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Rentenmarkt: Inflation lässt Renditen weiter klettern
28.03.22 10:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die in der abgelaufenen Handelswoche veröffentlichten Wirtschaftsdaten haben abermals den ansteigenden Inflationsdruck unterstrichen, so die Experten von Union Investment.
Zentralbanken weltweit seien daher besorgt vor einer Verfestigung der Inflationserwartungen von Unternehmen und privaten Haushalten. Schnelle und entschlossene Gegenmaßnahmen würden daher vermehrt angekündigt oder sogar beschlossen, wie die vergangenen Tage gezeigt hätten.
So habe z.B. in Oslo die Norges Bank den Leitzins um 25 Basispunkte erhöht. Zehnjährige Staatsanleihen des skandinavischen Landes hätten daraufhin rund 20 Basispunkte höher als noch vor Wochenfrist rentiert. Die Norwegische Zentralbank müsse außerdem länger als geplant auf ihren neuen Vorsitzenden warten: Jens Stoltenberg, der den Posten im Sommer übernehmen sollte, werde angesichts der Ukraine-Krise für ein weiteres Jahr NATO-Generalsekretär bleiben, wie am Rande des Brüsseler Gipfels verkündet worden seien. Die Leitzinsanhebungen seien aber nicht auf Nordeuropa beschränkt geblieben. In Budapest habe die Ungarische Zentralbank den Referenzwert gleich um 100 Basispunkte nach oben gesetzt.
Und auch in Südafrika habe die Notenbank an der Zinsschraube gedreht und den Satz um 25 Basispunkte gesteigert. Der Südafrikanische Rand werte im Nachgang der Entscheidung auf. Und auch auf dem amerikanischen Kontinent tendiere die Geldpolitik weiter in Richtung Normalisierung. So habe die Mexikanische Zentralbank bereits zum siebten Mal in Folge den Leitzins angehoben. Der Tagesgeldsatz steige um 50 Basispunkte auf 6,5 Prozent. Beim nördlichen Nachbarn Mexikos habe der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, Anfang der Woche den Willen zu einer raschen Normalisierung der Geldpolitik bekräftigt. Demnach sei der US-Arbeitsmarkt aus seiner Sicht zu stark und die Inflation zu hoch. Dabei habe Powell auch die Möglichkeit in den Raum gestellt, bei einer der kommenden Sitzungen die Leitzinsen um mehr als die üblichen 25 Basispunkte anzuheben.
Angesichts dieser Vorgaben sei es nicht verwunderlich, dass die Zinsen für sichere Staatsanleihen weiter zugelegt hätten. In den USA sei die Rendite bei zehnjährigen US-Treasuries auf fast 2,4 Prozent geklettert. Laufzeitengleiche deutsche Bundesanleihen hätten zum Wochenausklang bei rund 0,5 Prozent und damit etwa 10 Basispunkte höher als zum Handelsstart am Montag rentiert. Noch stärker sei der Anstieg bei schwedischen Papieren gewesen, deren Rendite um fast 20 Basispunkte zugelegt habe. Die Riksbank habe sich zuletzt besorgt um den Inflationsdruck geäußert, daher würden Beobachter mit baldigen Zinsschritten rechnen. Anleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) sei hingegen die Stabilisierung der geopolitischen Lage zugutegekommen. Die Risikoaufschläge (Spreads) zu sicheren Staatsanleihen hätten sich auf Indexebene weiter verringert und hätten zum Wochenausklang bei rund 460 Basispunkten gelegen. Gefragt seien insbesondere Papiere von Staaten oder Unternehmen gewesen, die von den hohen Energiepreisen profitieren würden. (Ausgabe vom 25.03.2022) (28.03.2022/alc/a/a)
Zentralbanken weltweit seien daher besorgt vor einer Verfestigung der Inflationserwartungen von Unternehmen und privaten Haushalten. Schnelle und entschlossene Gegenmaßnahmen würden daher vermehrt angekündigt oder sogar beschlossen, wie die vergangenen Tage gezeigt hätten.
Und auch in Südafrika habe die Notenbank an der Zinsschraube gedreht und den Satz um 25 Basispunkte gesteigert. Der Südafrikanische Rand werte im Nachgang der Entscheidung auf. Und auch auf dem amerikanischen Kontinent tendiere die Geldpolitik weiter in Richtung Normalisierung. So habe die Mexikanische Zentralbank bereits zum siebten Mal in Folge den Leitzins angehoben. Der Tagesgeldsatz steige um 50 Basispunkte auf 6,5 Prozent. Beim nördlichen Nachbarn Mexikos habe der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, Anfang der Woche den Willen zu einer raschen Normalisierung der Geldpolitik bekräftigt. Demnach sei der US-Arbeitsmarkt aus seiner Sicht zu stark und die Inflation zu hoch. Dabei habe Powell auch die Möglichkeit in den Raum gestellt, bei einer der kommenden Sitzungen die Leitzinsen um mehr als die üblichen 25 Basispunkte anzuheben.
Angesichts dieser Vorgaben sei es nicht verwunderlich, dass die Zinsen für sichere Staatsanleihen weiter zugelegt hätten. In den USA sei die Rendite bei zehnjährigen US-Treasuries auf fast 2,4 Prozent geklettert. Laufzeitengleiche deutsche Bundesanleihen hätten zum Wochenausklang bei rund 0,5 Prozent und damit etwa 10 Basispunkte höher als zum Handelsstart am Montag rentiert. Noch stärker sei der Anstieg bei schwedischen Papieren gewesen, deren Rendite um fast 20 Basispunkte zugelegt habe. Die Riksbank habe sich zuletzt besorgt um den Inflationsdruck geäußert, daher würden Beobachter mit baldigen Zinsschritten rechnen. Anleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften (Emerging Markets) sei hingegen die Stabilisierung der geopolitischen Lage zugutegekommen. Die Risikoaufschläge (Spreads) zu sicheren Staatsanleihen hätten sich auf Indexebene weiter verringert und hätten zum Wochenausklang bei rund 460 Basispunkten gelegen. Gefragt seien insbesondere Papiere von Staaten oder Unternehmen gewesen, die von den hohen Energiepreisen profitieren würden. (Ausgabe vom 25.03.2022) (28.03.2022/alc/a/a)
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