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Rentenmärkte: Kerneuropa neutral, ausgewählte Peripherieländerpositionen
13.03.12 13:28
AXA Investment Managers
Köln (www.anleihencheck.de) - Im letzten Monat haben sich die Anleiherenditen seitwärts bewegt: Nur die Renditen von Euro-Anleihen sind aufgrund der reichlich vorhandenen Liquidität deutlich zurückgegangen, so die Experten von AXA Investment Managers.
Auch wenn die FED erklärt habe, die Zinsen noch lange nicht zu erhöhen, habe der Auftritt von Chairman Bernanke vor dem Kongress wie eine kalte Dusche gewirkt. Die Experten hätten seine Ausführungen als Hinweis darauf interpretiert, dass mehr Quantitative Easing unwahrscheinlicher geworden sei. Noch würden sie aber keinen Grund für steigende Renditen sehen. Die Kurzfristzinsen würden nicht erhöht, die FED setze ihre Operation Twist fort und die Inflationserwartungen würden sich in Grenzen halten.
All dies spreche dafür, dass die Renditen amerikanischer Staatsanleihen ebenso wie die Hypothekenzinsen niedrig bleiben würden. Schwierigkeiten mache lediglich die Positionierung der Investoren. Den CFTC-Daten zufolge würden sie Kurzläufer bevorzugen. Die Experten wollten dies zurzeit nicht überschätzen, würden aber dennoch zu einer neutralen Duration raten, auch wegen der attraktiven laufenden Rendite.
Im Euroraum würden die massiven Liquiditätsspritzen der EZB bedeuten, dass die Bruttokreditvergabe der Notenbank noch drei Jahre lang faktisch über einer Billion Euro betragen werde. Dies stärke die Staatsanleihenmärkte der Peripherieländer substanziell. Alles in allem stütze die extrem expansive Geldpolitik - auch die Bank of England sollte man nicht übersehen - die Staatsanleihenmärkte. Die Kursdynamik sei interessant. Daher würden die Experten die neutrale Duration ihrer Positionen an den wichtigsten Staatsanleihemärkten bestätigen.
Die Erträge an den Kernmärkten (USA und Deutschland) seien aber alles andere als attraktiv. Das Gegenteil gelte für Italien und Spanien. Italien treibe seine Haushaltskonsolidierung voran, und wie Premierminister Monti erklärt habe, werde er die Fiskalpolitik nicht noch weiter straffen. Die Arbeitsmarktreformen würden Fortschritte machen, und der erste Teil der Strukturreformen, die Deregulierung, sei weitgehend abgeschlossen. Dadurch hätten die Märkte Italien wieder mehr vertrauen können.
Außerdem habe das italienische Finanzministerium die jüngsten Anleiheemissionen professionell gemanagt, sodass das Refinanzierungsrisiko, das die Anleger Ende 2011 verunsichert habe, kleiner geworden sei. Zwei Drittel der großen Anleiherückzahlungen in den Monaten Februar bis April seien bereits refinanziert worden. Saisoneffekte dürften im zweiten Quartal für einen noch höheren Überschuss sorgen. (Ausgabe vom 08.03.2012) (13.03.2012/alc/a/a)
Auch wenn die FED erklärt habe, die Zinsen noch lange nicht zu erhöhen, habe der Auftritt von Chairman Bernanke vor dem Kongress wie eine kalte Dusche gewirkt. Die Experten hätten seine Ausführungen als Hinweis darauf interpretiert, dass mehr Quantitative Easing unwahrscheinlicher geworden sei. Noch würden sie aber keinen Grund für steigende Renditen sehen. Die Kurzfristzinsen würden nicht erhöht, die FED setze ihre Operation Twist fort und die Inflationserwartungen würden sich in Grenzen halten.
Im Euroraum würden die massiven Liquiditätsspritzen der EZB bedeuten, dass die Bruttokreditvergabe der Notenbank noch drei Jahre lang faktisch über einer Billion Euro betragen werde. Dies stärke die Staatsanleihenmärkte der Peripherieländer substanziell. Alles in allem stütze die extrem expansive Geldpolitik - auch die Bank of England sollte man nicht übersehen - die Staatsanleihenmärkte. Die Kursdynamik sei interessant. Daher würden die Experten die neutrale Duration ihrer Positionen an den wichtigsten Staatsanleihemärkten bestätigen.
Die Erträge an den Kernmärkten (USA und Deutschland) seien aber alles andere als attraktiv. Das Gegenteil gelte für Italien und Spanien. Italien treibe seine Haushaltskonsolidierung voran, und wie Premierminister Monti erklärt habe, werde er die Fiskalpolitik nicht noch weiter straffen. Die Arbeitsmarktreformen würden Fortschritte machen, und der erste Teil der Strukturreformen, die Deregulierung, sei weitgehend abgeschlossen. Dadurch hätten die Märkte Italien wieder mehr vertrauen können.
Außerdem habe das italienische Finanzministerium die jüngsten Anleiheemissionen professionell gemanagt, sodass das Refinanzierungsrisiko, das die Anleger Ende 2011 verunsichert habe, kleiner geworden sei. Zwei Drittel der großen Anleiherückzahlungen in den Monaten Februar bis April seien bereits refinanziert worden. Saisoneffekte dürften im zweiten Quartal für einen noch höheren Überschuss sorgen. (Ausgabe vom 08.03.2012) (13.03.2012/alc/a/a)


