Südkorea: Leitzinssenkung möglich


26.02.20 11:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Südkorea hat am vergangenen Wochenende aufgrund einer starken Zunahme an Corona-Infizierten die höchste Warnstufe ausgerufen, so die Analysten von Postbank Research.

Die meisten neu gemeldeten Fälle würden aus der 2,5-Millionen-Stadt Daegu stammen, welche für drei Prozent des südkoreanischen BIP stehe. Die Börse in Seoul habe seit Wochenbeginn nachgegeben, der Won (KRW) notiere gegenüber dem US-Dollar so schwach wie seit einem halben Jahr nicht mehr. Auch das koreanische Konsumentenvertrauen sei im Februar belastet durch das Coronavirus von 104,2 auf 96,9 Punkte gesunken, der stärkste Rückgang seit Juni 2015. Analysten würden damit rechnen, dass die koreanische Regierung die Wirtschaft im ersten Halbjahr mit Mehrausgaben stützen werde, zudem könnte die Zentralbank in ihrer morgigen Sitzung den Leitzins senken. Derzeit wierde die Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinssenkung am Markt mit rund 80 Prozent eingepreist.

Weitere Stimuli würden auch in China erwartet, wo sich die Lage derzeit etwas zu entspannen scheine. Zwar seien die Folgen der Epidemie in Südkorea derzeit schwer abschätzbar, eine Entspannung der Situation in dem für das Land wichtigen Absatzmarkt China zusammen mit Konjunkturstimuli dürften die Wirtschaft allerdings stützen. Wenn das Coronavirus unter Kontrolle gebracht werde, gehe die Deutsche Bank davon aus, dass auch der südkoreanischen Won gegenüber dem Euro wieder an Stärke gewinnen könne. (26.02.2020/alc/a/a)




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