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Staatsanleiherenditen in USA und Deutschland haben Talsohle hinter sich
10.12.13 15:47
ING Investment Management
Den Haag (www.anleihencheck.de) - Es ist vor allem den Anstrengungen der großen Notenbanken zu verdanken, dass das Wirtschaftswachstum sich wieder belebt und die systemischen Risiken sinken, so die Experten von ING Investment Management (ING IM).
Auch die Politiker würden erkennen, dass wachstumsfördernde Maßnahmen entscheidend zum Schuldenabbau beitragen würden, und würden entsprechend handeln. Der staatliche Sparkurs in den USA und der EWU werde das Wachstum in 2014 daher weniger bremsen als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund sollten Investoren nicht nur Abwärtsrisiken, sondern auch positive Überraschungen berücksichtigen.
Angesichts der erwarteten Gewinnzuwächse und des voraussichtlich steigenden Risikoappetits seien die Experten gerade bei Aktien optimistisch. Regional würden die Experten vor allem auf europäische und japanische Aktien setzen. Zudem dürften die zyklischen die defensiven Sektoren übertreffen. Ferner würden die Experten Immobilienaktien favorisieren, sowohl internationaler Emittenten als auch aus der Eurozone.
Hochverzinsliche seien die Favoriten der Experten im Anleiheuniversum. Die Staatsanleiherenditen in den USA und Deutschland würden - u. a. wegen der anhaltend großen Produktionslücken in den entwickelten Volkswirtschaften - wohl nur leicht steigen.
In diesem Jahr hätten vor allem die expansive Geldpolitik sowie die unkonventionellen Maßnahmen der großen Notenbanken die Aktienerträge bestimmt. Gewinnzuwächse und zunehmender Risikoappetit dürften auch 2014 weltweit für steigende Kurse sorgen.
2013 hätten die Notenbanken eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines günstigen Umfelds für Aktien und einige der risikoreicheren Bond-Kategorien, wie Hochverzinsliche und Staatsanleihen von der Euro-Peripherie, gespielt. Es sei vor allem den Anstrengungen der großen Notenbanken zu verdanken, dass das Wirtschaftswachstum sich wieder belebe und die Risiken für Anleger sinken würden. Gerade in den USA, Japan und in Großbritannien seien diese Maßnahmen erfolgreich gewesen. Die Wirtschaft in der Eurozone solle sich von einer negativen Wachstumsrate von minus 1% wieder auf +1% erholen. Die Leitzinssenkung durch die EZB im November von 0,5% auf 0,25% solle dem Aufschwung auf die Sprünge helfen.
Auch in 2014 werde die Politik der Notenbanken die Nachfrageentwicklung im Privatsektor entscheidend beeinflussen und stabilisieren. Mit einer Zinsanhebung durch die Federal Reserve sei indes nicht vor 2015 zu rechnen. Momentan wolle die FED die Zinsen bis auf Weiteres auf dem aktuellen Niveau belassen, auch bei überdurchschnittlichem Wachstum.
Die Bank of Japan habe sich wiederum zum Ziel gesetzt, die Inflationsrate auf 2% zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, werde sie die Zinsen eher zu sehr als zu wenig lockern.
Trotz ihrer überaus belebenden Wirkung auf Wirtschaft und Finanzmärkte wolle die FED ihre expansive Geldpolitik in den kommenden Monaten zurückfahren. Das Basisszenario der Experten gehe davon aus, dass die FED ab März 2014 den Ankauf von Staatsanleihen reduziere. Es sei nicht auszuschließen, dass die FED sogar noch früher mit dem Tapering beginne, falls die Wirtschaftsindikatoren - vor allem die Entspannung am Arbeitsmarkt - günstig bleiben würden.
Doch aus Sicht der Experten gefährde diese Maßnahme das Wirtschaftswachstum nicht zwangsläufig. Im Mai 2013 habe die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen noch unter 2% gelegen und habe mittlerweile (Stand: 02.12.) 2,8% erreicht. Das Tapering sei bereits mehr oder weniger eingepreist. Die Märkte würden inzwischen verstanden zu haben scheinen, dass "Tapering" und "Tightening" (Anhebung des Leitzinses) für die FED zwei Paar Schuhe seien. Wenn die FED mit dem Tapering beginne, dann könnte der Markt das als Signal begreifen, dass der Privatsektor mittlerweile stark genug und das Wachstum nicht gefährdet sei. (10.12.2013/alc/a/a)
Auch die Politiker würden erkennen, dass wachstumsfördernde Maßnahmen entscheidend zum Schuldenabbau beitragen würden, und würden entsprechend handeln. Der staatliche Sparkurs in den USA und der EWU werde das Wachstum in 2014 daher weniger bremsen als im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund sollten Investoren nicht nur Abwärtsrisiken, sondern auch positive Überraschungen berücksichtigen.
Angesichts der erwarteten Gewinnzuwächse und des voraussichtlich steigenden Risikoappetits seien die Experten gerade bei Aktien optimistisch. Regional würden die Experten vor allem auf europäische und japanische Aktien setzen. Zudem dürften die zyklischen die defensiven Sektoren übertreffen. Ferner würden die Experten Immobilienaktien favorisieren, sowohl internationaler Emittenten als auch aus der Eurozone.
Hochverzinsliche seien die Favoriten der Experten im Anleiheuniversum. Die Staatsanleiherenditen in den USA und Deutschland würden - u. a. wegen der anhaltend großen Produktionslücken in den entwickelten Volkswirtschaften - wohl nur leicht steigen.
2013 hätten die Notenbanken eine entscheidende Rolle bei der Schaffung eines günstigen Umfelds für Aktien und einige der risikoreicheren Bond-Kategorien, wie Hochverzinsliche und Staatsanleihen von der Euro-Peripherie, gespielt. Es sei vor allem den Anstrengungen der großen Notenbanken zu verdanken, dass das Wirtschaftswachstum sich wieder belebe und die Risiken für Anleger sinken würden. Gerade in den USA, Japan und in Großbritannien seien diese Maßnahmen erfolgreich gewesen. Die Wirtschaft in der Eurozone solle sich von einer negativen Wachstumsrate von minus 1% wieder auf +1% erholen. Die Leitzinssenkung durch die EZB im November von 0,5% auf 0,25% solle dem Aufschwung auf die Sprünge helfen.
Auch in 2014 werde die Politik der Notenbanken die Nachfrageentwicklung im Privatsektor entscheidend beeinflussen und stabilisieren. Mit einer Zinsanhebung durch die Federal Reserve sei indes nicht vor 2015 zu rechnen. Momentan wolle die FED die Zinsen bis auf Weiteres auf dem aktuellen Niveau belassen, auch bei überdurchschnittlichem Wachstum.
Die Bank of Japan habe sich wiederum zum Ziel gesetzt, die Inflationsrate auf 2% zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, werde sie die Zinsen eher zu sehr als zu wenig lockern.
Trotz ihrer überaus belebenden Wirkung auf Wirtschaft und Finanzmärkte wolle die FED ihre expansive Geldpolitik in den kommenden Monaten zurückfahren. Das Basisszenario der Experten gehe davon aus, dass die FED ab März 2014 den Ankauf von Staatsanleihen reduziere. Es sei nicht auszuschließen, dass die FED sogar noch früher mit dem Tapering beginne, falls die Wirtschaftsindikatoren - vor allem die Entspannung am Arbeitsmarkt - günstig bleiben würden.
Doch aus Sicht der Experten gefährde diese Maßnahme das Wirtschaftswachstum nicht zwangsläufig. Im Mai 2013 habe die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen noch unter 2% gelegen und habe mittlerweile (Stand: 02.12.) 2,8% erreicht. Das Tapering sei bereits mehr oder weniger eingepreist. Die Märkte würden inzwischen verstanden zu haben scheinen, dass "Tapering" und "Tightening" (Anhebung des Leitzinses) für die FED zwei Paar Schuhe seien. Wenn die FED mit dem Tapering beginne, dann könnte der Markt das als Signal begreifen, dass der Privatsektor mittlerweile stark genug und das Wachstum nicht gefährdet sei. (10.12.2013/alc/a/a)


