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Rentenmärkte weltweit: Geopolitische Risiken nahmen zuletzt ab
14.11.19 13:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Zu Monatsbeginn setzte sich der positive Trend am US-Rentenmarkt noch fort, so die Experten von Union Investment.
Doch schon kurze Zeit später hätten sich Anleger wieder deutlich risikobereiter gezeigt, als sich die Lage im Handelsstreit zwischen China und den USA entspannt habe. Ein großer Durchbruch sei zwar nicht zu erwarten, das Thema sei aber weniger marktrelevant geworden. Ende des Monats habe die US-Notenbank abermals die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt. Die Meinungen dazu seien innerhalb des Gremiums stark auseinandergegangen. Zwei Mitglieder hätten sich gesorgt, die Währungshüter würden damit viel zu früh ihr Pulver verschießen. Außerdem sei die schwache Investitionsbereitschaft der Unternehmen nicht in zu hohen Kreditkosten, sondern vielmehr in der Unsicherheit des Handelsstreits begründet. In Summe hätten US-Schatzanweisungen im Oktober seitwärts tendiert.
Europäische Staatsanleihen hätten im Oktober eine Art Verschnaufpause eingelegt. Für die wieder größere Risikobereitschaft der Marktteilnehmer seien neben der Entspannung im Handelskonflikt auch gute Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich verantwortlich gewesen. Zwar sei die Entscheidung über den EU-Ausstieg vertagt worden, die Gefahr eines ungeregelten Ausstiegs habe sich jedoch nochmals deutlich verringert. Die als sicher geltenden Papiere aus den Kernmärkten hätten in diesem Umfeld 1,4 Prozent an Wert verloren und sich damit abermals schlechter als Anleihen aus den Peripherieländern entwickelt, die nur um 0,6 Prozent nachgegeben hätten. Griechenland und Portugal hätten von verbesserten Ratingeinschätzungen profitiert. In Summe hätten Euro-Staatsanleihen gemessen am iBoxx - Sovereign Index um 1,1 Prozent nachgegeben.
Im Vorfeld des Starts des Ankaufprogramms der EZB seien die Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen zurückgekommen. Durch den Renditeanstieg bei Staatsanleihen sei dennoch ein kleines Minus verblieben. Staatsanleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften hätten hingegen leicht zugelegt. Als stützend habe sich die dritte Zinssenkung der US-Notenbank in Serie erwiesen, wodurch die Refinanzierungskosten für die in US-Dollar begebenen Anleihen gesunken seien. (Ausgabe vom 12.11.2019) (14.11.2019/alc/a/a)
Doch schon kurze Zeit später hätten sich Anleger wieder deutlich risikobereiter gezeigt, als sich die Lage im Handelsstreit zwischen China und den USA entspannt habe. Ein großer Durchbruch sei zwar nicht zu erwarten, das Thema sei aber weniger marktrelevant geworden. Ende des Monats habe die US-Notenbank abermals die Leitzinsen um 25 Basispunkte gesenkt. Die Meinungen dazu seien innerhalb des Gremiums stark auseinandergegangen. Zwei Mitglieder hätten sich gesorgt, die Währungshüter würden damit viel zu früh ihr Pulver verschießen. Außerdem sei die schwache Investitionsbereitschaft der Unternehmen nicht in zu hohen Kreditkosten, sondern vielmehr in der Unsicherheit des Handelsstreits begründet. In Summe hätten US-Schatzanweisungen im Oktober seitwärts tendiert.
Europäische Staatsanleihen hätten im Oktober eine Art Verschnaufpause eingelegt. Für die wieder größere Risikobereitschaft der Marktteilnehmer seien neben der Entspannung im Handelskonflikt auch gute Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich verantwortlich gewesen. Zwar sei die Entscheidung über den EU-Ausstieg vertagt worden, die Gefahr eines ungeregelten Ausstiegs habe sich jedoch nochmals deutlich verringert. Die als sicher geltenden Papiere aus den Kernmärkten hätten in diesem Umfeld 1,4 Prozent an Wert verloren und sich damit abermals schlechter als Anleihen aus den Peripherieländern entwickelt, die nur um 0,6 Prozent nachgegeben hätten. Griechenland und Portugal hätten von verbesserten Ratingeinschätzungen profitiert. In Summe hätten Euro-Staatsanleihen gemessen am iBoxx - Sovereign Index um 1,1 Prozent nachgegeben.
Im Vorfeld des Starts des Ankaufprogramms der EZB seien die Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen zurückgekommen. Durch den Renditeanstieg bei Staatsanleihen sei dennoch ein kleines Minus verblieben. Staatsanleihen aus den aufstrebenden Volkswirtschaften hätten hingegen leicht zugelegt. Als stützend habe sich die dritte Zinssenkung der US-Notenbank in Serie erwiesen, wodurch die Refinanzierungskosten für die in US-Dollar begebenen Anleihen gesunken seien. (Ausgabe vom 12.11.2019) (14.11.2019/alc/a/a)


