Schweden: Schwache Inflationsentwicklung


20.02.19 11:45
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Anders als beim US-Dollar ist der Trend der Schwedischen Krone gegen den Euro klar, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Seit Jahresbeginn habe sie rund vier Prozent verloren, die schlechteste Performance unter den G10-Währungen. Alleine gestern habe die Krone in Reaktion auf neue Daten zur Januar-Inflation gegen den Euro um 1,3 Prozent abgewertet. Mit einem Preisrückgang von einem Prozent im Vormonatsvergleich und der niedrigsten Inflationsrate seit fünf Monaten seien die Erwartungen der Analysten deutlich unterboten worden. Bereits im Januar habe ein Rückgang der Einzelhandelsumsätze und des Verbrauchervertrauens die Sorgen um Schwedens Konjunktur genährt und die Krone belastet.

Die Inflationsentwicklung verstärke daher derzeit die Zweifel an einer weiteren Leitzinsanhebung der Riksbank im zweiten Halbjahr 2019. Entsprechend werde am Markt, basierend auf Terminkontrakten, bis Jahresende nur noch ein Anstieg des Leitzinses um sechs Basispunkte eingepreist. Wichtige Konjunkturindikatoren würden allerdings weiterhin ein Wachstum über Potenzial andeuten. Entsprechend könnte die Inflation im Jahresverlauf wieder ansteigen. Solange die Zentralbank jedoch den Leitzins unverändert belässt, rechnet die Deutsche Bank nicht mit Aufwärtspotenzial bei der Krone. (20.02.2019/alc/a/a)