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Schwellenländer: Optimistischer Ausblick für Anleihen
18.12.25 09:53
Bank Vontobel Europe AG
München (www.anleihencheck.de) - Carlos de Sousa, Emerging Markets Strategist und Portfolio Manager innerhalb von Fixed Income bei Vontobel, zieht im Hinblick auf Schwellenländeranleihen ein positives Fazit für 2025.
Zugleich blicke Carlos de Sousa in seinem Outlook 2026 optimistisch ins neue Jahr. Hier seine wichtigsten Erkenntnisse:
• Schwellenländeranleihen würden weiter von Rating-Verbesserungen, Kapitalzuflüssen und unterstützenden globalen Finanzierungsbedingungen profitieren.
• Der Zyklus sei fortgeschritten, aber noch nicht ausgereizt.
Staatsanleihen aus Schwellenländern hätten 2025 deutlich besser performt als Unternehmensanleihen - primär wegen massiver Spread-Verengung bei Staatsanleihen sowie außergewöhnlich vieler Rating-Hochstufungen (stärkstes Quartal seit mehr als zehn Jahren).
Grafik: Schwellenländer-Staatsanleihen werden angesichts verbesserter Fundamentaldaten weiterhin heraufgestuft

Für 2026 sei weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden, aber bei Staatsanleihen begrenzter, da Spreads historisch eng seien.
Positionierung und Chancen 2026
• Präferenz für Unternehmensanleihen, insbesondere High Yield, wegen attraktiverer Bewertungen und geringerer Sensibilität für Spread-Duration
• Selektive Chancen bei Staatsanleihen: Nachzügler wie Argentinien, Ecuador, Relative-Value-Ideen bei BB- und IG-Ländern (z.B. Türkei, Usbekistan, Bulgarien, Mexiko)
• Bottom-up-Selektion entscheidend, da länderspezifische Risiken (z.B. Brasilien) zunehmen könnten
Renditeerwartungen 2026
• Staatsanleihen: 3,4% bis 9,9%, Unternehmensanleihen: 5,1% bis 9,9%; Unternehmensanleihen leicht im Vorteil trotz geringerer Yields-to-Maturity.
• 2025: bestes absolutes Ergebnis seit 2009 (17,5% Wertentwicklung in den ersten elf Monaten in USD).
• Outperformance vor allem durch USD-Schwäche, aber: auch bei seitwärts tendierendem USD weiterhin attraktive Renditen möglich.
Ausblick und Chancen 2026
• Historisch starke Renditen, solange der USD nicht stark aufwerte
• Inflationsdifferenz zu Industrieländern stark gesunken: EM-Inflation 2026 ca. 2,8%, USA ca. 2,9%; daraus folge: attraktive reale Renditen, Spielraum für Zinssenkungen in vielen Schwellenländern, positive Effekte auf Duration und Kurse
• Fundamentale Unterstützung: Starke externe Bilanzen in den meisten Schwellenländern, niedrige Ölpreise und hohe Rohstoffpreise (z.B. Kupfer) würden Terms of Trade verbessern, Devisenreserven würden steigen und Währungen stabilisieren.
Renditeerwartungen 2026
• Lokalwährungsanleihen: 6% bis 12%, Einschätzung insgesamt etwas optimistischer als bei Hartwährungsanleihen, da FX-Bewertungen attraktiver und Spreads bei Hartwährungsanleihen bereits sehr eng seien.
• Härtere US-Abschwächung → Spread-Ausweitung, aber Fed-Zinssenkungen könnten dämpfen
• Unerwartet starke US-Wirtschaft und Inflation → steigende US-Renditen, begrenzte Gesamterträge
• In beiden Szenarien würden positive Gesamterträge wahrscheinlich, aber mit höherer Volatilität bleiben. (Ausgabe vom 17.12.2025) (18.12.2025/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Zugleich blicke Carlos de Sousa in seinem Outlook 2026 optimistisch ins neue Jahr. Hier seine wichtigsten Erkenntnisse:
Ausblick 2026
• Schwellenländeranleihen würden weiter von Rating-Verbesserungen, Kapitalzuflüssen und unterstützenden globalen Finanzierungsbedingungen profitieren.
• Der Zyklus sei fortgeschritten, aber noch nicht ausgereizt.
Hartwährungsanleihen
Staatsanleihen aus Schwellenländern hätten 2025 deutlich besser performt als Unternehmensanleihen - primär wegen massiver Spread-Verengung bei Staatsanleihen sowie außergewöhnlich vieler Rating-Hochstufungen (stärkstes Quartal seit mehr als zehn Jahren).
Grafik: Schwellenländer-Staatsanleihen werden angesichts verbesserter Fundamentaldaten weiterhin heraufgestuft

Für 2026 sei weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden, aber bei Staatsanleihen begrenzter, da Spreads historisch eng seien.
Positionierung und Chancen 2026
• Selektive Chancen bei Staatsanleihen: Nachzügler wie Argentinien, Ecuador, Relative-Value-Ideen bei BB- und IG-Ländern (z.B. Türkei, Usbekistan, Bulgarien, Mexiko)
• Bottom-up-Selektion entscheidend, da länderspezifische Risiken (z.B. Brasilien) zunehmen könnten
Renditeerwartungen 2026
• Staatsanleihen: 3,4% bis 9,9%, Unternehmensanleihen: 5,1% bis 9,9%; Unternehmensanleihen leicht im Vorteil trotz geringerer Yields-to-Maturity.
Lokalwährungsanleihen
• 2025: bestes absolutes Ergebnis seit 2009 (17,5% Wertentwicklung in den ersten elf Monaten in USD).
• Outperformance vor allem durch USD-Schwäche, aber: auch bei seitwärts tendierendem USD weiterhin attraktive Renditen möglich.
Ausblick und Chancen 2026
• Historisch starke Renditen, solange der USD nicht stark aufwerte
• Inflationsdifferenz zu Industrieländern stark gesunken: EM-Inflation 2026 ca. 2,8%, USA ca. 2,9%; daraus folge: attraktive reale Renditen, Spielraum für Zinssenkungen in vielen Schwellenländern, positive Effekte auf Duration und Kurse
• Fundamentale Unterstützung: Starke externe Bilanzen in den meisten Schwellenländern, niedrige Ölpreise und hohe Rohstoffpreise (z.B. Kupfer) würden Terms of Trade verbessern, Devisenreserven würden steigen und Währungen stabilisieren.
Renditeerwartungen 2026
• Lokalwährungsanleihen: 6% bis 12%, Einschätzung insgesamt etwas optimistischer als bei Hartwährungsanleihen, da FX-Bewertungen attraktiver und Spreads bei Hartwährungsanleihen bereits sehr eng seien.
Zentrale Risiken
• Härtere US-Abschwächung → Spread-Ausweitung, aber Fed-Zinssenkungen könnten dämpfen
• Unerwartet starke US-Wirtschaft und Inflation → steigende US-Renditen, begrenzte Gesamterträge
• In beiden Szenarien würden positive Gesamterträge wahrscheinlich, aber mit höherer Volatilität bleiben. (Ausgabe vom 17.12.2025) (18.12.2025/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


