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Staatsanleihen spürbar zugelegt


26.11.24 08:37
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Sowohl in Europa als auch in den USA legten Staatsanleihen spürbar zu, so die Analysten der Nord LB.

Grund sei die Nominierung von Scott Bessent zum Finanzminister der kommenden Regierung in den USA gewesen. Ihm werde zugetraut, die Staatsverschuldung einschränken zu können.

Die Stimmung in den deutschen Unternehmen habe sich im November vor dem Hintergrund der neuen politischen Unsicherheiten erwartungsgemäß eingetrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei auf 85,7 Punkte gesunken, vor allem die aktuelle Lage werde erheblich schlechter bewertet. Eine mit Donald Trump drohende Rückkehr des Protektionismus würde die Exportnation Deutschland besonders stark belasten, angesichts der grassierenden konjunkturellen und strukturellen Krise sei Deutschland hierfür in einer denkbar schlechten Ausgangssituation. Das Aufgabenheft für die nächste Bundesregierung sei entsprechend prall gefüllt.

Aber auch für die EZB würden die Konjunkturrisiken immer stärker in den Fokus rücken. Selbst ein nochmaliger Anstieg der Inflationsrate im November werde die Währungshüter nicht vom Zinssenkungskurs abbringen.

Der heutige Dienstag beginne mit einer geldpolitischen Note: BoF-Gouverneur Villeroy spreche am Morgen in Paris, wobei die Märkte derzeit auf immer stärker durchscheinende Konjunktursorgen im EZB-Rat sensibilisiert seien. Am Abend schwenke der Fokus der geldpolitischen Linse mit dem FOMC-Sitzungsprotokoll dann auf die USA. Daneben stünden frische Daten vom US-Immobilienmarkt an: Zum einen zeichne der Case-Shiller Index das Bild der Hauspreisentwicklung bis zum aktuellen Berichtsmonat September weiter. Zum anderen würden die Oktober-Daten zu den Neubauverkäufen frische Indikationen auf der Nachfrageseite beisteuern. (26.11.2024/alc/a/a)