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Schwellenländeranleihen bieten die Chance auf attraktive Erträge
08.02.19 11:00
Lazard Asset Management
Delaware (www.anleihencheck.de) - Die Renditen von Schwellenländeranleihen sind annähernd auf dem Niveau der Zeit nach der globalen Finanzkrise, Anlegern eröffnet sich damit die Chance auf attraktive Erträge, ein Polster gegen Volatilität und Wertsteigerungspotenzial, so Denise Simon, Portfoliomanagerin für Schwellenländeranleihen bei Lazard Asset Management.
Schwellenländeranleihen hätten 2018 einen dramatischen Einbruch um 7% erlebt. Verluste seien insbesondere im zweiten Quartal verzeichnet worden. Dies sei das Quartal mit der schlechtesten Performance in der Geschichte der Anlageklasse gewesen. "Der Einbruch bei Schwellenländeranleihen im Jahr 2018 geht vor allem auf externe Faktoren zurück. Die Fundamentaldaten der Schwellenländer waren mit wenigen Ausnahmen solide", so Simon. "Diese externen Faktoren haben sich in der Zwischenzeit stabilisiert, umgekehrt oder sind eingepreist worden." Aus Sicht der Expertin lohne sich deshalb ein zweiter Blick auf die Anlageklasse.
Ihrer Einschätzung nach biete das Jahr 2019 ein günstigeres Marktumfeld für Schwellenländeranleihen als das Jahr 2018. Die Anlageklasse könnte von einem Rückgang der US-Treasury-Renditen profitieren. Nach Einschätzung der Expertin hätten diese ihren Zenit bereits überschritten. Zudem könnten Schwellenländer von einem möglichen Rückgang der Zinsvolatilität profitieren, wenn sich die US-Notenbank der finalen Zinsrate nähere. Dies sollte ein stabileres, wenn auch schwächeres Umfeld für den US-Dollar zur Folge hätten, was ebenfalls den Schwellenländern zugutekommen dürfte.
Ein weiterer Grund für eine positivere Sicht auf Anleihen aus den Emerging Markets: Einige Schwellenländer, die Anfang 2018 noch deutliche Verluste hätten verbuchen müssen, hätten in der Zwischenzeit politische Reformen angestoßen. Damit habe sich das idiosynkratische Risiko von Schwellenländeranleihen, also das spezifische Risiko dieser Anlageklasse, zum Jahreswechsel hin reduziert, so Simon. Argentinien beispielsweise habe politische Maßnahmen ergriffen, um bestehende Ungleichgewichte zu beseitigen. Neben dem Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds (IWF), der die Glaubwürdigkeit des Landes stärke, sehe das neue geldpolitische Programm ein Nullwachstum der Geldmenge vor, was die Landeswährung weiter stabilisieren sollte.
Auch die Türkei habe wichtige Schritte auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung unternommen. Das Ergebnis sei eine Stabilisierung der Lira und ein vorläufiges Ende der Mittelabflüsse. Mit einer Zinserhöhung, die deutlich über den Erwartungen gelegen habe, habe die Türkische Zentralbank zuletzt ihre Unabhängigkeit unter Beweis gestellt. Im Anschluss sei die Inflation deutlich zurückgegangen, die Ende 2018 noch eine der größten Sorgen der Marktteilnehmer gewesen sei. In Brasilien wiederum habe die Wahl von Jair Bolsonaro zum Präsidenten die Chance auf dringend notwendige Haushaltsreformen erhöht.
Doch auch wenn sich die Aussichten für viele Schwellenländer aufgehellt hätten, wesentliche Risiken würden bleiben: Ein enttäuschendes Weltwirtschaftswachstum etwa könnte die Staatsverschuldung der Schwellenländer erhöhen. Ein Handelskrieg zwischen den USA und China könnte weiterhin das globale Wachstum dämpfen. Aus der Bottom-up-Perspektive sei zudem eine vollständige Umsetzung von korrektiven Maßnahmen in Kernmärkten wie Argentinien, der Türkei, Brasilien, Südafrika und Mexiko wichtig.
"Alles in allem haben wir für 2019 eine optimistische Sicht auf die Anlageklasse", so Simon. Die Renditen von Schwellenländeranleihen seien nahezu auf dem Niveau der Zeit nach der globalen Finanzkrise. Dies biete Anlegern die Chance auf attraktive Erträge sowie zusätzliches Aufwärtspotenzial, sollten die Schwellenländer die vergleichsweise niedrigen Markterwartungen übertreffen. Simon gebe zudem zu bedenken: "Während viele der externen Risiken bereits seit Monaten weitgehend in die Bewertungen von Schwellenländeranlagen eingeflossen sind, haben andere risikoreiche Anlageklassen wie US-Hochzinsanleihen oder Aktien erst vor kurzem mit der Einpreisung dieser Risiken begonnen." (08.02.2019/alc/a/a)
Schwellenländeranleihen hätten 2018 einen dramatischen Einbruch um 7% erlebt. Verluste seien insbesondere im zweiten Quartal verzeichnet worden. Dies sei das Quartal mit der schlechtesten Performance in der Geschichte der Anlageklasse gewesen. "Der Einbruch bei Schwellenländeranleihen im Jahr 2018 geht vor allem auf externe Faktoren zurück. Die Fundamentaldaten der Schwellenländer waren mit wenigen Ausnahmen solide", so Simon. "Diese externen Faktoren haben sich in der Zwischenzeit stabilisiert, umgekehrt oder sind eingepreist worden." Aus Sicht der Expertin lohne sich deshalb ein zweiter Blick auf die Anlageklasse.
Ihrer Einschätzung nach biete das Jahr 2019 ein günstigeres Marktumfeld für Schwellenländeranleihen als das Jahr 2018. Die Anlageklasse könnte von einem Rückgang der US-Treasury-Renditen profitieren. Nach Einschätzung der Expertin hätten diese ihren Zenit bereits überschritten. Zudem könnten Schwellenländer von einem möglichen Rückgang der Zinsvolatilität profitieren, wenn sich die US-Notenbank der finalen Zinsrate nähere. Dies sollte ein stabileres, wenn auch schwächeres Umfeld für den US-Dollar zur Folge hätten, was ebenfalls den Schwellenländern zugutekommen dürfte.
Auch die Türkei habe wichtige Schritte auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung unternommen. Das Ergebnis sei eine Stabilisierung der Lira und ein vorläufiges Ende der Mittelabflüsse. Mit einer Zinserhöhung, die deutlich über den Erwartungen gelegen habe, habe die Türkische Zentralbank zuletzt ihre Unabhängigkeit unter Beweis gestellt. Im Anschluss sei die Inflation deutlich zurückgegangen, die Ende 2018 noch eine der größten Sorgen der Marktteilnehmer gewesen sei. In Brasilien wiederum habe die Wahl von Jair Bolsonaro zum Präsidenten die Chance auf dringend notwendige Haushaltsreformen erhöht.
Doch auch wenn sich die Aussichten für viele Schwellenländer aufgehellt hätten, wesentliche Risiken würden bleiben: Ein enttäuschendes Weltwirtschaftswachstum etwa könnte die Staatsverschuldung der Schwellenländer erhöhen. Ein Handelskrieg zwischen den USA und China könnte weiterhin das globale Wachstum dämpfen. Aus der Bottom-up-Perspektive sei zudem eine vollständige Umsetzung von korrektiven Maßnahmen in Kernmärkten wie Argentinien, der Türkei, Brasilien, Südafrika und Mexiko wichtig.
"Alles in allem haben wir für 2019 eine optimistische Sicht auf die Anlageklasse", so Simon. Die Renditen von Schwellenländeranleihen seien nahezu auf dem Niveau der Zeit nach der globalen Finanzkrise. Dies biete Anlegern die Chance auf attraktive Erträge sowie zusätzliches Aufwärtspotenzial, sollten die Schwellenländer die vergleichsweise niedrigen Markterwartungen übertreffen. Simon gebe zudem zu bedenken: "Während viele der externen Risiken bereits seit Monaten weitgehend in die Bewertungen von Schwellenländeranlagen eingeflossen sind, haben andere risikoreiche Anlageklassen wie US-Hochzinsanleihen oder Aktien erst vor kurzem mit der Einpreisung dieser Risiken begonnen." (08.02.2019/alc/a/a)


