Scholz-Unternehmensanleihe: Heißes Eisen fürs Depot


02.03.12 12:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.anleihencheck.de) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" halten die Unternehmensanleihe (ISIN AT0000A0U9J2 / WKN A1MLSS) der Scholz AF für ein attraktives Investment.

Die Scholz AG sei eines der weltweit führenden Unternehmen im Recycling von Stahlschrott und Buntmetall. Die 7.500 Mitarbeiter, welche in über 20 Ländern tätig seien, würden den Konzern zu einem der Schlüssellieferanten der Stahlindustrie machen.

Experten würden für das vergangene Geschäftsjahr mit einem Umsatz von rund 5,2 Mrd. Euro und einem EBIT von knapp 139 Mio. Euro rechnen.

Das Geschäft der Scholz AG sei sehr zyklisch. Anhand der Entwicklung der vergangenen Jahre werde das deutlich: Infolge der Wirtschaftskrise seien die Umsätze deutlich unter Druck geraten. "Eine Zyklizität des Geschäftsmodells ist sicherlich nicht zu verneinen, da insbesondere die Stahlbranche als sehr frühzyklisch gilt. Das heißt aber nicht nur, dass wir gesamtwirtschaftliche Verschlechterungen schnell spüren, sondern auch, dass wir von einer Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes ebenso schnell profitieren, so Florian Frank, Leiter Corporate Finance & Development.

Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren eine starke Marktposition aufgebaut. Da das Geschäft sich jüngst gut entwickelt habe, habe man sich entschlossen, eine Anleihe zu begeben. Bei einer Laufzeit bis März 2017 biete der Titel einen Kupon von 8,50%, was bei einem aktuellen Kurs von 103,00% einer Rendite von 7,69% entspreche. Bewertet werde der Bond von der Ratingagentur Euler Hermes mit "BB".

Nach Meinung der Experten von "Der Aktionär" ist die Unternehmensanleihe der Scholz AG ein heißes Eisen fürs Depot. Ein Stopp sollte bei 85,00% platziert werden. (Ausgabe 10) (02.03.2012/alc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

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