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Rentenmärkte weltweit: Handelsstreit treibt Kurse der sicheren Häfen
27.06.19 12:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Völlig überraschend setzte US-Präsident Donald Trump die Zollmaßnahmen gegen China in Kraft, so die Experten von Union Investment.
Eine Reaktion aus Peking habe nicht lange auf sich warten lassen. Anleger hätten sehr verunsichert auf die neuerliche Zuspitzung reagiert und sich in die als sicher geltenden US-Schatzanweisungen geflüchtet. Im weiteren Monatsverlauf sei deutlich geworden, dass auch eine weitere Eskalation nicht auszuschließen sei. Trump habe neue Zölle auf das bisher noch nicht betroffene Handelsvolumen von knapp 300 Milliarden US-Dollar ins Spiel gebracht.
Da es sich dabei vor allem um Konsumgüter handele, wären die damit verbundenen negativen Effekte für die US-Wirtschaft ungleich höher als bei den bislang betroffenen Waren. Daraus hätten sich zugleich neue Konjunktursorgen ergeben. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen sei in diesem Umfeld auf 2,12 Prozent gefallen, dem niedrigsten Stand seit September 2017. Gemessen am JP Morgan Global Bond US-Index hätten sich US-Schatzanweisungen im Mai um 2,5 Prozent verteuert. Nach vorn gerichtet sei nicht mit steigenden Renditen zu rechnen.
Europäische Staatsanleihen seien ebenfalls gefragt gewesen und hätten erneut Kursgewinne verbucht. Die als sicher geltenden Papiere aus Deutschland, Frankreich und den Niederlangen seien vor allem in der ersten Monatshälfte angesichts des Handelsstreits gesucht gewesen. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen habe sich dabei ihrem Allzeittiefstand bei rund -0,2 Prozent genähert.
Risikobehaftete Papiere wie Peripherieanleihen seien in diesem Umfeld leicht unter Druck geraten, hätten sich aber zur Monatsmitte wieder gefangen. Eine Ausnahme hätten über weite Strecken Schuldverschreibungen aus Italien dargestellt. Im Vorfeld der Europawahlen habe die populistische Regierung allerhand kostspielige Wahlversprechen gemacht, die zu einer erneuten Konfrontation mit der Europäischen Union führen könnten. In Summe hätten sich europäische Staatsanleihen im Mai, gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index, um 1,1 Prozent verteuert.
Unternehmensanleihen hätten sich angesichts rückläufiger Aktienkurse noch recht gut gehalten und auf Indexebene nur 0,1 Prozent an Wert verloren. Anleihen aus den Schwellenländern hätten trotz der Risikoaversion leicht zugelegt und 0,4 Prozent gewonnen. (Ausgabe vom 26.06.2019) (27.06.2019/alc/a/a)
Eine Reaktion aus Peking habe nicht lange auf sich warten lassen. Anleger hätten sehr verunsichert auf die neuerliche Zuspitzung reagiert und sich in die als sicher geltenden US-Schatzanweisungen geflüchtet. Im weiteren Monatsverlauf sei deutlich geworden, dass auch eine weitere Eskalation nicht auszuschließen sei. Trump habe neue Zölle auf das bisher noch nicht betroffene Handelsvolumen von knapp 300 Milliarden US-Dollar ins Spiel gebracht.
Europäische Staatsanleihen seien ebenfalls gefragt gewesen und hätten erneut Kursgewinne verbucht. Die als sicher geltenden Papiere aus Deutschland, Frankreich und den Niederlangen seien vor allem in der ersten Monatshälfte angesichts des Handelsstreits gesucht gewesen. Die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen habe sich dabei ihrem Allzeittiefstand bei rund -0,2 Prozent genähert.
Risikobehaftete Papiere wie Peripherieanleihen seien in diesem Umfeld leicht unter Druck geraten, hätten sich aber zur Monatsmitte wieder gefangen. Eine Ausnahme hätten über weite Strecken Schuldverschreibungen aus Italien dargestellt. Im Vorfeld der Europawahlen habe die populistische Regierung allerhand kostspielige Wahlversprechen gemacht, die zu einer erneuten Konfrontation mit der Europäischen Union führen könnten. In Summe hätten sich europäische Staatsanleihen im Mai, gemessen am iBoxx Euro Sovereign-Index, um 1,1 Prozent verteuert.
Unternehmensanleihen hätten sich angesichts rückläufiger Aktienkurse noch recht gut gehalten und auf Indexebene nur 0,1 Prozent an Wert verloren. Anleihen aus den Schwellenländern hätten trotz der Risikoaversion leicht zugelegt und 0,4 Prozent gewonnen. (Ausgabe vom 26.06.2019) (27.06.2019/alc/a/a)


