Herstellung von Computerchips und Computerdisplays benötigen würden. Diese Produkte stünden für etwa 20 Prozent der koreanischen Gesamtexporte.
Der Won habe daraufhin gestern gegenüber dem Euro knapp ein Prozent verloren. Die Schwäche könnte sich fortsetzen, da der Markt aufgrund der schwachen Konjunktur bei geringer Inflation für die nächste Sitzung der Zentralbank am 18. Juli zunehmend eine Zinssenkung erwarte. (03.07.2019/alc/a/a)
Zwischen Anfang April und dem 10. Juni habe der Won mehr als fünf Prozent gegenüber dem Euro nachgegeben, mehr als jede andere Schwellenlandwährung. Danach habe er sich wieder ein Stück weit erholen können. Eigentlich hätte man mit einer weiteren Stärkung des Won aufgrund der Annäherung zwischen den USA und China gerechnet. Die guten G20-Nachrichten seien jedoch durch die Entscheidung eines koreanischen Gerichtes überschattet worden. Es habe südkoreanischen Zwangsarbeitern, die während der Kolonialisierung Koreas von 1910 bis 1945 von japanischen Firmen eingesetzt worden seien, eine Entschädigung zugesprochen. Tokio habe darauf mit Exportrestriktionen auf japanische Waren reagiert, die südkoreanische Firmen zur Herstellung von Computerchips und Computerdisplays benötigen würden. Diese Produkte stünden für etwa 20 Prozent der koreanischen Gesamtexporte.
Der Won habe daraufhin gestern gegenüber dem Euro knapp ein Prozent verloren. Die Schwäche könnte sich fortsetzen, da der Markt aufgrund der schwachen Konjunktur bei geringer Inflation für die nächste Sitzung der Zentralbank am 18. Juli zunehmend eine Zinssenkung erwarte. (03.07.2019/alc/a/a)


