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Steuert die US-Notenbank auf negative Zinssätze zu?


02.06.20 13:15
Nordea Asset Management

Stockholm (www.anleihencheck.de) - Auch wenn die FED die Möglichkeit negativer Zinsen bislang verneint hat: Wir halten es angesichts des starken Konjunktureinbruchs durch die Corona-Krise für sehr wahrscheinlich, dass Negativzinsen auch in den USA bald zur Realität werden, so Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management.

Vor allem der Druck aus dem Weißen Haus deute in diese Richtung. Sollten Negativzinsen zur Tagesordnung werden, könnte sich dies nachteilig auf Finanzwerte auswirken. Vor allem Banken müssten ihren Nettogewinn reduzieren und könnten nicht mehr von der Zinsstrukturkurve profitieren. Zugleich dürfte diese Entwicklung die Wirtschaftserholung in den USA wesentlich beschleunigen und von den Aktienmärkten begrüßt werden. Dies hätte wiederum Auswirkungen auf Europa, aber auch auf die Schwellenländer. Wenn sich die wirtschaftliche Erholung schneller vollziehe, seien das sehr gute Nachrichten für Länder wie Mexiko, China und die Region Asien-Pazifik. Vor allem in Schwellenländern, die eher zyklisch aufgestellt seien, würden sich Chancen bieten. (02.06.2020/alc/a/a)