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Rentenmarkt Euroland: Höhere Renditen v.a. langlaufender Bundesanleihen prognostiziert


14.01.25 10:23
DekaBank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Der Anstieg der Renditen kurzlaufender Bundesanleihen seit Anfang Dezember spiegelt vor allem weniger starke Leitzinssenkungserwartungen wider, so die Analysten der DekaBank.

Demgegenüber beruhe die Versteilerung am langen Ende nur zu einem geringen Teil auf gestiegenen Inflationserwartungen. Ausschlaggebend seien vielmehr die höheren Renditen langlaufender US-Treasuries und die Sorge der Anleger vor stark anwachsenden Staatsanleiheemissionen auch in Deutschland und im Euroraum gewesen.

Auch wenn die Knappheit von Bundesanleihen mittlerweile spürbar abgenommen habe, dürfte der EZB-Einlagensatz der Ankerpunkt für das kurze Ende der Bundkurve bleiben, sodass die Analysten hier mit leichten Renditerückgängen rechnen würden. Anders als bei Leitzinssenkungen üblich, sollte sich die Bundkurve dabei eher verflachen, da die realen Renditen am langen Ende derzeit ungewöhnlich hoch seien.

Die Analysten würden etwas höhere Renditen v.a. langlaufender Bundesanleihen prognostizieren. (Ausgabe vom 13.01.2025) (14.01.2025/alc/a/a)