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Spannendes Rennen zwischen Konjunktur- und Notenbanken-Entwicklungen
24.08.18 10:30
Fisch Asset Management
Zürich (www.anleihencheck.de) - Beat Thoma, CIO bei Fisch Asset Management in Zürich, gibt eine aktuell Markt-Einschätzung ab.
Die Finanzmärkte würden sich in einem erstaunlich resistenten Fahrwasser bewegen, obwohl es vor Warnsignalen nur so wimmle. "Wall of Worry" sei eine passende Beschreibung für das aktuelle Szenario. Die Märkte würden sich mehrheitlich robust zeigen und negative Nachrichten hätten nur geringe bis keine Auswirkungen. Geschuldet sei dies zu einem guten Teil den positiven Konjunktur-Entwicklungen. Insbesondere die USA und die Euro-Zone seien auf ordentlichen Wachstumskursen, die bisher jegliches negatives Hintergrundrauschen übertünchen würden. Selbst die Notenbanken-Entwicklungen mit der restriktiven Geldpolitik in den USA und in der Euro-Zone sowie den ersten Anzeichen in Japan hätten die Märkte nicht ausbremsen können. Dennoch sei ein spannendes Rennen zwischen Konjunktur- und Notenbanken-Entwicklungen im Gange mit ungewissem Ausgang. Sollte die Konjunktur-Lokomotive erste Schwächeanzeichen zeigen, könne die Marktstimmung kippen. Gut für die globalen Märkte zu werten sei aber der Ausreißer der chinesischen Notenbank, die den generell restriktiven Trend aufweiche und die heimische Wirtschaft auf einen höheren Wachstumskurs bringen möchte.
Ein weiteres interessantes Signal komme aus den USA bezüglich der Zinskurve. Sie werde zwar flacher, sei aber nicht im roten Bereich. Die Notenbank FED habe zudem einen Vergleich veröffentlicht, der positiv stimme. Die FED habe den aktuellen 3-Monats-Zinssatz mit dem zu erwartenden 3-Monats-Zinssatz in 18 Monaten verglichen, da diese Differenz eine Rezession besser reflektiere als andere Bewertungsmodelle. Der momentane Indikator sei noch klar positiv und spreche für weiteres Wachstum in den USA.
Natürlich seien die Diskussionen um Handelskonflikte mit den USA, die Türkei-Problematik oder das Thema Italien im Vordergrund und würden Negativ-Potenzial für die Finanzmärkte bergen, doch unterhalb des Radars der lauten Töne laufe es solide. Das Resümee laute: Das vorhandene Hintergrundrauschen (in Form einer restriktiveren Geldpolitik in einigen Ländern und dem Handelskonflikt) werde stärker, habe aber noch nicht die Oberhand gewonnen. Und im Rennen zwischen Konjunktur- und Notenbank-Entwicklungen bleibe der Faktor einer positiven Konjunktur mit einer Länge in Führung. Sollte die Zollkrise nicht eskalieren, könnten die Märkte noch ein Weile die "Wall of Worry" weiter hochklettern. (24.08.2018/alc/a/a)
Die Finanzmärkte würden sich in einem erstaunlich resistenten Fahrwasser bewegen, obwohl es vor Warnsignalen nur so wimmle. "Wall of Worry" sei eine passende Beschreibung für das aktuelle Szenario. Die Märkte würden sich mehrheitlich robust zeigen und negative Nachrichten hätten nur geringe bis keine Auswirkungen. Geschuldet sei dies zu einem guten Teil den positiven Konjunktur-Entwicklungen. Insbesondere die USA und die Euro-Zone seien auf ordentlichen Wachstumskursen, die bisher jegliches negatives Hintergrundrauschen übertünchen würden. Selbst die Notenbanken-Entwicklungen mit der restriktiven Geldpolitik in den USA und in der Euro-Zone sowie den ersten Anzeichen in Japan hätten die Märkte nicht ausbremsen können. Dennoch sei ein spannendes Rennen zwischen Konjunktur- und Notenbanken-Entwicklungen im Gange mit ungewissem Ausgang. Sollte die Konjunktur-Lokomotive erste Schwächeanzeichen zeigen, könne die Marktstimmung kippen. Gut für die globalen Märkte zu werten sei aber der Ausreißer der chinesischen Notenbank, die den generell restriktiven Trend aufweiche und die heimische Wirtschaft auf einen höheren Wachstumskurs bringen möchte.
Ein weiteres interessantes Signal komme aus den USA bezüglich der Zinskurve. Sie werde zwar flacher, sei aber nicht im roten Bereich. Die Notenbank FED habe zudem einen Vergleich veröffentlicht, der positiv stimme. Die FED habe den aktuellen 3-Monats-Zinssatz mit dem zu erwartenden 3-Monats-Zinssatz in 18 Monaten verglichen, da diese Differenz eine Rezession besser reflektiere als andere Bewertungsmodelle. Der momentane Indikator sei noch klar positiv und spreche für weiteres Wachstum in den USA.
Natürlich seien die Diskussionen um Handelskonflikte mit den USA, die Türkei-Problematik oder das Thema Italien im Vordergrund und würden Negativ-Potenzial für die Finanzmärkte bergen, doch unterhalb des Radars der lauten Töne laufe es solide. Das Resümee laute: Das vorhandene Hintergrundrauschen (in Form einer restriktiveren Geldpolitik in einigen Ländern und dem Handelskonflikt) werde stärker, habe aber noch nicht die Oberhand gewonnen. Und im Rennen zwischen Konjunktur- und Notenbank-Entwicklungen bleibe der Faktor einer positiven Konjunktur mit einer Länge in Führung. Sollte die Zollkrise nicht eskalieren, könnten die Märkte noch ein Weile die "Wall of Worry" weiter hochklettern. (24.08.2018/alc/a/a)


