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Schweizerische Nationalbank im Schatten der EZB


21.03.19 13:30
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Schweiz kommt beides zusammen, eine ruhige Politik und eine Zentralbank in abwartender Haltung, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Der "große Bruder" EZB (Europäische Zentralbank) habe in seiner letzten Sitzung eine Zinsanhebung für 2019 ausgeschlossen und auch bei der schweizerischen Nationalbank steige fast täglich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zinsschritt in diesem Jahr ausfallen werde. Gemessen an Terminkontrakten preise der Markt den ersten Zinsschritt der SNB nicht vor Mitte 2021 ein und auch Devisenhändler würden über die nächsten sechs Monate nicht viel Aufregung erwarten. Die in Optionspreisen implizierten Schwankungen beim Wechselkurs seien zuletzt auf den niedrigsten Stand seit 2014 gefallen, als der Schweizer Franken noch von der SNB de facto an den Euro gebunden gewesen sei. Viel Ruhe herrsche daher momentan am Markt, was oftmals trügerisch sein könne.

Bis auf weiteres sei aber nicht zu erwarten, dass die Zentralbank die Ruhe stören wolle. Nach dem wirtschaftlich sehr guten letzten Jahr habe sich die Schweizer Konjunktur zuletzt abgekühlt. Der Leitzins und der geldpolitische Ausblick dürften daher morgen unverändert bleiben und der Schweizer Franken kaum verändert notieren. (21.03.2019/alc/a/a)