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Schwellenländer-Anleihen: Beimischung gegen die Ungewissheit


06.03.25 10:15
Degroof Petercam

Brüssel (www.anleihencheck.de) - Die zweite Amtszeit von Donald Trump stellt eine große Herausforderung für alle Märkte weltweit dar, so Thomas Meyer, Country Head Germany für DPAM.

Die Ungewissheit sei hoch. Für Anleger könne es sich in diesem Umfeld lohnen, mit ihrem Portfolio breit aufgestellt zu sein. Das schließe Anleihen in den Schwellenländern mit ein. Generell müssten man Schwellenländer höher gewichten als in den klassischen Indices, wolle man ihrer gewachsenen Bedeutung für die Weltwirtschaft gerecht werden.

Besonders zur Diversifizierung würden sich Schwellenländeranleihen in lokalen Währungen eignen, welche sich möglichst unabhängig zu US-Dollar und Euro entwickeln würden, sowie Anleihen aus weniger zugänglichen Märkten, die mit den großen Anleihemärkten weniger korrelieren würden.

DPAM investiere in ein Anlageuniversum, das wesentlich von Nachhaltigkeitskriterien bestimmt werde, auf Basis seines hauseigenen Ländermodells. Derzeit gewichte man Lateinamerika sehr hoch, anders als die breiten Benchmarks/Indices, in denen Asien am stärksten vertreten sei. Asiens Renditen lägen teilweise deutlich unter den US-amerikanischen. Die Renditen Lateinamerikas lägen hingegen deutlich darüber - und über ihrem langfristigen Durchschnitt. Die strengen Auswahlkriterien von DPAM würden sicherstellen, dass politische Irritationen einzelner Länder (wie zuletzt in Brasilien und Mexiko) bei der Selektion Berücksichtigung finden würden.

Viele Notenbanken in den Schwellenländern hätten vor der FED ihre Zinsen gesenkt und würden diesen Weg gerne weiterverfolgen. Die erwarteten Zinssenkungen in den USA würden sich derzeit verzögern. Zudem hätten sich die Renditen der Schwellenländeranleihen seitwärts entwickelt, während die Renditen am US-Anleihenmarkt gestiegen seien. Das mache den US-Dollar für Anleger interessanter, während sich Schwellenländeranleihen zuletzt weniger Interesses geweckt habe, Kapital sei abgeflossen.

Green Bonds würden unter den Schwellenländeranleihen nur eine kleine Rolle spielen, da nur ein geringer Anteil der Anleihen die strengen Anforderungen der EU-Regularien erfülle. (06.03.2025/alc/a/a)