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Rentenmarkt: Auf weniger Quantitative Easing vorbereiten
14.05.13 12:34
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Die Experten von AXA Investment Managers bleiben dabei, dass das allmähliche Ende des Quantitative Easing der entscheidende Faktor für die Renditeentwicklung in den USA sein wird.
Auch wenn sich die FED alle Möglichkeiten offengehalten habe, würden die Experten meinen, dass sich die Investoren auf eine Rückführung der Wertpapierkäufe in der zweiten Jahreshälfte 2013 vorbereiten sollten. Sie würden dabeibleiben, dass die amerikanischen Zehnjahresrenditen zum Jahresende über 2% liegen würden.
Blicke man aber noch etwas über das Jahresende hinaus: Die Experten würden glauben, dass der Boden für höhere Anleiherenditen bereitet sei. Die etwas stärkeren Konjunkturdaten - im 4. Quartal 2012 sei das BIP 3,2% höher gewesen als ein Jahr zuvor - würden klar für eine Wachstumsbeschleunigung zum Jahresende sprechen. Dies bestätige die Experten darin, dass das Quantitative Easing in der ersten Hälfte des neuen Jahres beendet werden könnte. Die Langfristrenditen würden dann wohl eher auf 2,75% steigen.
Anders sehe es hingegen im Euroraum aus. Erstens würden die Konjunkturdaten nachlassen, auch in Deutschland, wo die Exporteure allmählich die Auswirkungen des schwächeren Yen und der weniger guten Konjunktur in den Nachbarländern spüren würden. Zweitens würden die Japaner beginnen, im Ausland zu investieren. Zugegeben: Bislang würden sich die Käufe japanischer Investoren ausschließlich auf deutsche Bundesanleihen, französische OATs und andere nordeuropäische Titel beschränken; die Renditen in den Kernländern würden deshalb wohl recht niedrig bleiben. Zwar würden bislang Hinweise auf ein Interesse japanischer Investoren an den südeuropäischen Peripherieländern fehlen, doch dürfte das mit den Käufen verbundene Crowding-out auch ihnen nützen.
Die Experten von AXA Investment Managers geben zu, dass es der japanischen Notenbank gelungen ist, die langfristigen Inflationserwartungen steigen zu lassen. Noch sicherer seien sie sich aber, dass die Staatsanleiherenditen noch mindestens ein Jahr lang auf ihrem derzeit extrem niedrigen Niveau bleiben würden.
Alles in allem halten die Experten von AXA Investment Managers an ihrer Untergewichtung internationaler Staatsanleihen fest, wobei sie die so genannten sicheren Häfen untergewichten und die südeuropäischen Peripherieländer "neutral" gewichten.
Für Unternehmensanleihen sei der Beginn des 2. Quartals gut gewesen. Die Spreads nahezu aller Assetklassen seien weiter zurückgegangen; die Luft sei dünner geworden. Die Experten würden daher ihre Allokation im High-Yield-Segment ändern und die Gewichtung europäischer High-Yield-Anleihen auf neutral zurückführen. Trotz des leichten Anstiegs der Ausfallquoten würden sie keine Bedrohung für den Gesamtmarkt sehen. Die Ausfallquoten würden noch immer deutlich unter dem Vergangenheitsdurchschnitt liegen, da die Unternehmen weiterhin rentabel seien. Im Basisszenario von Moody's steige die europäische Ausfallquote bis Ende 2013 auf 4,0% und liege damit noch immer unter dem Vergangenheitsdurchschnitt von 4,7%.
Noch seien europäische High-Yield-Anleihen günstiger bewertet als amerikanische Titel, doch sei die Differenz zurückgegangen und liege heute sogar unter dem Langfristdurchschnitt. Nach wie vor halten die Experten von AXA Investment Managers aber den Bewertungsvorteil nicht für groß genug, um eine neutrale Gewichtung zu rechtfertigen. (Ausgabe vom 07.05.2013) (14.05.2013/alc/a/a)
Auch wenn sich die FED alle Möglichkeiten offengehalten habe, würden die Experten meinen, dass sich die Investoren auf eine Rückführung der Wertpapierkäufe in der zweiten Jahreshälfte 2013 vorbereiten sollten. Sie würden dabeibleiben, dass die amerikanischen Zehnjahresrenditen zum Jahresende über 2% liegen würden.
Blicke man aber noch etwas über das Jahresende hinaus: Die Experten würden glauben, dass der Boden für höhere Anleiherenditen bereitet sei. Die etwas stärkeren Konjunkturdaten - im 4. Quartal 2012 sei das BIP 3,2% höher gewesen als ein Jahr zuvor - würden klar für eine Wachstumsbeschleunigung zum Jahresende sprechen. Dies bestätige die Experten darin, dass das Quantitative Easing in der ersten Hälfte des neuen Jahres beendet werden könnte. Die Langfristrenditen würden dann wohl eher auf 2,75% steigen.
Die Experten von AXA Investment Managers geben zu, dass es der japanischen Notenbank gelungen ist, die langfristigen Inflationserwartungen steigen zu lassen. Noch sicherer seien sie sich aber, dass die Staatsanleiherenditen noch mindestens ein Jahr lang auf ihrem derzeit extrem niedrigen Niveau bleiben würden.
Alles in allem halten die Experten von AXA Investment Managers an ihrer Untergewichtung internationaler Staatsanleihen fest, wobei sie die so genannten sicheren Häfen untergewichten und die südeuropäischen Peripherieländer "neutral" gewichten.
Für Unternehmensanleihen sei der Beginn des 2. Quartals gut gewesen. Die Spreads nahezu aller Assetklassen seien weiter zurückgegangen; die Luft sei dünner geworden. Die Experten würden daher ihre Allokation im High-Yield-Segment ändern und die Gewichtung europäischer High-Yield-Anleihen auf neutral zurückführen. Trotz des leichten Anstiegs der Ausfallquoten würden sie keine Bedrohung für den Gesamtmarkt sehen. Die Ausfallquoten würden noch immer deutlich unter dem Vergangenheitsdurchschnitt liegen, da die Unternehmen weiterhin rentabel seien. Im Basisszenario von Moody's steige die europäische Ausfallquote bis Ende 2013 auf 4,0% und liege damit noch immer unter dem Vergangenheitsdurchschnitt von 4,7%.
Noch seien europäische High-Yield-Anleihen günstiger bewertet als amerikanische Titel, doch sei die Differenz zurückgegangen und liege heute sogar unter dem Langfristdurchschnitt. Nach wie vor halten die Experten von AXA Investment Managers aber den Bewertungsvorteil nicht für groß genug, um eine neutrale Gewichtung zu rechtfertigen. (Ausgabe vom 07.05.2013) (14.05.2013/alc/a/a)


