Russland: Inflation kühlt sich ab


28.05.19 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Für den Russischen Rubel gilt derzeit: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die Furcht vor weiteren US-Sanktionen nach der Veröffentlichung des Mueller-Reports habe sich bisher nicht bestätigt und der Konflikt mit der Ukraine sei während der dortigen Präsidentschaftswahlen nicht weiter eskaliert. Der steigende Ölpreis habe zudem stützend gewirkt und so habe der Russische Rubel seit Jahresbeginn mit einem Plus von mehr als 10 Prozent stärker gegenüber dem Euro aufwerten können als alle anderen Schwellenländerwährungen.

Zwar könnte die sich abkühlende Inflation es der Zentralbank erlauben, in den kommenden Monaten den Leitzins zu senken. Sie scheine jedoch eher darauf bedacht, die Stabilität des Rubels nicht zu gefährden. Stützend für die russische Währung wirke der hohe Zwillingsüberschuss. Sowohl der Haushalt der Regierung als auch die Leistungsbilanz würden einen positiven Saldo aufweisen. Letztere selbst dann, wenn man die Ölexporte herausrechne. Nachdem der Überschuss vergangenes Jahr bei 2,5 Prozent des BIP gelegen habe, werde dieses Jahr mit 7 Prozent gerechnet, dies könnte die Währung weiter stützen. (28.05.2019/alc/a/a)