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Schweiz: Spiel mit dem Feuer
28.11.24 09:47
Oberbank
Linz (www.anleihencheck.de) - Die Schweizer Notenbank SNB hat durch die Interventionspolitik zur Stützung des Wechselkurses - EUR/CHF 1,2000 - bis Januar 2015 eine massive Bilanzausweitung zugelassen, so Oberbank in ihrem aktuellen Tageskommentar zu den internationalen Finanzmärkten.
Diesen Rucksack möchte sie wohl wieder langsam loswerden. Die Statistik der SNB zeige eine Bilanzsumme von 834 Mrd. CHF. Darin seien Fremdwährungsbestände in der Höhe von CHF 738 Mrd. enthalten. Dies dürfte der SNB in Relation zum Eigenkapital von CHF 150 Mrd. zu viel sein. Über Fremdwährungsverkäufe könne die Bilanz verkürzt werden, doch der CHF würde weiter steigen. Deshalb versuche die SNB durch Leitzinssenkungen den CHF zu schwächen. Im Dezember sollten die Zinsen auf 0,5% sinken und 0,0% oder sogar Negativzinsen seien 2025 nicht auszuschließen. Fundamental sei der Zinsrückgang nicht gerechtfertigt.
Deflation sei nicht in Sicht, und die geringe Teuerung von 0,6% sei den Importen geschuldet, die sich durch die Frankenstärke verbilligt hätten. Effektiv liege die Inflation eher bei 2%. Der EUR/CHF-Kurs habe mit 0,9210 einen neuen Tiefstand erreicht. Ob das Vorhaben der SNB gelinge, sei fraglich. Auch in Zeiten tiefster Zinsen sei der CHF nachgefragt gewesen. (28.11.2024/alc/a/a)
Diesen Rucksack möchte sie wohl wieder langsam loswerden. Die Statistik der SNB zeige eine Bilanzsumme von 834 Mrd. CHF. Darin seien Fremdwährungsbestände in der Höhe von CHF 738 Mrd. enthalten. Dies dürfte der SNB in Relation zum Eigenkapital von CHF 150 Mrd. zu viel sein. Über Fremdwährungsverkäufe könne die Bilanz verkürzt werden, doch der CHF würde weiter steigen. Deshalb versuche die SNB durch Leitzinssenkungen den CHF zu schwächen. Im Dezember sollten die Zinsen auf 0,5% sinken und 0,0% oder sogar Negativzinsen seien 2025 nicht auszuschließen. Fundamental sei der Zinsrückgang nicht gerechtfertigt.
Deflation sei nicht in Sicht, und die geringe Teuerung von 0,6% sei den Importen geschuldet, die sich durch die Frankenstärke verbilligt hätten. Effektiv liege die Inflation eher bei 2%. Der EUR/CHF-Kurs habe mit 0,9210 einen neuen Tiefstand erreicht. Ob das Vorhaben der SNB gelinge, sei fraglich. Auch in Zeiten tiefster Zinsen sei der CHF nachgefragt gewesen. (28.11.2024/alc/a/a)


