Schweden: Leitzinserhöhung möglich, wenn...


06.02.19 12:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Für die schwedische Wirtschaft stellt speziell der Wohnimmobilienmarkt weiterhin eine Belastung dar, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Denn der anhaltende Rückgang der Baubeginne deute auf geringere Investitionen in Wohngebäude hin und könnte so das BIP-Wachstum 2019 um 0,6 Prozentpunkte reduzieren. Auch der Index des Staatlichen Instituts für Wirtschaftsforschung (NIER), ein Konjunkturbarometer, sei im Januar wesentlich stärker als erwartet und bereits zum vierten Mal in Folge auf aktuell 101,9 Zähler gefallen. Der Rückgang sei sowohl durch ein geringeres Vertrauen der Konsumenten als auch durch eine gestiegene Unsicherheit bei den Unternehmen ausgelöst worden. Letztere hätten dabei unter der nachlassenden Wirtschaftsdynamik der Eurozone, Schwedens größtem Handelspartner, zu leiden. Besonders das Verarbeitende Gewerbe stehe dieser Entwicklung besorgt gegenüber, wie sich auch am Einkaufsmanagerindex für diesen Sektor ablesen lasse. Der Stimmungsindikator sei im Januar erneut zurückgegangen und liege nun bei 51,5 Punkten.

Insgesamt würden die Konjunkturindikatoren jedoch immer noch auf ein Wachstum über Potenzial hindeuten. Wenn sich zum Jahresende die EU-Konjunktur wieder erhole und sich die schwedischen Exporte verbessern würden, wäre sogar eine Erhöhung des Leitzinses durch die Zentralbank möglich. Bis dahin würden jedoch die Unsicherheiten überwiegen und diese dürften die Schweden-Krone im Jahresverlauf belasten. (06.02.2019/alc/a/a)




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