Schweden: Krone feiert kurzzeitiges Comeback, Inflationsdaten bremsen sie jedoch aus


24.07.24 10:44
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Schwedens Wirtschaft wuchs im Mai im Monatsvergleich um 0,1 Prozent - eine hoffnungsvolle Entwicklung, nachdem sie im März und April um 0,4 bzw. 0,7 Prozent geschrumpft war, so die Analysten von Postbank Research.

Dennoch sei die Wirtschaftsaktivität niedriger als im ersten Quartal geblieben.

Während die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Mai - wie bereits im April - um 0,4 Prozent zum Vormonat abgenommen hätten, sei das Verbrauchervertrauen im Juni auf den höchsten Wert seit Februar 2022 geklettert. In der Industrie habe sich die konjunkturelle Abkühlung bemerkbar gemacht; das monatliche Produktionswachstum habe sich von 2,6 auf 1,1 Prozent abgeschwächt.

Die jährliche CPIF-Inflation - das von Schwedens Zentralbank präferiert habe, zinsbereinigte Inflationsmaß - sei im Juni von 2,3 auf 1,3 Prozent gefallen. Die Kernrate sei ebenfalls deutlich von 3,0 Prozent im Mai auf 2,3 Prozent im Juni zurückgegangen.

Ende Juni habe die Riksbank ihren Leitzins unverändert bei 3,75 Prozent belassen, nachdem sie diesen im Mai zum ersten Mal seit acht Jahren gesenkt habe. Sie habe jedoch erklärt, dass der Zinssatz "in der zweiten Jahreshälfte zwei- oder dreimal gesenkt werden könnte", sollte die Inflation weiter zurückgehen. Eine Zinssenkung für die nächste Riksbank-Sitzung am 20. August würden die Geldterminmärkte seit geraumer Zeit vollständig einpreisen.

Komme es dazu und würden größere geldpolitische und konjunkturelle Überraschungen ausbleiben, dürfte sich die Schwedische Krone zum Euro bis Jahresende in etwa auf dem Niveau von EUR/SEK 11,50 stabilisieren. (Währungsbulletin August 2024) (24.07.2024/alc/a/a)