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Starke Nachfrage an europäischen Rentenpapieren
25.11.24 08:52
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Im Gleichklang mit den Renditen europäischer Staatsanleihen sank die italienische zehnjährige BTP-Rendite am Freitag um 7 Basispunkte auf 3,50% (und damit auf den niedrigsten Stand seit etwa einem Monat), so die Analysten der Nord LB.
Auslöser für die starke Nachfrage an europäischen Rentenpapieren seien die schwächer als erwartet ausgefallenen europäischen PMI-Daten gewesen. Die Sorgen über stetig zunehmende, düsterere Wirtschaftsaussichten in Europa würden die Nachfrage nach Safe Hafen Assets (Staatsanleihen) zusätzlich verstärken. Neben den schwachen Wirtschaftsdaten würden die Anleger auch noch sorgenvoll auf den eskalierenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine blicken. Im Hinterkopf würden überdies die möglichen, zukünftigen Auswirkungen einer zweiten Regierung Trump bleiben, welche erhebliche Disruptionen auf die europäische Wirtschaft auslösen könnten.
Der EZB-Präsidentin Christine Lagarde gehe der Aufbau einer europäischen Kapitalmarktunion nicht schnell genug. In einer Rede am vergangenen Freitag auf dem European Banking Congress habe sie mehr Anstrengungen gefordert, um die sehr stark fragmentierten europäischen Kapitalmärkte enger miteinander zu verzahnen. "Die Kapitalmarktunion ist von entscheidender Bedeutung, um unsere Wirtschaft dynamischer und technologisch fortschrittlicher zu machen." Europäer hätten laut Lagarde rund EUR 11,5 Bio. in Bargeld und Einlagen gehalten, wovon aber ein großer Teil leider nicht in Richtung Unternehmensfinanzierung fließen würde. Bis zu EUR 8,0 Bio. könnten (würden die Europäer dem Vorgehen der US-Haushalte folgen) in langfristig, börsenbasierten Investments umgeschichtet werden.
Bereits zum Wochenauftakt spiele der Konjunkturkalender mit den November-Daten zum viel beachteten ifo Geschäftsklimaindex durchaus mit einem Paukenschlag auf. Mit den noch frischen und ernüchternden PMI-Daten für Deutschland im Rückspiegel dürfte sich wohl auch bei den vom ifo befragten Unternehmenslenkern eine gewisse Stimmungseintrübung breit gemacht haben. Als weiterer zentraler Datenpunkt in dieser Woche rücke am Mittwoch der Oktober-Datenkranz für den PCE-Deflator, als favorisiertes Inflationsmaß der FED, in den Fokus. In der zweiten Wochenhälfte würden deutsche und europäische Inflationszahlen im Hinblick auf die letzte EZB-Sitzung des Jahres im Dezember frische Impulse für den Diskurs im EZB-Turm in Frankfurt am Main liefern. (25.11.2024/alc/a/a)
Auslöser für die starke Nachfrage an europäischen Rentenpapieren seien die schwächer als erwartet ausgefallenen europäischen PMI-Daten gewesen. Die Sorgen über stetig zunehmende, düsterere Wirtschaftsaussichten in Europa würden die Nachfrage nach Safe Hafen Assets (Staatsanleihen) zusätzlich verstärken. Neben den schwachen Wirtschaftsdaten würden die Anleger auch noch sorgenvoll auf den eskalierenden Konflikt zwischen Russland und der Ukraine blicken. Im Hinterkopf würden überdies die möglichen, zukünftigen Auswirkungen einer zweiten Regierung Trump bleiben, welche erhebliche Disruptionen auf die europäische Wirtschaft auslösen könnten.
Der EZB-Präsidentin Christine Lagarde gehe der Aufbau einer europäischen Kapitalmarktunion nicht schnell genug. In einer Rede am vergangenen Freitag auf dem European Banking Congress habe sie mehr Anstrengungen gefordert, um die sehr stark fragmentierten europäischen Kapitalmärkte enger miteinander zu verzahnen. "Die Kapitalmarktunion ist von entscheidender Bedeutung, um unsere Wirtschaft dynamischer und technologisch fortschrittlicher zu machen." Europäer hätten laut Lagarde rund EUR 11,5 Bio. in Bargeld und Einlagen gehalten, wovon aber ein großer Teil leider nicht in Richtung Unternehmensfinanzierung fließen würde. Bis zu EUR 8,0 Bio. könnten (würden die Europäer dem Vorgehen der US-Haushalte folgen) in langfristig, börsenbasierten Investments umgeschichtet werden.
Bereits zum Wochenauftakt spiele der Konjunkturkalender mit den November-Daten zum viel beachteten ifo Geschäftsklimaindex durchaus mit einem Paukenschlag auf. Mit den noch frischen und ernüchternden PMI-Daten für Deutschland im Rückspiegel dürfte sich wohl auch bei den vom ifo befragten Unternehmenslenkern eine gewisse Stimmungseintrübung breit gemacht haben. Als weiterer zentraler Datenpunkt in dieser Woche rücke am Mittwoch der Oktober-Datenkranz für den PCE-Deflator, als favorisiertes Inflationsmaß der FED, in den Fokus. In der zweiten Wochenhälfte würden deutsche und europäische Inflationszahlen im Hinblick auf die letzte EZB-Sitzung des Jahres im Dezember frische Impulse für den Diskurs im EZB-Turm in Frankfurt am Main liefern. (25.11.2024/alc/a/a)


