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Russische Anleihen durch Zuspitzung in der Ukraine stark unter Druck gebracht
18.03.14 15:01
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Die Eskalation der politischen Ereignisse in Ukraine drückte massiv auf den Rubel, russische Anleihen und die russischen Aktienmärkte, berichten die Experten von Raiffeisen Capital Management in ihrem aktuellen "emreport".
Die Notenbank habe mit einer kräftigen Zinsanhebung reagiert (von 5,5% auf 7%), um den Rubel zu unterstützen. Angesichts der Tatsache, dass einerseits für Russland in der Ukraine sehr viel auf dem Spiel stehe und dass andererseits der Westen sich inzwischen so scharf wie seit Jahrzehnten nicht mehr in eine Konfrontation mit Russland begeben habe, sei ein rasches Ende der Krise derzeit nicht zu erwarten.
Eine militärische Eskalation zwischen der NATO und Russland sei zwar überaus unwahrscheinlich, doch bestehe genügend Spielraum für einen eskalierenden wirtschaftlichen und finanziellen Konflikt. In einer für Russland ohnehin wirtschaftlich schon zunehmend schwierigen Phase komme diese Entwicklung denkbar ungelegen für Moskau.
Die Aussichten für die russische Wirtschaft würden sich bekanntlich bereits seit mehreren Quartalen eintrüben und für 2014 würden mittlerweile selbst die von der Regierung prognostizierten +2% zu optimistisch erscheinen - umso mehr nach der Zinserhöhung und den daraus zu erwartenden negativen Folgen für Kreditvergabe und Konsum. Stagflation werde zunehmend zum Thema in den Diskussionen der Ökonomen. Solange die Krise weiter schwele, sei mit Druck auf russische Anleihen und den Rubel zu rechnen.
Der Aktienmarkt (MICEX) habe nach der Zinsanhebung Anfang März um über 10% nachgegeben und liege damit charttechnisch direkt auf einer ganz zentralen Unterstützungslinie, die in den letzten fünf Jahren immer gehalten habe. Trotz sehr niedriger und langfristig teilweise sehr attraktiver Bewertungen sei eine rasche Erholung des Aktienmarktes nur dann zu erwarten, wenn es zu einer zügigen diplomatischen Konfliktbeilegung komme. Solange beide Konfliktseiten die Eskalationsspirale weiterdrehen würden, dürften die Risikoprämien hoch bleiben und neue Kapitalzuflüsse wohl kaum erfolgen. (Ausgabe März 2014) (18.03.2014/alc/a/a)
Die Notenbank habe mit einer kräftigen Zinsanhebung reagiert (von 5,5% auf 7%), um den Rubel zu unterstützen. Angesichts der Tatsache, dass einerseits für Russland in der Ukraine sehr viel auf dem Spiel stehe und dass andererseits der Westen sich inzwischen so scharf wie seit Jahrzehnten nicht mehr in eine Konfrontation mit Russland begeben habe, sei ein rasches Ende der Krise derzeit nicht zu erwarten.
Die Aussichten für die russische Wirtschaft würden sich bekanntlich bereits seit mehreren Quartalen eintrüben und für 2014 würden mittlerweile selbst die von der Regierung prognostizierten +2% zu optimistisch erscheinen - umso mehr nach der Zinserhöhung und den daraus zu erwartenden negativen Folgen für Kreditvergabe und Konsum. Stagflation werde zunehmend zum Thema in den Diskussionen der Ökonomen. Solange die Krise weiter schwele, sei mit Druck auf russische Anleihen und den Rubel zu rechnen.
Der Aktienmarkt (MICEX) habe nach der Zinsanhebung Anfang März um über 10% nachgegeben und liege damit charttechnisch direkt auf einer ganz zentralen Unterstützungslinie, die in den letzten fünf Jahren immer gehalten habe. Trotz sehr niedriger und langfristig teilweise sehr attraktiver Bewertungen sei eine rasche Erholung des Aktienmarktes nur dann zu erwarten, wenn es zu einer zügigen diplomatischen Konfliktbeilegung komme. Solange beide Konfliktseiten die Eskalationsspirale weiterdrehen würden, dürften die Risikoprämien hoch bleiben und neue Kapitalzuflüsse wohl kaum erfolgen. (Ausgabe März 2014) (18.03.2014/alc/a/a)


