Schweiz: SNB belässt Leitzins bei -0,75% - und interveniert am Devisenmarkt!


19.03.20 13:00
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am heutigen Donnerstag schon fast für Aufsehen gesorgt - sie hat den Leitzins unverändert bei -0,75% belassen, so die Analysten der Nord LB.

Ganz überraschend sei diese Entscheidung letztlich aber doch nicht gewesen, da die Mehrheit der Analysten damit gerechnet habe. Die Eidgenossen hätten immerhin aber nicht den Trend vieler anderer Notenbanken der letzten Tage mit zum Teil deutlichen Zinssenkungen mitvollzogen. Vermutlich sei das Festhalten der EZB an ihrem Einlagensatz von -0,50% vor einer Woche ein Argument für die SNB gewesen, auch ihrerseits nicht an der Zinsschraube zu drehen. Zudem habe sie bis zu ihrer turnusmäßen Notenbanksitzung abgewartet und - im Gegensatz zu vielen anderen - kein außerplanmäßiges Treffen einberufen.

Dennoch befinde sich die schweizerische Notenbank natürlich nicht auf einer einsamen Insel! Auch sie spreche durch die Ausbreitung des Coronavirus von "außergewöhnlichen Herausforderungen" für die Schweizer. Die SNB habe folglich ebenfalls ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum und für die Inflation für die Eidgenossen gesenkt: Für 2020 gehe sie nun von einem nicht näher bezifferten Rückgang des BIP aus, nachdem sie im Dezember noch ein Anstieg um 1,5% bis 2% vorausgesagt habe.

Daneben habe sie die Banken als Kreditintermediär gestärkt, indem sie ab dem 1. April den sogenannten Freibetragsfaktor von 25 auf 30 angehoben habe, was die Negativbelastung für das Bankensystem reduziere.

Ganz klar im Fokus der SNB habe jedoch der stark aufgewertete Schweizer Franken gestanden. Dieser habe als Safe-Haven-Währung im Zuge der Ausbreitung des Coronavirus und der zunehmenden Verunsicherung den Aufwärtstrend seit Mitte 2018 weiter fortgesetzt: Habe der Euro noch vor genau zwei Jahren bei knapp 1,20 CHF notiert, sei der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zuletzt auf fast 1,05 CHF gefallen.

Um die Schweizer Wirtschaft und insbesondere den Export zu stabilisieren, liege deswegen das Hauptaugenmerk der SNB auf "zusätzlichen" Interventionen am Devisenmarkt. Bereits in den vergangenen Tagen sei sie aktiv gewesen. Sie habe aber auch angekündigt, bei Bedarf weitere Maßnahmen vornehmen zu wollen. Dabei arbeite sie eng mit dem Bundesrat in Bern zusammen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) habe am heutigen Donnerstag schon fast für Aufsehen gesorgt - sie habe den Leitzins unverändert bei -0,75% belassen. Ganz überraschend sei diese Entscheidung letztlich aber doch nicht gewesen, da die Mehrheit der Analysten damit gerechnet habe. Vermutlich sei das Festhalten der EZB an ihrem Einlagensatz von -0,50% vor einer Woche ein Argument für die SNB gewesen, auch ihrerseits nicht an der Zinsschraube zu drehen. Daneben habe die SNB die Banken als Kreditintermediär gestärkt, indem sie ab dem 1. April den sogenannten Freibetragsfaktor von 25 auf 30 angehoben habe, was die Negativbelastung für das Bankensystem reduziere. Für 2020 gehe sie nun von einem nicht näher bezifferten Rückgang des BIP aus.

Im Fokus der SNB stehe jedoch der stark aufgewertete Schweizer Franken. Um die Schweizer Wirtschaft und insbesondere den Export zu stabilisieren, liege deswegen das Hauptaugenmerk der SNB auf "zusätzlichen" Interventionen am Devisenmarkt. Habe der Euro noch vor genau zwei Jahren bei knapp 1,20 CHF notiert, sei der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung zuletzt auf fast 1,05 CHF gefallen. Bei Bedarf seien auch "weitere" Maßnahmen denkbar. (19.03.2020/alc/a/a)






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