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Spanien-Anleihen: Ratingagentur Fitch gießt weiteres Öl in die Flammen
24.05.12 11:57
Anleihencheck Research
Westerburg (www.anleihencheck.de) - Die Analysten von Anleihencheck Research halten spanische Staatsanleihen aufgrund des unattraktiven Chance/Risiko-Verhältnisses derzeit weiterhin nur für sehr spekulativ veranlagte Investoren für interessant.
Die Kurse spanischer Staatsanleihen seien weiter im Tiefflug. Die Euro-Schuldenkrise spitze sich erneut zu und alle würden gespannt auf die Neuwahlen in Griechenland Mitte Juni warten.
Zuletzt habe Spanien bei seinen Anleiheemissionen den höchsten Risikoaufschlag für zehnjährige Spanien-Bonds seit der Gründung der Eurozone hinnehmen müssen. Und die renommierte Ratingagentur Fitch habe diese Woche neues Öl in die Flammen gegossen. So habe Fitch mitgeteilt, dass man damit rechne, dass sich ausländische Investoren in den kommenden Monaten auch weiterhin aus spanischen und italienischen Staatsanleihen zurückziehen würden.
Spanien stehe weiter mit dem Rücken zur Wand: Die Regierung habe ihr Defizitziel für 2012 von 4,4% auf 5,8% des BIP revidiert und für 2011 würden rückwirkend Werte um 8,9% in Aussicht gestellt. Dadurch komme am Markt der Eindruck auf, dass der kürzlich unterzeichnete Fiskalpakt bereits verfehlt werde, bevor er überhaupt richtig gestartet sei. Für 2013 sei ein Haushaltsdefizit von maximal 3,0 Prozent des BIP vereinbart worden, wobei es zum jetzigen Zeitpunkt fraglich sei, ob dieses Ziel erreicht werde. Außerdem rechne die EU-Kommission mit einem BIP-Rückgang für dieses Jahr von 1,0%. Ferner verfüge Spanien über eine der höchsten Arbeitslosenquoten in allen Industriestaaten. So habe diese per Ende 2011 bei 23% gelegen.
Spitze sich die Situation weiter zu, bestehe die Gefahr, dass Spanien der Zugang zu den Kapitalmärkten verwehrt werde. Dann müsste die EZB eingreifen und der dauerhafte Rettungsschirm ESM könnte aktiviert werden.
Immerhin würden die Reformbemühungen der spanischen Regierung anhalten. Demnach sei kürzlich ein neues Gesetz zur Sanierung des Bankensektors auf den Weg gebracht worden. Banken und Sparkassen müssten ihre Risikovorsorge um etwa 30 Mrd. Euro erhöhen. Inklusive des bereits im Februar verabschiedeten Dekrets steige der in diesem Jahr zu bildende Sonderaufwand auf 84 Mrd. Euro. In diesem Zusammenhang sei auch die Gründung von Bad Banks beschlossen worden.
Doch der Markt bezweifle, dass diese Maßnahmen ausreichen würden, um das Land aus der Krise herauszuholen. Viele würden sogar davon sprechen, dass es sich hier nur um "die Spitze des Eisbergs" handle.
Zehnjährige spanische Anleihen würden aktuell bei rund 6,1% rentieren. Die Anleihe (ISIN ES00000123K0 / WKN A1GXLB) habe Anfang April April noch bei knapp 104% notiert. Aktuell liege der Kurs bei 97,31%.
Die Unsicherheit an den Anleihemärkten nehme weiter zu. Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research könnten Staatsanleihen von Spanien nach den jüngsten Kursrückgängen eine interessante Investmentalternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor sein, jedoch bleibt das Chance/Risiko-Verhältnis vor dem Hintergrund der aktuellen Nachrichtenlage aktuell wenig attraktiv. Anleger, die auf der Suche nach einem werthaltigen Investment seien, sollten Anleihen von Spanien daher eher meiden. (Analyse vom 24.05.2012) (24.05.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.
Die Kurse spanischer Staatsanleihen seien weiter im Tiefflug. Die Euro-Schuldenkrise spitze sich erneut zu und alle würden gespannt auf die Neuwahlen in Griechenland Mitte Juni warten.
Zuletzt habe Spanien bei seinen Anleiheemissionen den höchsten Risikoaufschlag für zehnjährige Spanien-Bonds seit der Gründung der Eurozone hinnehmen müssen. Und die renommierte Ratingagentur Fitch habe diese Woche neues Öl in die Flammen gegossen. So habe Fitch mitgeteilt, dass man damit rechne, dass sich ausländische Investoren in den kommenden Monaten auch weiterhin aus spanischen und italienischen Staatsanleihen zurückziehen würden.
Spanien stehe weiter mit dem Rücken zur Wand: Die Regierung habe ihr Defizitziel für 2012 von 4,4% auf 5,8% des BIP revidiert und für 2011 würden rückwirkend Werte um 8,9% in Aussicht gestellt. Dadurch komme am Markt der Eindruck auf, dass der kürzlich unterzeichnete Fiskalpakt bereits verfehlt werde, bevor er überhaupt richtig gestartet sei. Für 2013 sei ein Haushaltsdefizit von maximal 3,0 Prozent des BIP vereinbart worden, wobei es zum jetzigen Zeitpunkt fraglich sei, ob dieses Ziel erreicht werde. Außerdem rechne die EU-Kommission mit einem BIP-Rückgang für dieses Jahr von 1,0%. Ferner verfüge Spanien über eine der höchsten Arbeitslosenquoten in allen Industriestaaten. So habe diese per Ende 2011 bei 23% gelegen.
Spitze sich die Situation weiter zu, bestehe die Gefahr, dass Spanien der Zugang zu den Kapitalmärkten verwehrt werde. Dann müsste die EZB eingreifen und der dauerhafte Rettungsschirm ESM könnte aktiviert werden.
Doch der Markt bezweifle, dass diese Maßnahmen ausreichen würden, um das Land aus der Krise herauszuholen. Viele würden sogar davon sprechen, dass es sich hier nur um "die Spitze des Eisbergs" handle.
Zehnjährige spanische Anleihen würden aktuell bei rund 6,1% rentieren. Die Anleihe (ISIN ES00000123K0 / WKN A1GXLB) habe Anfang April April noch bei knapp 104% notiert. Aktuell liege der Kurs bei 97,31%.
Die Unsicherheit an den Anleihemärkten nehme weiter zu. Nach Ansicht der Analysten von Anleihencheck Research könnten Staatsanleihen von Spanien nach den jüngsten Kursrückgängen eine interessante Investmentalternative für den europäischen Staatsanleihen-Sektor sein, jedoch bleibt das Chance/Risiko-Verhältnis vor dem Hintergrund der aktuellen Nachrichtenlage aktuell wenig attraktiv. Anleger, die auf der Suche nach einem werthaltigen Investment seien, sollten Anleihen von Spanien daher eher meiden. (Analyse vom 24.05.2012) (24.05.2012/alc/a/a)
Dieser Bericht wurde von Anleihencheck Research ausschließlich zu Informationszwecken erstellt. Die in diesem Bericht enthaltenen Angaben, Analysen und Prognosen basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung dieses Berichtes betrauten Personen zu Redaktionsschluss. Anleihencheck Research behält sich in diesem Zusammenhang das Recht vor, jederzeit Änderungen oder Ergänzungen vorzunehmen. Die Vervielfältigung, Weiterleitung und Verteilung von Texten oder Textteilen dieses Berichtes ist ausdrücklich untersagt. Anleihencheck Research übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Genauigkeit der im Bericht enthaltenen Informationen und/oder für das Eintreten der Prognosen.
Dieser Bericht richtet sich ausschließlich an Marktteilnehmer, die in der Lage sind, ihre Anlageentscheidungen eigenständig zu treffen und sich dabei nicht nur auf die Analysen und Prognosen von Anleihencheck Research stützen.
Dieser Bericht ist unverbindlich und stellt weder ein Angebot zum Kauf der genannten Produkte noch eine Anlageempfehlung dar.



