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Steilmann-Boecker-Anleihe: Modehandelskonzern bietet attraktive Rendite
11.06.12 15:51
fixed-income.org
Wolfratshausen (www.anleihencheck.de) - Die Experten von "fixed-income.org" - Die Plattform für Emittenten und Investoren am Anleihemarkt – empfehlen die Mittelstandsanleihe (ISIN DE000A1PGWZ2 / WKN A1PGWZ) der Steilmann-Boecker Fashion Point GmbH & Co. KG zur Zeichnung.
Nach den Bekleidungsherstellern Seidensticker und Golfino emittiere mit der Steilmann-Boecker Fasion Point GmbH & Co. KG erstmals ein Bekleidungshändler eine Mittelstandsanleihe. Steilmann-Boecker betreibe zehn Modehäuser und fünf Outletstores (Gesamtverkaufsfläche: 33.500 qm). Bei einem Emissionsvolumen von 30 Mio. Euro, einem Unternehmensrating im Bereich Investment Grade (BBB durch Creditreform Rating) und einer bei Mittelstandsanleihen üblichen Laufzeit von fünf Jahren biete man einen Kupon von 6,75%.
Die Modekette betreibe mit 343 Mitarbeitern 15 Bekleidungsgeschäfte, davon würden zehn als "Boecker"-Filialen und fünf als so genannte Outlets ("Fashion Factory"-Store) geführt. Die Standorte würden sich in Innenstädten oder aber in Einkaufszentren in verkehrsgünstiger Stadtrandlage befinden. Der Unterschied zwischen den Boecker-Filialen und den Outlets (Fashion Factory) bestehe darin, dass in den Outlets mehrheitlich Artikel aus nicht mehr aktuellen Kollektionen angeboten würden. In den Filialen würden Konzernmarken, wie Steilmann, Apanage, Kapalua und Stones, und ein breites Sortiment bekannter Fremdlabels vertrieben.
Die Hauptzielgruppe seien Männer und Frauen ab ca. 35 Jahren, mit gehobenem Anspruch, einer eher traditionellen, konservativen Einstellung in Sachen Mode, jedoch mit einer neuen, zeitgemäßen und modernen Interpretation. Der typische Boecker-Kunde suche anspruchsvolle Markenmode, Qualität und Service (Fachberatung) und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Das Angebot in den Fashion Factory-Outlets ziele vorrangig auf die Zielgruppe, die Qualität zum besonders günstigen Preis suche.
Der regionale Schwerpunkt liege in Nordrhein-Westfalen, wo sich sechs Boecker-Filialen und vier Outlets befinden würden. In Rheinland-Pfalz habe das Unternehmen drei Filialen. In Niedersachsen werde eine Boecker-Filiale betrieben und in Baden-Württemberg ein Outlet. Die Filialen hätten eine Verkaufsfläche zwischen 1.000 und 6.000 qm, die Outlets seien mit einer Verkaufsfläche zwischen 300 und 1.000 qm teilweise deutlich kleiner.
Rund 150.000 der mehr als 650.000 Kunden würden aktiv die Loyality Card von Boecker nutzen, mit der sie einen Sofortrabatt von 5% bekämen. Dabei werde rund 65% des Umsatzes mit Karteninhabern erzielt.
Im November 2004 habe das Modeunternehmen Miro Radici (heute Steilmann Holding AG) die Marke Boecker übernommen, die damals einen Umsatz von 19 Mio. Euro und einen Verlust von 4 Mio. Euro erwirtschaftet habe. Seit dem habe der Umsatz auf 56 Mio. Euro verdreifacht werden können, dabei habe die Gesellschaft in den vergangenen Jahren stets ein positives Ergebnis erzielt. 2006 sei die Übernahme der Klaus Steilmann GmbH & Co. KG erfolgt. Heute erwirtschafte der Konzern mit global rund 7.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 700 Mio. Euro und ein EBITDA von 45 Mio. Euro.
Seit 2008 habe Steilmann-Boecker den Umsatz um durchschnittlich 15% und den Vorsteuergewinn um 88% erhöhen können. Im Geschäftsjahr 2011 habe man einen Umsatz von 56 Mio. Euro erzielen können und dabei einen Vorsteuergewinn von 3,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Gesellschaft habe keine Bankverbindlichkeiten und finanziere sich durch den Cashflow sowie Darlehen der Gesellschafter. Im Vorfeld der Transaktion sei das Eigenkapital durch Umwandlung eines Gesellschafterdarlehens deutlich gestärkt worden. Man verfüge über eine solide Eigenkapitalquote von 35%.
Die Emittentin sei eng mit der Konzernmutter verflochten. Der Geschäftsführer der Komplementärin Dr. Michele Puller sei mit einem Anteil von 1,26% an der Emittentin beteiligt. Die übrigen 98,74% der Anteile würden von der Miro Radici Hometextile GmbH, einer 100%-igen Tochtergesellschaft der Steilmann Holding AG gehalten. Dr. Michele Puller sei ebenfalls mit 10% an der Steilmann Holding beteiligt, deren Vorstandsvorsitzender er sei. Massimo Giazzi, Geschäftsführer der Komplementärin, sei mittelbar mit einem Anteil von 10% an der Steilmann Holding beteiligt. Er sei auch Vorstand der Steilmann Holding AG sowie Geschäftsführer der Kommanditistin Miro Radici Hometextile GmbH und Geschäftsführer weiterer zur Steilmann Holding AG gehörender Unternehmen.
Die Ansprüche der Anleihegläubiger auf Zinszahlung und Rückzahlung sollten planmäßig durch den Cashflow der Emittentin bedient werden. Ferner bestehe eine Erfüllungsübernahme der Steilmann Holding AG gegenüber der Emittentin in Höhe des Nominalbetrages der Anleihe nebst den jeweils fälligen Zinsen. Auf die üblichen Covenants habe die Gesellschaft dagegen verzichtet. Somit gebe es keine Begrenzung bei der Verschuldung, die Erfüllungsübernahme erscheine aber ausreichend.
Der Emissionserlös aus der Anleiheemission solle der Wachstumsfinanzierung dienen, wie beispielsweise für die Neueröffnung von Filialen, dem Abbau von Verbindlichkeiten, Sortimentsergänzungen sowie für das Umlaufvermögen.
Mittelstandsanleihen aus dem Bereich Konsum/Retail seien jetzt sehr gefragt und hätten höhere Sharpe Ratios als (Mittelstands-)Anleihen aus anderen Branchen vorzuweisen. Steilmann-Boecker habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Die Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit und das Rating seien besser, als bei den Anleihen anderer Modekonzerne. Die Erfüllungsübernahme der Konzernmutter anstatt klassischer Covenats erscheine ausreichend. Die Chancen auf eine erfolgreiche Anleiheemission stünden somit für Steilmann-Boecker sehr gut.
Die Experten von "fixed-income.org" raten zur Zeichnung der Steilmann-Boecker-Anleihe. (Analyse vom 10.06.2012) (11.06.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Nach den Bekleidungsherstellern Seidensticker und Golfino emittiere mit der Steilmann-Boecker Fasion Point GmbH & Co. KG erstmals ein Bekleidungshändler eine Mittelstandsanleihe. Steilmann-Boecker betreibe zehn Modehäuser und fünf Outletstores (Gesamtverkaufsfläche: 33.500 qm). Bei einem Emissionsvolumen von 30 Mio. Euro, einem Unternehmensrating im Bereich Investment Grade (BBB durch Creditreform Rating) und einer bei Mittelstandsanleihen üblichen Laufzeit von fünf Jahren biete man einen Kupon von 6,75%.
Die Modekette betreibe mit 343 Mitarbeitern 15 Bekleidungsgeschäfte, davon würden zehn als "Boecker"-Filialen und fünf als so genannte Outlets ("Fashion Factory"-Store) geführt. Die Standorte würden sich in Innenstädten oder aber in Einkaufszentren in verkehrsgünstiger Stadtrandlage befinden. Der Unterschied zwischen den Boecker-Filialen und den Outlets (Fashion Factory) bestehe darin, dass in den Outlets mehrheitlich Artikel aus nicht mehr aktuellen Kollektionen angeboten würden. In den Filialen würden Konzernmarken, wie Steilmann, Apanage, Kapalua und Stones, und ein breites Sortiment bekannter Fremdlabels vertrieben.
Die Hauptzielgruppe seien Männer und Frauen ab ca. 35 Jahren, mit gehobenem Anspruch, einer eher traditionellen, konservativen Einstellung in Sachen Mode, jedoch mit einer neuen, zeitgemäßen und modernen Interpretation. Der typische Boecker-Kunde suche anspruchsvolle Markenmode, Qualität und Service (Fachberatung) und ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Das Angebot in den Fashion Factory-Outlets ziele vorrangig auf die Zielgruppe, die Qualität zum besonders günstigen Preis suche.
Der regionale Schwerpunkt liege in Nordrhein-Westfalen, wo sich sechs Boecker-Filialen und vier Outlets befinden würden. In Rheinland-Pfalz habe das Unternehmen drei Filialen. In Niedersachsen werde eine Boecker-Filiale betrieben und in Baden-Württemberg ein Outlet. Die Filialen hätten eine Verkaufsfläche zwischen 1.000 und 6.000 qm, die Outlets seien mit einer Verkaufsfläche zwischen 300 und 1.000 qm teilweise deutlich kleiner.
Rund 150.000 der mehr als 650.000 Kunden würden aktiv die Loyality Card von Boecker nutzen, mit der sie einen Sofortrabatt von 5% bekämen. Dabei werde rund 65% des Umsatzes mit Karteninhabern erzielt.
Seit 2008 habe Steilmann-Boecker den Umsatz um durchschnittlich 15% und den Vorsteuergewinn um 88% erhöhen können. Im Geschäftsjahr 2011 habe man einen Umsatz von 56 Mio. Euro erzielen können und dabei einen Vorsteuergewinn von 3,3 Mio. Euro erwirtschaftet. Die Gesellschaft habe keine Bankverbindlichkeiten und finanziere sich durch den Cashflow sowie Darlehen der Gesellschafter. Im Vorfeld der Transaktion sei das Eigenkapital durch Umwandlung eines Gesellschafterdarlehens deutlich gestärkt worden. Man verfüge über eine solide Eigenkapitalquote von 35%.
Die Emittentin sei eng mit der Konzernmutter verflochten. Der Geschäftsführer der Komplementärin Dr. Michele Puller sei mit einem Anteil von 1,26% an der Emittentin beteiligt. Die übrigen 98,74% der Anteile würden von der Miro Radici Hometextile GmbH, einer 100%-igen Tochtergesellschaft der Steilmann Holding AG gehalten. Dr. Michele Puller sei ebenfalls mit 10% an der Steilmann Holding beteiligt, deren Vorstandsvorsitzender er sei. Massimo Giazzi, Geschäftsführer der Komplementärin, sei mittelbar mit einem Anteil von 10% an der Steilmann Holding beteiligt. Er sei auch Vorstand der Steilmann Holding AG sowie Geschäftsführer der Kommanditistin Miro Radici Hometextile GmbH und Geschäftsführer weiterer zur Steilmann Holding AG gehörender Unternehmen.
Die Ansprüche der Anleihegläubiger auf Zinszahlung und Rückzahlung sollten planmäßig durch den Cashflow der Emittentin bedient werden. Ferner bestehe eine Erfüllungsübernahme der Steilmann Holding AG gegenüber der Emittentin in Höhe des Nominalbetrages der Anleihe nebst den jeweils fälligen Zinsen. Auf die üblichen Covenants habe die Gesellschaft dagegen verzichtet. Somit gebe es keine Begrenzung bei der Verschuldung, die Erfüllungsübernahme erscheine aber ausreichend.
Der Emissionserlös aus der Anleiheemission solle der Wachstumsfinanzierung dienen, wie beispielsweise für die Neueröffnung von Filialen, dem Abbau von Verbindlichkeiten, Sortimentsergänzungen sowie für das Umlaufvermögen.
Mittelstandsanleihen aus dem Bereich Konsum/Retail seien jetzt sehr gefragt und hätten höhere Sharpe Ratios als (Mittelstands-)Anleihen aus anderen Branchen vorzuweisen. Steilmann-Boecker habe sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt. Die Kennzahlen zur Kapitaldienstfähigkeit und das Rating seien besser, als bei den Anleihen anderer Modekonzerne. Die Erfüllungsübernahme der Konzernmutter anstatt klassischer Covenats erscheine ausreichend. Die Chancen auf eine erfolgreiche Anleiheemission stünden somit für Steilmann-Boecker sehr gut.
Die Experten von "fixed-income.org" raten zur Zeichnung der Steilmann-Boecker-Anleihe. (Analyse vom 10.06.2012) (11.06.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


