Schweiz: Rückgang der Kerninflation gebremst


28.02.25 09:15
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Der KOF Frühindikator stieg im Januar moderat von 99,6 auf 101,6 Punkte, so die Analysten von Postbank Research.

Der PMI für die fertigende Industrie sei im Januar geringfügig von abwärts revidierten 47,0 auf 47,5 Punkte gestiegen, der für die Dienstleister sei hingegen von 51,3 auf 57,2 Punkte geklettert und somit spürbar höher in der Expansionszone.

Die Inflationsrate sei im Januar erwartungsgemäß von 0,6 auf 0,4 Prozent gesunken, die Kerninflationsrate sei jedoch völlig unerwartet von 0,7 auf 0,9 Prozent gestiegen, erwartet worden sei ein leichter Rückgang. Der Erzeugerpreisindex habe auf Jahressicht im deflationären Bereich verharrt.

Die Schweizerische Nationalbank habe die Leitzinsen am 12. Dezember stärker als im Marktkonsens erwartet um 50 bp von 1,0 auf 0,5 Prozent gesenkt. Die Swapmärkte würden eine weitere Leitzinssenkung um 25 bp im März als relativ sicher einpreisen, sich aber nun vermehrt skeptisch zeigen, ob der Leitzins bis zum Jahresende wie noch vor kurzem eingepreist auf 0 Prozent sinken werde.

Der Schweizer Franken bleibe weiter gefragt. Die Unsicherheiten insbesondere hinsichtlich der künftigen US Handelspolitik würden die Nachfrage nach dem Franken als "sicherem Währungshafen" hoch halten. Seit Jahresbeginn notiere er in einem engen Band von etwa EUR/CHF 0,93 und 0,95 zum Euro, zuletzt meist um 0,94. Die in den Euro eingepreiste "Risikoprämie" dürfte noch eine Weile bestehen bleiben. Auf Sicht von sechs Monaten könnte der Franken deshalb etwas fester bei EUR/CHF 0,91 notieren. (Währungsbulletin März 2025) (28.02.2025/alc/a/a)