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SNB in einem Dilemma
10.01.19 08:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In der Schweiz setzt die Inflation derweil ihren Sinkflug fort, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Daten für Dezember hätten dabei gestern einen unerwartet starken Rückgang auf 0,7 Prozent gezeigt. Einerseits seien dafür die niedrigeren Ölpreise verantwortlich gewesen, die seit Oktober um über 30 Prozent nachgegeben hätten. Andererseits habe die Aufwertung des Franken im zweiten Halbjahr 2018 die Importpreise reduziert, was ebenfalls auf der Inflation laste.
Bereits bei ihrer letzten Sitzung im Dezember habe die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Inflationserwartung für 2019 von 0,8 auf 0,5 Prozent reduziert und "große und plötzliche Aufwertungen des Franken" als Risiko bezeichnet. Gestern habe sich der Franken gegenüber dem Euro allerdings leicht verbessert. Dies könnte daran gelegen haben, dass die SNB erste Angaben zu ihrem Jahresergebnis 2018 vorgelegt habe, in dem sie Verluste von 16 Mrd. CHF bei ihren Fremdwährungsreserven habe verbuchen müssen. Die Zentralbank befinde sich somit in einem Dilemma. Eine starke Währung würde die Schweizer Wirtschaft weiter belasten. 2019 werde ohnehin schon mit einer Abkühlung der Konjunktur gerechnet. Andererseits würden anhaltende Eingriffe im Devisenmarkt das Risiko weiterer Verluste bei den Fremdwährungsreserven erhöhen. (10.01.2019/alc/a/a)
Daten für Dezember hätten dabei gestern einen unerwartet starken Rückgang auf 0,7 Prozent gezeigt. Einerseits seien dafür die niedrigeren Ölpreise verantwortlich gewesen, die seit Oktober um über 30 Prozent nachgegeben hätten. Andererseits habe die Aufwertung des Franken im zweiten Halbjahr 2018 die Importpreise reduziert, was ebenfalls auf der Inflation laste.
Bereits bei ihrer letzten Sitzung im Dezember habe die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihre Inflationserwartung für 2019 von 0,8 auf 0,5 Prozent reduziert und "große und plötzliche Aufwertungen des Franken" als Risiko bezeichnet. Gestern habe sich der Franken gegenüber dem Euro allerdings leicht verbessert. Dies könnte daran gelegen haben, dass die SNB erste Angaben zu ihrem Jahresergebnis 2018 vorgelegt habe, in dem sie Verluste von 16 Mrd. CHF bei ihren Fremdwährungsreserven habe verbuchen müssen. Die Zentralbank befinde sich somit in einem Dilemma. Eine starke Währung würde die Schweizer Wirtschaft weiter belasten. 2019 werde ohnehin schon mit einer Abkühlung der Konjunktur gerechnet. Andererseits würden anhaltende Eingriffe im Devisenmarkt das Risiko weiterer Verluste bei den Fremdwährungsreserven erhöhen. (10.01.2019/alc/a/a)


