Erweiterte Funktionen
SNB senkt überraschend den Leitzins auf 1,25%
26.06.24 12:34
SOLIT Gruppe
Wiesbaden (www.anleihencheck.de) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat am Donnerstag überraschend zum zweiten Mal in diesem Jahr ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,25% gesenkt, so Markus Blaschzok, Chefanalyst der SOLIT Gruppe.
Die SNB habe dies mit dem nachlassenden Preisdruck begründet, während sie die Inflationsprognosen nach unten korrigiert habe. Der Schweizer Franken sei daraufhin von 0,948 EUR auf 0,957 EUR gefallen. Die SNB erwarte ein BIP-Wachstum von rund 1% für 2024, sowie einen allmählichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen bestehe, aber das Potenzial sei begrenzt. SNB-Präsident Thomas Jordan habe betont, dass die Inflationsprognosen nach unten korrigiert worden seien und der zugrunde liegende Inflationsdruck abgenommen habe. Die Inflationsrate in der Schweiz habe im Mai bei 1,4% gelegen, was die katastrophale Geldpolitik der SNB belege. Trotzdem sei die SNB bereit, bei Bedarf wieder am Devisenmarkt einzugreifen, um den Schweizer Franken zu schwächen.
Trotz des jüngsten Anstiegs des Schweizer Frankens und der politischen Unsicherheiten in Europa gebe es keinen unmittelbaren Druck für eine Zinssenkung, da das Schweizer Wirtschaftswachstum im ersten Quartal solide gewesen sei. Die SNB schüre unbegründete Ängste vor einer Frankenstärke, die vermeintlich negative Auswirkungen auf die Wirtschaft hätte. Diese Behauptungen seien falsch, wie nicht nur die letzten Jahre, sondern auch die zwei Dekaden von 1971 bis 1990 bewiesen hätten. Während dieser Zeit habe der Franken von 4,30 US-Dollar auf 1,26 US-Dollar aufgewertet, wobei die Schweizer Wirtschaft gleichzeitig prosperiert habe und der Wohlstand stark angewachsen sei, was primär auf die Stärke des Franken zurückzuführen gewesen sei, die viele positive Effekte auf Wirtschaft und Gesellschaft gehabt habe.
Die negativen Folgen einer Aufwertung des Franken und einer Deflation würden übertrieben hervorgehoben, während die positiven Effekte auf die Wirtschaft verschwiegen würden. Eine direkte Folge der gezielten Abwertung des Frankens sei der Anstieg des Goldpreises von 500 Franken in 2008 auf über 2.200 Franken in diesem Jahr. Dies zeige, dass der Schweizer Franken längst kein sicherer Hafen mehr sei und auch Schweizer Bürger ihr Vermögen besser in Gold investieren sollten, um ihre Altersvorsorge vor einer weiteren Abwertung des Frankens zu schützen. (26.06.2024/alc/a/a)
Die SNB habe dies mit dem nachlassenden Preisdruck begründet, während sie die Inflationsprognosen nach unten korrigiert habe. Der Schweizer Franken sei daraufhin von 0,948 EUR auf 0,957 EUR gefallen. Die SNB erwarte ein BIP-Wachstum von rund 1% für 2024, sowie einen allmählichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen bestehe, aber das Potenzial sei begrenzt. SNB-Präsident Thomas Jordan habe betont, dass die Inflationsprognosen nach unten korrigiert worden seien und der zugrunde liegende Inflationsdruck abgenommen habe. Die Inflationsrate in der Schweiz habe im Mai bei 1,4% gelegen, was die katastrophale Geldpolitik der SNB belege. Trotzdem sei die SNB bereit, bei Bedarf wieder am Devisenmarkt einzugreifen, um den Schweizer Franken zu schwächen.
Trotz des jüngsten Anstiegs des Schweizer Frankens und der politischen Unsicherheiten in Europa gebe es keinen unmittelbaren Druck für eine Zinssenkung, da das Schweizer Wirtschaftswachstum im ersten Quartal solide gewesen sei. Die SNB schüre unbegründete Ängste vor einer Frankenstärke, die vermeintlich negative Auswirkungen auf die Wirtschaft hätte. Diese Behauptungen seien falsch, wie nicht nur die letzten Jahre, sondern auch die zwei Dekaden von 1971 bis 1990 bewiesen hätten. Während dieser Zeit habe der Franken von 4,30 US-Dollar auf 1,26 US-Dollar aufgewertet, wobei die Schweizer Wirtschaft gleichzeitig prosperiert habe und der Wohlstand stark angewachsen sei, was primär auf die Stärke des Franken zurückzuführen gewesen sei, die viele positive Effekte auf Wirtschaft und Gesellschaft gehabt habe.
Die negativen Folgen einer Aufwertung des Franken und einer Deflation würden übertrieben hervorgehoben, während die positiven Effekte auf die Wirtschaft verschwiegen würden. Eine direkte Folge der gezielten Abwertung des Frankens sei der Anstieg des Goldpreises von 500 Franken in 2008 auf über 2.200 Franken in diesem Jahr. Dies zeige, dass der Schweizer Franken längst kein sicherer Hafen mehr sei und auch Schweizer Bürger ihr Vermögen besser in Gold investieren sollten, um ihre Altersvorsorge vor einer weiteren Abwertung des Frankens zu schützen. (26.06.2024/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


