Erweiterte Funktionen
Schweiz: SNB setzt expansive Geldpolitik fort, Leitzins unverändert
29.09.20 09:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) lieferte keine Überraschungen, so die Analysten der Nord LB.
Erwartungsgemäß habe die Nationalbank den SNB-Leitzins und den Zins auf Sichtguthaben bei -0,75% belassen. Aufgrund des anhaltend hoch bewerteten Franken und um einer weiteren unerwünschten Aufwertung entgegen zu wirken, sei die SNB nach wie vor bereit, ihre im Zuge der Corona-Krise verstärkten Interventionen am Devisenmarkt wenn nötig fortzusetzen. Die gesamte Währungssituation werde dabei im Auge behalten, die aktuell einer Reihe von Risiken ausgesetzt sei.
Neben dem nicht vorhersehbaren weiteren Pandemieverlauf würden auch politische Unsicherheiten wie die US-Wahlen und der Brexit eine zunehmend größere Rolle spielen. So sei es bei adversen Entwicklungen jederzeit möglich, dass sich das Interesse an der Safe-Haven-Währung wieder verstärke und erneuter Aufwertungsdruck entstehe. Nachdem der Euro im August im Zuge einer leichten Aufwertung wieder über die Marke von 1,08 EUR/CHF geklettert sei, sei die Tendenz zuletzt wieder in die entgegengesetzte Richtung gegangen. Im Rahmen der SNB-Covid-19-Refinanzierungsfaszilität (CRF) stelle die Nationalbank dem Bankensystem auch künftig großzügig Liquidität zur Verfügung. Des Weiteren sei sie vereinzelt am Repomarkt aktiv.
Die Schweizerische Wirtschaft komme weiterhin relativ glimpflich durch die Krise, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Die vergleichsweise frühen Lockerungen der gesundheitspolitischen Maßnahmen scheinen sich auszuzahlen, so die Analysten der Nord LB. Die eidgenössische Wirtschaft habe sich zuletzt schneller als erwartet erholt. Zum einen helfe, dass der Tourismus eine doch geringere Rolle spiele als in den Nachbarländern Italien und Österreich. Zum anderen hätten die Konsumenten überraschend schnell zurückgefunden zu alter Kauflust nach dem Ende des Lockdowns.
Am Arbeitsmarkt sei es zu einer geringeren Ausschöpfung der Kurzarbeit als zunächst angenommen gekommen. Allerdings sei zu befürchten, dass die Arbeitslosenzahlen weiter leicht ansteigen würden. Das KOF-Konjunkturbarometer sei im August erneut stark angestiegen, auf nun 110,2 Punkte und liege damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Maßgeblichen Anteil habe daran das Verarbeitende Gewerbe gehabt. Aufgrund der positiven Entwicklung würden die Analysten in ihren aktualisierten Prognosen von einem weniger starken Rückgang des BIP in 2020 von nur noch -4,9% ausgehen. Steigende Infektionszahlen sowohl im Inland als auch im Ausland würden diesbezüglich allerdings zu einer großen Prognoseunsicherheit führen. (Ausgabe vom 25.09.2020) (29.09.2020/alc/a/a)
Erwartungsgemäß habe die Nationalbank den SNB-Leitzins und den Zins auf Sichtguthaben bei -0,75% belassen. Aufgrund des anhaltend hoch bewerteten Franken und um einer weiteren unerwünschten Aufwertung entgegen zu wirken, sei die SNB nach wie vor bereit, ihre im Zuge der Corona-Krise verstärkten Interventionen am Devisenmarkt wenn nötig fortzusetzen. Die gesamte Währungssituation werde dabei im Auge behalten, die aktuell einer Reihe von Risiken ausgesetzt sei.
Die Schweizerische Wirtschaft komme weiterhin relativ glimpflich durch die Krise, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Die vergleichsweise frühen Lockerungen der gesundheitspolitischen Maßnahmen scheinen sich auszuzahlen, so die Analysten der Nord LB. Die eidgenössische Wirtschaft habe sich zuletzt schneller als erwartet erholt. Zum einen helfe, dass der Tourismus eine doch geringere Rolle spiele als in den Nachbarländern Italien und Österreich. Zum anderen hätten die Konsumenten überraschend schnell zurückgefunden zu alter Kauflust nach dem Ende des Lockdowns.
Am Arbeitsmarkt sei es zu einer geringeren Ausschöpfung der Kurzarbeit als zunächst angenommen gekommen. Allerdings sei zu befürchten, dass die Arbeitslosenzahlen weiter leicht ansteigen würden. Das KOF-Konjunkturbarometer sei im August erneut stark angestiegen, auf nun 110,2 Punkte und liege damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt. Maßgeblichen Anteil habe daran das Verarbeitende Gewerbe gehabt. Aufgrund der positiven Entwicklung würden die Analysten in ihren aktualisierten Prognosen von einem weniger starken Rückgang des BIP in 2020 von nur noch -4,9% ausgehen. Steigende Infektionszahlen sowohl im Inland als auch im Ausland würden diesbezüglich allerdings zu einer großen Prognoseunsicherheit führen. (Ausgabe vom 25.09.2020) (29.09.2020/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


