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Rentenmarkt: Kritische Inflationsdaten - Anleger in Warteposition
25.09.15 12:37
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Seit Mitte Juli befindet sich die Rendite 10-jähriger Bunds auf einem Seitwärtspfad und schwankte in einem Bereich von rund 0,6% bis 0,8%, berichten die Analysten der Helaba.
Zuletzt sei die Rendite wieder am unteren Rand angekommen, ausgelöst durch die erneut aufgeschobene Zinswende in den USA und die jüngste Verunsicherung an den Aktienmärkten. Konjunkturindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex, der einen überraschenden (wenn auch geringen) Anstieg aufgewiesen habe, hätten hingegen kaum eine Rolle gespielt.
In der kommenden Woche besitze die Veröffentlichung der Euro-Verbraucherpreise jedoch das Potenzial, Marktbewegungen auszulösen. Immerhin habe EZB-Chef Mario Draghi für den Fall einer deutlichen Planabweichung bei der Inflationsrate die Ausweitung des Anleiheankaufprogramms in Aussicht gestellt. Somit besitze die Teuerung einen besonders hohen Stellenwert für Renten. Sinke die Vorjahresrate im Septemberwieder unter die psychologisch wichtige Null-Prozent-Marke, so sei mit spürbaren Kursgewinnen zu rechnen. Allerdings würden die meisten Analysten erwarten, dass die Teuerung lediglich von 0,1% auf 0,0% sinke. Konterkariert werden könnte diese Bewegung durch einen Anstieg der Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel). Springe diese im September von 0,9% auf 1,0%, wovon die Analysten ausgehen würden, so dürfte dies zur Relativierung der Inflationsperspektiven beitragen.
Richtig spannend werde es jedoch erst zum Jahreswechsel. Bliebe das Preisniveau unverändert, so ergäbe sich im Januar allein schon aufgrund des Basiseffektes des Ölpreisverfalls vor einem Jahr ein Vorjahreswert von 1,6%.
Die Inflationserwartungen beiderseits des Atlantiks seien zuletzt leicht unter Druck gewesen und hätten den jüngsten Renditerückgang unterstützt. Was für die Basiseffekte bei den Verbraucherpreisen im Euroraum gelte, treffe auch für die USA zu. Ein erster Zinsschritt dürfte der US-Notenbank unter diesen Umständen leichter fallen. Schließlich habe FED-Chefin Janet Yellen zuletzt noch einmal betont, dass eine Bewegung der US-Teuerung in Richtung 2% eine wichtige Voraussetzung für eine Zinserhöhung sei. Diese Aussage in Zusammenhang mit dem erwarteten Teuerungsanstieg spreche daher für eine Zinswende auf der Dezember-Sitzung.
Die Renditen 10-jähriger US-Treasuries hätten auf die jüngsten Äußerungen von Yellen bereits mit leichten Kursverlusten reagiert. Dafür, dass die Zinswende durchaus ein Risiko für Anleihen darstelle, spreche ebenfalls die entspannte Haltung der Anleger. Die implizite Wahrscheinlichkeit höherer Zinsen bis Jahresende habe an den Terminmärkten zuletzt bei nur 35% gelegen. (25.09.2015/alc/a/a)
Zuletzt sei die Rendite wieder am unteren Rand angekommen, ausgelöst durch die erneut aufgeschobene Zinswende in den USA und die jüngste Verunsicherung an den Aktienmärkten. Konjunkturindikatoren wie der ifo-Geschäftsklimaindex, der einen überraschenden (wenn auch geringen) Anstieg aufgewiesen habe, hätten hingegen kaum eine Rolle gespielt.
Richtig spannend werde es jedoch erst zum Jahreswechsel. Bliebe das Preisniveau unverändert, so ergäbe sich im Januar allein schon aufgrund des Basiseffektes des Ölpreisverfalls vor einem Jahr ein Vorjahreswert von 1,6%.
Die Inflationserwartungen beiderseits des Atlantiks seien zuletzt leicht unter Druck gewesen und hätten den jüngsten Renditerückgang unterstützt. Was für die Basiseffekte bei den Verbraucherpreisen im Euroraum gelte, treffe auch für die USA zu. Ein erster Zinsschritt dürfte der US-Notenbank unter diesen Umständen leichter fallen. Schließlich habe FED-Chefin Janet Yellen zuletzt noch einmal betont, dass eine Bewegung der US-Teuerung in Richtung 2% eine wichtige Voraussetzung für eine Zinserhöhung sei. Diese Aussage in Zusammenhang mit dem erwarteten Teuerungsanstieg spreche daher für eine Zinswende auf der Dezember-Sitzung.
Die Renditen 10-jähriger US-Treasuries hätten auf die jüngsten Äußerungen von Yellen bereits mit leichten Kursverlusten reagiert. Dafür, dass die Zinswende durchaus ein Risiko für Anleihen darstelle, spreche ebenfalls die entspannte Haltung der Anleger. Die implizite Wahrscheinlichkeit höherer Zinsen bis Jahresende habe an den Terminmärkten zuletzt bei nur 35% gelegen. (25.09.2015/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


