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Schweden: Zinspause im Juni zunehmend wahrscheinlich
04.07.24 11:18
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im ersten Quartal 2024 im Quartalsvergleich laut endgültiger Berechnung, entgegen der Erwartung einer Stagnation und nach einem 0,1-prozentigen Rückgang im Rahmen der Erstschätzung, um 0,7 Prozent zu, so die Analysten von Postbank Research.
Dies habe das stärkste Wachstum seit dem zweiten Quartal 2022 markiert. Das monatliche BIP habe im April aber bereits einen 0,7-prozentigen Dämpfer verzeichnet.
In Summe dürften die Weichen für eine Erholung der Konjunktur dennoch gestellt sein. Darauf hätten die PMIs im Mai hingedeutet habe. Der des verarbeitenden Gewerbes habe sich von 51,9 auf 54,0 Punkte beschleunigt, während der der Dienstleister von 48 auf 49,5 Zähler geklettert sei.
Der Verbraucherpreisindex mit festem Zinssatz (CPIF), die Zielvariable der Notenbank, habe im Mai bei 2,3 Prozent verharrt. Die um volatile Energiepreise bereinigte Kernrate sei sogar von 2,9 auf 3,0 Prozent geklettert. Beide Maße seien höher ausgefallen als der Analystenkonsens mit 2,1 und 2,6 Prozent prognostiziert habe.
Aufgrund des Preisdrucks dürfte die Riksbank auf der nächsten Sitzung am 27. Juni ihren jüngst begonnenen Lockerungszyklus pausieren und den Leitzins bei 3,75 Prozent belassen.
Die Schwedische Krone (SEK) habe zuletzt von den in Summe erfreulichen Konjunkturdaten profitiert und auf aktuell EUR/SEK 11,25 aufgewertet. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sie jedoch moderat schwächer bei EUR/SEK 11,50 handeln, sofern größere geldpolitische und konjunkturelle Überraschungen ausbleiben. (Währungsbulletin Juli 2024) (04.07.2024/alc/a/a)
Dies habe das stärkste Wachstum seit dem zweiten Quartal 2022 markiert. Das monatliche BIP habe im April aber bereits einen 0,7-prozentigen Dämpfer verzeichnet.
Der Verbraucherpreisindex mit festem Zinssatz (CPIF), die Zielvariable der Notenbank, habe im Mai bei 2,3 Prozent verharrt. Die um volatile Energiepreise bereinigte Kernrate sei sogar von 2,9 auf 3,0 Prozent geklettert. Beide Maße seien höher ausgefallen als der Analystenkonsens mit 2,1 und 2,6 Prozent prognostiziert habe.
Aufgrund des Preisdrucks dürfte die Riksbank auf der nächsten Sitzung am 27. Juni ihren jüngst begonnenen Lockerungszyklus pausieren und den Leitzins bei 3,75 Prozent belassen.
Die Schwedische Krone (SEK) habe zuletzt von den in Summe erfreulichen Konjunkturdaten profitiert und auf aktuell EUR/SEK 11,25 aufgewertet. Auf Sicht von sechs Monaten könnte sie jedoch moderat schwächer bei EUR/SEK 11,50 handeln, sofern größere geldpolitische und konjunkturelle Überraschungen ausbleiben. (Währungsbulletin Juli 2024) (04.07.2024/alc/a/a)


