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Rentenmarkt gutes Jahr für High Yield erwartet


28.02.12 14:33
ING Investment Management

Den Haag (www.anleihencheck.de) - ING Investment Management ("ING IM") erwartet ein gutes Jahr für High Yield.

Attraktive Renditen von derzeit 7 bis 8 Prozent sowie solide Rahmendaten an den Unternehmensanleihemärkten würden diese Anlageform für immer mehr Investoren außerordentlich attraktiv machen.

Dazu Michel Ho, Senior Client Portfolio Manager, ING Investment Management: "Unternehmen mit gesunden Bilanzen und kräftigen Cashflows sind auch den Herausforderungen eines Umfelds gewachsen, das von geringem Wirtschaftswachstum oder sogar einer leichten Rezession geprägt ist. Wir rechnen bei unserem Global and European High Yield Fonds in diesem Jahr sogar mit Renditen in zweistelliger Höhe."

Die Tragfähigkeit von Staatsfinanzen werde einer der Schlüsselfaktoren für die Entwicklung am Unternehmensanleihemarkt bleiben. Die jüngste Entspannung habe sich bereits positiv auf die Stimmung unter Investoren ausgewirkt, aber es bestehe noch erheblicher Spielraum für Verbesserungen. Die meisten Unternehmen seien vorsichtig geblieben und hätten sich weiterhin auf die Stärkung ihrer Bilanzen sowie den Schuldenabbau konzentriert.

Für 2012 erwarte der Asset-Manager, dass die Nachfrage nach dieser Anlageform ungebrochen bleibe. Grund: Die Rahmendaten auf dem Unternehmensanleihemarkt seien weiterhin solide und die Renditen für Staatsanleihen mit vergleichbaren Laufzeiten äußerst niedrig. So würden Bundesanleihen mit fünfjähriger Laufzeit derzeit weniger als 1 Prozent rentieren, während ING IMs Global and European High Yield Fonds nahezu 8 Prozent abwerfen würden.

Michel Ho weiter: "Insgesamt ist unser makroökonomisches Szenario für Unternehmensanleihestrategien durchaus günstig. Vor diesem Hintergrund erwarten wir weltweit ein hinter seinem Potenzial zurückbleibendes Wirtschaftswachstum, das infolge der Sparmaßnahmen auch deutliche Abwärtsrisiken aufweist."

Da die Rahmendaten am Unternehmensanleihemarkt weiterhin günstig seien und die geschätzte Ausfallwahrscheinlichkeit bei nur 2 Prozent liege, würden die gegenwärtigen Risikoaufschläge von rund 700 Basispunkten immer noch einen im Verhältnis zum Risiko attraktiven Ertrag bieten. Vor allem zu Jahresbeginn habe der Markt das Ausfallrisiko mit implizierten Ausfallraten von über 9,5 Prozent zu hoch eingeschätzt.

Im Rückblick auf 2011 lasse sich festhalten, dass alle Hochzinssektoren - mit Ausnahme des Wohnimmobilienmarktes und der Transportbranche und trotz erhöhter Volatilität gegen Jahresende - positive Erträge in US-Dollar aufgewiesen hätten. Zu den erfolgreichsten Sektoren hätten Energie, Technologie sowie Kabel & Satellit gezählt, die in US-Dollar jeweils über 9 Prozent rentiert hätten. (28.02.2012/alc/a/a)