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Rentenmärkte: Peripherie gefragt, Bund- und Treasury-Renditen steigen an


21.10.19 08:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den sogenannten Kern-Staatsanleihemärkten gab es in der Berichtswoche weiter wenig Grund zur Freude, so die Experten von Union Investment.

Die gestiegene Risikofreude der Anleger habe sich dort in Verlusten beziehungsweise ansteigenden Renditen widergespiegelt. Am US-Staatsanleihemarkt hätten sich die Renditen zwischen einem und fünf Basispunkten erhöht, die Zinskurve habe leicht steiler tendiert. Ähnlich habe sich die Entwicklung am deutschen Rentenmarkt gezeigt: Die Bundkurve habe sich über alle Laufzeiten hinweg um fünf bis sieben Basispunkte nach oben verschoben.

Freundlicher hätten die Peripheriemärkte tendiert. Die italienische Regierung habe sich auf einen Haushaltsentwurf für 2020 einigen können, der in der Nacht zum Mittwoch an die EU-Kommission geschickt worden sei. Dieser sehe für 2020 ein Budgetdefizit von 2,2 Prozent vor, während die Verschuldung minimal auf 135,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes reduziert werde. Nun müsse Brüssel das Budget genehmigen. Dies sei von den Anlegern entsprechend honoriert worden, die Verzinsung zehnjähriger Staatsbonds sei um vier auf 90 Basispunkte gefallen.

Die Märkte in Portugal und Spanien hätten so gut wie unverändert gelegen. In Griechenland sei die Zehnjahresrendite sogar um zehn Basispunkte auf 1,3 Prozent gefallen. Die Renditeaufschläge (Spreads) der Peripherie zu deutschen Bundesanleihen hätten sich somit in der Berichtwoche merklich verringert und teils Jahrestiefstände erreicht. (Ausgabe vom 18.10.2019) (21.10.2019/alc/a/a)