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Rentenmarkt: Powells Worte und die Kerninflationsrate wirken nach - Blick auf ZEW, US Retail Sales
15.07.19 11:45
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Renditen der Benchmarkanleihen tendierten in den letzten Tagen nordwärts: Die Verzinsung zehnjähriger deutscher Bunds zog von fast -0,40% auf bis zu -0,20% an, die Rendite amerikanischer Treasuries mit gleicher Laufzeit sprang von zeitweilig unter 1,95% auf bis zu 2,13% in die Höhe, so die Analysten der Nord LB.
Der transatlantische Renditespread zehnjähriger Benchmarkanleihen liege entsprechend wenig verändert bei etwa 238 Basispunkten. Die Zinskurve (10J minus 2J) in den USA differiere um unverändert 18 Basispunkte. Bei den europäischen Benchmarkanleihen sei der gleiche Term Spread auf 52 Basispunkte auseinandergegangen.
Die Worte von US-Notenbankchef Jerome Powell bei der Anhörung vor dem Kongress in der letzten Woche seien eigentlich recht eindeutig gewesen: Er habe zwar zunächst von einem ordentlichen Wachstum in der ersten Jahreshälfte gesprochen, habe allerdings betont, dass sich zuletzt die Aktivität verlangsamt habe, die Aussichten verschlechtert hätten und die Inflationsrate unter dem Zielbereich der FED liege. Powell habe auf die Entwicklungen in den vergangenen beiden Monaten fokussiert, in denen er zunehmende Gegenwinde für die US-Konjunktur habe ausmachen können. Die anhaltend soliden Beschäftigungszahlen und den ausgehandelten Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen den USA und China habe er im Grunde ignoriert.
Insofern sei die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bereits Ende Juli nochmals deutlich gestiegen - es sei damit zu rechnen. Allerdings hätten etwas über den Erwartungen ausgefallene Inflationszahlen - insbesondere die Kerninflationsrate - und geringe Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für eine gewisse Ernüchterung bei den Zinssenkungsfantasien gesorgt, denn vermutlich werde sich das FOMC nur auf einen "Insurance Cut" von 25 Bp einigen können. Entsprechend hätten die Zinsen beidseitig des Atlantiks deutlich angezogen. Starke europäische Industrieproduktionsdaten hätten ebenfalls dazu beigetragen. In dieser Woche würden die Veröffentlichungen vom ZEW sowie vor allem die US-Einzelhandelsumsätze die entscheidende Rolle spielen. (15.07.2019/alc/a/a)
Der transatlantische Renditespread zehnjähriger Benchmarkanleihen liege entsprechend wenig verändert bei etwa 238 Basispunkten. Die Zinskurve (10J minus 2J) in den USA differiere um unverändert 18 Basispunkte. Bei den europäischen Benchmarkanleihen sei der gleiche Term Spread auf 52 Basispunkte auseinandergegangen.
Die Worte von US-Notenbankchef Jerome Powell bei der Anhörung vor dem Kongress in der letzten Woche seien eigentlich recht eindeutig gewesen: Er habe zwar zunächst von einem ordentlichen Wachstum in der ersten Jahreshälfte gesprochen, habe allerdings betont, dass sich zuletzt die Aktivität verlangsamt habe, die Aussichten verschlechtert hätten und die Inflationsrate unter dem Zielbereich der FED liege. Powell habe auf die Entwicklungen in den vergangenen beiden Monaten fokussiert, in denen er zunehmende Gegenwinde für die US-Konjunktur habe ausmachen können. Die anhaltend soliden Beschäftigungszahlen und den ausgehandelten Waffenstillstand im Handelskonflikt zwischen den USA und China habe er im Grunde ignoriert.
Insofern sei die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bereits Ende Juli nochmals deutlich gestiegen - es sei damit zu rechnen. Allerdings hätten etwas über den Erwartungen ausgefallene Inflationszahlen - insbesondere die Kerninflationsrate - und geringe Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für eine gewisse Ernüchterung bei den Zinssenkungsfantasien gesorgt, denn vermutlich werde sich das FOMC nur auf einen "Insurance Cut" von 25 Bp einigen können. Entsprechend hätten die Zinsen beidseitig des Atlantiks deutlich angezogen. Starke europäische Industrieproduktionsdaten hätten ebenfalls dazu beigetragen. In dieser Woche würden die Veröffentlichungen vom ZEW sowie vor allem die US-Einzelhandelsumsätze die entscheidende Rolle spielen. (15.07.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


