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SSA-Markt: Starker erster Jahresviertel am EUR-ESG-Segment


11.07.24 09:55
Nord LB

Hannover (www.anleihencheck.de) - Der Markt für ESG-Anleihen in unserer SSA-Abgrenzung ist stark von einzelnen Emittenten getrieben, so die Analysten der NORD/LB in einer aktuellen Ausgabe von "Covered Bond & SSA View".

Durch einen unterjährigen Betrachtungszeitraum werde dieser Eindruck wenig überraschend noch verstärkt. Trotzdem habe H1/2024 einiges an Diskussionsstoff geboten, wie die vorangegangenen Seiten unterstreichen würden. Das Neuemissionsvolumen sei mit in Summe EUR 59,9 Mrd. im Vergleich zum Betrachtungszeitraum aus dem Vorjahr (EUR 62,5 Mrd.) leicht rückläufig. Mit 43 frischen Anleihen seien zudem anzahlmäßig weniger ESG-Bonds emittiert worden (H1/2023: 51 Anleihen). Der Anteil von ESG-Anleihen an allen Neuemissionen in den vergangenen beiden Quartalen (130 Bonds) habe somit bei rund 33% gelegen. Dieser Wert liege unter denen der H1/2023 (41%) und H1/2022 (44%).

Trotzdem sei es nach Ansicht der Analysten der NORD/LB durch die Datenlage definitiv gerechtfertigt, von einem starken ersten Jahresviertel für das EUR-ESG-Segment zu sprechen. Dass noch weiter Luft nach oben bestehe, was die Vielfalt an EUR-Emissionen angehe, stehe außer Frage, da bisher nicht einmal eine Aufstellung der Top 10-Emittenten von Social Bonds möglich gewesen sei. Dieser Sachverhalt werde sich naturgemäß im weiteren Jahresverlauf von selbst bereinigen, wenn sich weitere Emittenten aus der Deckung wagen würden.

Im Gesamtjahr 2023 konnten wir 43 verschiedene Emittenten am EUR-ESG-Markt registrieren, im H1/2024 waren es bisher insgesamt 34 (H1/2023: 37), so die Analysten der NORD/LB. Mit Spannung würden die Analysten der NORD/LB traditionell die Entwicklungen im Segment der deutschen Länder verfolgen, welche in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht am EUR-ESG-Markt in Erscheinung getreten seien. Dabei würden die Analysten der NORD/LB nicht nur frische ESG-Bonds, sondern gleichermaßen neuausgearbeitete Rahmenwerke über ebenjene von bisher abstinenten Bundesländern begrüßen, um das Marktsegment weiter voranzutreiben. (Ausgabe 23 vom 10.07.2024) (11.07.2024/alc/a/a)