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Stecken die Zentralbanken in der Falle?
02.02.22 11:45
Fürst Fugger Privatbank
Augsburg (www.anleihencheck.de) - Die Zentralbanken sind zu einem Politikwechsel gezwungen - und sie scheinen es damit ernst zu meinen, so die Analysten der Fürst Fugger Privatbank.
US-Zentralbankchef Powell habe auf einer Pressekonferenz selbst die Möglichkeit einer Zinsanhebung um 50 Basispunkte nicht ausschließen wollen. Die habe es zuletzt im Mai 2000 gegeben - da habe der FED-Chef noch Alan Greenspan geheißen.
Auch die Vertreter der europäischen Zentralbank würden beginnen umzudenken. Angesichts der weiter anziehenden Verbraucherpreise würden Marktteilnehmer von ihr eine aggressivere Anhebungspolitik erwarten. Die anziehenden Verbraucherpreise vor allem im Energiebereich würden zu politischem und ökonomischem Handlungsdruck führen. Neben den Renditen für deutsche Staatsanleihen habe auch der Euro auf die hohen Inflationszahlen und den wachsenden Handlungsdruck auf die EZB reagiert und am Montag um mehr als 1% zugelegt.
Für Marko Behring, Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank, komme die Politikwende der Zentralbanken zu spät und sie könnte zu hart ausfallen. "Anstatt frühzeitig auf die Überhitzungstendenzen und die vor allem 2021 völlig euphorisierten Finanz- und Immobilienmärkte zu reagieren, haben die Zentralbanken einer sektoralen Überhitzung auf gefährliche Weise Vorschub geleistet", meine Behring.
Nun gelte es, mehrere Brände gleichzeitig zu löschen: Die Inflation bekämpfen, das Wachstum auf einem vernünftigen Niveau halten, und gleichzeitig die Finanzmärkte nicht abwürgen.
"Tritt die US-Zentralbank tatsächlich so drastisch auf die Bremse, wie sie sagt, dann dürfte der nächste konjunkturelle Einbruch nicht lange auf sich warten lassen", sei Behring sicher. Die ersten Vorboten könne er bereits erkennen: Trotz solider Einkaufsmanagerindices und (noch) guter Wirtschaftsdaten würden sich erste Anzeichen einer konjunkturellen Eintrübung abzeichnen. Marko Behring: "Macht die FED ernst, droht schon bald eine inverse Zinsstrukturkurve - und damit die Gefahr, dass sich eine Negativspirale in Gang setzt, die das Wachstum einbremst."
Selbst, oder gerade, in einem etwas ruppigeren Börsenumfeld, sehe Marko Behring jedoch Chancen: "Insbesondere auf der Aktienseite kann man Schwächephasen gut dazu nutzen, Qualität aufzustocken - und sollte das auch tun." Denn trotz aggressiverer Zentralbanken sei sicher: "Sachwerte sind und bleiben die erste Wahl zur Vermögenssicherung."
Zitate Marko Behring, Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank:
- "Anstatt frühzeitig auf die Überhitzungstendenzen und die vor allem 2021 völlig euphorisierten Finanz- und Immobilienmärkte zu reagieren, haben die Zentralbanken einer sektoralen Überhitzung auf gefährliche Weise Vorschub geleistet."
- "Tritt die US-Zentralbank tatsächlich so drastisch auf die Bremse, wie sie sagt, dann dürfte der nächste konjunkturelle Einbruch nicht lange auf sich warten lassen."
- "Macht die FED ernst, droht schon bald eine inverse Zinsstrukturkurve - und damit die Gefahr, dass sich eine Negativspirale in Gang setzt, die das Wachstum einbremst."
- "Insbesondere auf der Aktienseite kann man Schwächephasen gut dazu nutzen, Qualität aufzustocken - und sollte das auch tun."
- "Sachwerte sind und bleiben die erste Wahl zur Vermögenssicherung." (02.02.2022/alc/a/a)
US-Zentralbankchef Powell habe auf einer Pressekonferenz selbst die Möglichkeit einer Zinsanhebung um 50 Basispunkte nicht ausschließen wollen. Die habe es zuletzt im Mai 2000 gegeben - da habe der FED-Chef noch Alan Greenspan geheißen.
Auch die Vertreter der europäischen Zentralbank würden beginnen umzudenken. Angesichts der weiter anziehenden Verbraucherpreise würden Marktteilnehmer von ihr eine aggressivere Anhebungspolitik erwarten. Die anziehenden Verbraucherpreise vor allem im Energiebereich würden zu politischem und ökonomischem Handlungsdruck führen. Neben den Renditen für deutsche Staatsanleihen habe auch der Euro auf die hohen Inflationszahlen und den wachsenden Handlungsdruck auf die EZB reagiert und am Montag um mehr als 1% zugelegt.
Für Marko Behring, Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank, komme die Politikwende der Zentralbanken zu spät und sie könnte zu hart ausfallen. "Anstatt frühzeitig auf die Überhitzungstendenzen und die vor allem 2021 völlig euphorisierten Finanz- und Immobilienmärkte zu reagieren, haben die Zentralbanken einer sektoralen Überhitzung auf gefährliche Weise Vorschub geleistet", meine Behring.
Nun gelte es, mehrere Brände gleichzeitig zu löschen: Die Inflation bekämpfen, das Wachstum auf einem vernünftigen Niveau halten, und gleichzeitig die Finanzmärkte nicht abwürgen.
"Tritt die US-Zentralbank tatsächlich so drastisch auf die Bremse, wie sie sagt, dann dürfte der nächste konjunkturelle Einbruch nicht lange auf sich warten lassen", sei Behring sicher. Die ersten Vorboten könne er bereits erkennen: Trotz solider Einkaufsmanagerindices und (noch) guter Wirtschaftsdaten würden sich erste Anzeichen einer konjunkturellen Eintrübung abzeichnen. Marko Behring: "Macht die FED ernst, droht schon bald eine inverse Zinsstrukturkurve - und damit die Gefahr, dass sich eine Negativspirale in Gang setzt, die das Wachstum einbremst."
Zitate Marko Behring, Leiter Asset Management der Fürst Fugger Privatbank:
- "Anstatt frühzeitig auf die Überhitzungstendenzen und die vor allem 2021 völlig euphorisierten Finanz- und Immobilienmärkte zu reagieren, haben die Zentralbanken einer sektoralen Überhitzung auf gefährliche Weise Vorschub geleistet."
- "Tritt die US-Zentralbank tatsächlich so drastisch auf die Bremse, wie sie sagt, dann dürfte der nächste konjunkturelle Einbruch nicht lange auf sich warten lassen."
- "Macht die FED ernst, droht schon bald eine inverse Zinsstrukturkurve - und damit die Gefahr, dass sich eine Negativspirale in Gang setzt, die das Wachstum einbremst."
- "Insbesondere auf der Aktienseite kann man Schwächephasen gut dazu nutzen, Qualität aufzustocken - und sollte das auch tun."
- "Sachwerte sind und bleiben die erste Wahl zur Vermögenssicherung." (02.02.2022/alc/a/a)


