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StarCapital-Rentenausblick: Wie man 2015 mit Anleihen Geld verdienen kann
15.01.15 14:58
StarCapital
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach Einschätzung von StarCapital können Anleger trotz Niedrigzinsumfeld und Schuldenkrise auch 2015 mit Anleihen Geld verdienen.
"Allerdings müssen sie sich zwingend ein Bild davon machen, wie es mit der Schuldenkrise weitergeht", schreibe Peter E. Huber in der jüngsten Ausgabe der StarCapital-Publikation StarInvest. Denn angesichts der Rekordverschuldung der öffentlichen Haushalte scheine eine Rückkehr zur Normalität kaum vorstellbar.
Weder sei das Problem durch die Aufnahme von immer noch mehr Schulden lösbar noch durch einen rigorosen Sparkurs. Auch könnten die Schuldenberge nicht durch mehr Wirtschaftswachstum abgebaut werden, denn das BIP-Wachstum in den Industriestaaten sei schon seit Jahrzehnten rückläufig und das Potenzialwachstum nehme nicht zuletzt auch durch die demographische Entwicklung ab.
Der renommierte Fondsmanager rechne daher mit einem "ganzen Bündel von Grausamkeiten", das auf die Anleger zukommen werde. Viele Staaten würden versuchen zu "sparen", indem sie ihre Bürger mit immer neuen Abgaben schröpfen und besonders klamme Länder ihre Probleme durch partielle Schuldenschnitte mildern würden. "Die Notenbanken werden versuchen, die Zinsen tiefzuhalten und die Inflationsraten hochzutreiben, was nichts anderes als eine Finanzrepression bedeutet."
Die Kapitalmarktexperten von StarCapital würden es durchaus für möglich halten, dass den Notenbanken eine Reflationierung gelinge. "Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass die Kurse der inflationsgeschützten Anleihen wegen der drastisch gesunkenen Inflationserwartungen im Euro-Raum deutlich unter Druck gekommen sind, bieten erste Engagements hier gute Chancen", heiße es in der aktuellen Markteinschätzung.
Im High-Yield-Segment sehe das Investmentteam aufgrund der ausgeprägten Risikoaversion der Anleger und der deutlichen Spreadausweitung selektive Anlagechancen. "Die Kreditausfallrisiken werden vom Markt oft und systematisch überschätzt", würden die Anleihenexperten erläutern. Anleger sollten sich allerdings auf Emissionen beschränken, die mindestens ein Volumen von 1 Mrd. Euro bzw. US-Dollar aufweisen würden.
Überdurchschnittliches Gewinnpotenzial und attraktive Einstiegsmöglichkeiten sehe Peter E. Huber bei "Fallen Angels", also Anleihen von Unternehmen, die ursprünglich mit einem Rating im Investment-Grade-Bereich emittiert, jedoch auf Non-Investment-Grade herabgestuft worden seien. Insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich stünden einige Unternehmen vor einer Herabstufung, was interessante Investitionsmöglichkeiten eröffne.
"Obwohl die Abstufung von Investment-Grade auf Non-Investment-Grade gering ist und wenig Auswirkungen auf das tatsächliche Kreditausfallrisiko hat, ist die Wirkung doch enorm. Denn die meisten institutionellen Investoren müssen im Fall einer Herabstufung verkaufen. Dadurch entsteht ein künstlicher Kursdruck, der günstige Einstiegschancen schafft", erkläre Huber.
Nach Ansicht von StarCapital sollten US-Dollar-Anleihen als Rendite-Booster in keinem internationalen Rentenportfolio fehlen: "Unternehmensanleihen mit einem guten Rating von BBB- bieten in US-Dollar zurzeit eine attraktive Verzinsung von durchschnittlich 3,84% im Gegensatz zu mageren 1,6% für gleichwertige Anleihen, die in Euro notieren." Anleger, die kein Währungsrisiko eingehen würden oder es reduzieren möchten, könnten den US-Dollar derzeit fast kostenlos absichern.
Die Anleihenexperten würden zudem eine Diversifikation über weitere Währungsanleihen für sinnvoll erachten, da niemand sicher sein könne, ob der Euro als Gemeinschaftswährung auf Dauer überleben werde. Insbesondere Staats- und Unternehmensanleihen aus Wachstumsmärkten wie Indien, Indonesien oder China, die von den niedrigen Öl- und Rohstoffpreisen profitieren würden, würden sich ihrer Ansicht nach im aktuellen Umfeld als Depotbeimischung eignen. Anleger würden hier neben höheren Zinsen Währungsgewinne winken.
Angst vor steigenden Zinsen und damit einhergehenden Kursverlusten habe Peter E. Huber nicht: "Selbst bei einer möglichen Zinswende mit deutlich steigenden Renditen und fallenden Anleihekursen kann man mit Zinsfutures und Short-EFTs Geld verdienen." Allerdings sollten Anleger umsichtig agieren: "Diese Strategie fordert viel Feingefühl und sollte nur bei echten Trendbrüchen und definitiv steigenden Zinsen eingesetzt werden."
Der Marktausblick von StarCapital spiegele sich u. a. im StarCapital Argos (ISIN LU0137341789/ WKN 805785) wider. Mit einem Wertzuwachs von 75,4% in den letzten zehn Jahren gehöre der 470 Millionen schwere Fonds aufgrund seiner flexiblen Anlagestrategie regelmäßig zu den besten internationalen Rentenfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen seien. (Ausgabe Januar 2015) (15.01.2015/alc/a/a)
"Allerdings müssen sie sich zwingend ein Bild davon machen, wie es mit der Schuldenkrise weitergeht", schreibe Peter E. Huber in der jüngsten Ausgabe der StarCapital-Publikation StarInvest. Denn angesichts der Rekordverschuldung der öffentlichen Haushalte scheine eine Rückkehr zur Normalität kaum vorstellbar.
Weder sei das Problem durch die Aufnahme von immer noch mehr Schulden lösbar noch durch einen rigorosen Sparkurs. Auch könnten die Schuldenberge nicht durch mehr Wirtschaftswachstum abgebaut werden, denn das BIP-Wachstum in den Industriestaaten sei schon seit Jahrzehnten rückläufig und das Potenzialwachstum nehme nicht zuletzt auch durch die demographische Entwicklung ab.
Der renommierte Fondsmanager rechne daher mit einem "ganzen Bündel von Grausamkeiten", das auf die Anleger zukommen werde. Viele Staaten würden versuchen zu "sparen", indem sie ihre Bürger mit immer neuen Abgaben schröpfen und besonders klamme Länder ihre Probleme durch partielle Schuldenschnitte mildern würden. "Die Notenbanken werden versuchen, die Zinsen tiefzuhalten und die Inflationsraten hochzutreiben, was nichts anderes als eine Finanzrepression bedeutet."
Die Kapitalmarktexperten von StarCapital würden es durchaus für möglich halten, dass den Notenbanken eine Reflationierung gelinge. "Vor diesem Hintergrund und angesichts der Tatsache, dass die Kurse der inflationsgeschützten Anleihen wegen der drastisch gesunkenen Inflationserwartungen im Euro-Raum deutlich unter Druck gekommen sind, bieten erste Engagements hier gute Chancen", heiße es in der aktuellen Markteinschätzung.
Überdurchschnittliches Gewinnpotenzial und attraktive Einstiegsmöglichkeiten sehe Peter E. Huber bei "Fallen Angels", also Anleihen von Unternehmen, die ursprünglich mit einem Rating im Investment-Grade-Bereich emittiert, jedoch auf Non-Investment-Grade herabgestuft worden seien. Insbesondere im Energie- und Rohstoffbereich stünden einige Unternehmen vor einer Herabstufung, was interessante Investitionsmöglichkeiten eröffne.
"Obwohl die Abstufung von Investment-Grade auf Non-Investment-Grade gering ist und wenig Auswirkungen auf das tatsächliche Kreditausfallrisiko hat, ist die Wirkung doch enorm. Denn die meisten institutionellen Investoren müssen im Fall einer Herabstufung verkaufen. Dadurch entsteht ein künstlicher Kursdruck, der günstige Einstiegschancen schafft", erkläre Huber.
Nach Ansicht von StarCapital sollten US-Dollar-Anleihen als Rendite-Booster in keinem internationalen Rentenportfolio fehlen: "Unternehmensanleihen mit einem guten Rating von BBB- bieten in US-Dollar zurzeit eine attraktive Verzinsung von durchschnittlich 3,84% im Gegensatz zu mageren 1,6% für gleichwertige Anleihen, die in Euro notieren." Anleger, die kein Währungsrisiko eingehen würden oder es reduzieren möchten, könnten den US-Dollar derzeit fast kostenlos absichern.
Die Anleihenexperten würden zudem eine Diversifikation über weitere Währungsanleihen für sinnvoll erachten, da niemand sicher sein könne, ob der Euro als Gemeinschaftswährung auf Dauer überleben werde. Insbesondere Staats- und Unternehmensanleihen aus Wachstumsmärkten wie Indien, Indonesien oder China, die von den niedrigen Öl- und Rohstoffpreisen profitieren würden, würden sich ihrer Ansicht nach im aktuellen Umfeld als Depotbeimischung eignen. Anleger würden hier neben höheren Zinsen Währungsgewinne winken.
Angst vor steigenden Zinsen und damit einhergehenden Kursverlusten habe Peter E. Huber nicht: "Selbst bei einer möglichen Zinswende mit deutlich steigenden Renditen und fallenden Anleihekursen kann man mit Zinsfutures und Short-EFTs Geld verdienen." Allerdings sollten Anleger umsichtig agieren: "Diese Strategie fordert viel Feingefühl und sollte nur bei echten Trendbrüchen und definitiv steigenden Zinsen eingesetzt werden."
Der Marktausblick von StarCapital spiegele sich u. a. im StarCapital Argos (ISIN LU0137341789/ WKN 805785) wider. Mit einem Wertzuwachs von 75,4% in den letzten zehn Jahren gehöre der 470 Millionen schwere Fonds aufgrund seiner flexiblen Anlagestrategie regelmäßig zu den besten internationalen Rentenfonds, die in Deutschland zum Vertrieb zugelassen seien. (Ausgabe Januar 2015) (15.01.2015/alc/a/a)


