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Russland derzeit bereits nah am Potenzialwachstum - Notenbank
20.12.17 09:15
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Russlands konjunkturelle Erholung hat sich zuletzt offenbar etwas verlangsamt, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM) in ihrem aktuellen "emreport".
Die vorläufige Wachstumszahl für das dritte Quartal (+1,8% p.a.) habe unter den Markterwartungen gelegen. Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion seien ebenfalls schwächer ausgefallen als allgemein prognostiziert. Positiv hingegen sei die weiterhin rückläufige Inflation gewesen. Mit nur noch 2,5% p.a. sei die Teuerungsrate im November auf ein neues post-sowjetisches Allzeittief gefallen.
Unterstützung für die russische Volkswirtschaft würden derzeit natürlich die anziehenden Metallnotierungen und der festere Ölpreis bieten. In Rubel gerechnet liege er aufgrund der kräftigen Abwertung der Währung inzwischen schon wieder in der Nähe des Durchschnittspreises von 2014. Die Notenbank sei der Ansicht, dass Russland derzeit bereits weitgehend sein Potenzialwachstum ausschöpfe. Für deutlich höhere Wachstumsraten müssten es daher grundlegendere Änderungen in der Volkswirtschaft geben.
Als eines der Haupthemmnisse für ein stärkeres Wirtschaftswachstum habe Wirtschaftsminister Oreshkin die mangelhafte und in teils beklagenswertem Zustand befindliche Infrastruktur ausgemacht. Als weiteren, kurzfristigen Belastungsfaktor habe er die Produktionskürzungen im Rahmen der Fördervereinbarungen mit den OPEC-Staaten genannt. Die Frage sei, wie gut Russland das aktuell vorteilhafte Ölpreisumfeld nutzen könne, um die Wirtschaft weiter zu diversifizieren und auf eine solidere Wachstumsbasis zu stellen.
Russlands Börse sei einer der weltweit besten Schwellenländer-Aktienmärkte im November gewesen; die Kurse in Moskau seien um rund 1,7% gestiegen. (Ausgabe Dezember 2017) (20.12.2017/alc/a/a)
Die vorläufige Wachstumszahl für das dritte Quartal (+1,8% p.a.) habe unter den Markterwartungen gelegen. Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktion seien ebenfalls schwächer ausgefallen als allgemein prognostiziert. Positiv hingegen sei die weiterhin rückläufige Inflation gewesen. Mit nur noch 2,5% p.a. sei die Teuerungsrate im November auf ein neues post-sowjetisches Allzeittief gefallen.
Als eines der Haupthemmnisse für ein stärkeres Wirtschaftswachstum habe Wirtschaftsminister Oreshkin die mangelhafte und in teils beklagenswertem Zustand befindliche Infrastruktur ausgemacht. Als weiteren, kurzfristigen Belastungsfaktor habe er die Produktionskürzungen im Rahmen der Fördervereinbarungen mit den OPEC-Staaten genannt. Die Frage sei, wie gut Russland das aktuell vorteilhafte Ölpreisumfeld nutzen könne, um die Wirtschaft weiter zu diversifizieren und auf eine solidere Wachstumsbasis zu stellen.
Russlands Börse sei einer der weltweit besten Schwellenländer-Aktienmärkte im November gewesen; die Kurse in Moskau seien um rund 1,7% gestiegen. (Ausgabe Dezember 2017) (20.12.2017/alc/a/a)


