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Renten: Weiterer Renditeanstieg (vorerst) gebremst
15.03.21 14:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach dem Zinsanstieg in der Vorwoche kam es an den Kern-Staatsanleihemärkten zunächst zu einer Entspannung, so die Experten von Union Investment.
Zum Wochenschluss hin sei die Renditebewegung aber wieder leicht aufwärtsgerichtet gewesen. In den USA hätten Zehnjahrespapiere an der 1,6 Prozentmarke notiert. Auf der dortigen Zinskurve habe sich der Renditeanstieg in einer Größenordnung zwischen drei und sechs Basispunkten bewegt.
Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich hingegen per saldo so gut wie unverändert gezeigt. Zehnjährige Bundesanleihen hätten zwischen minus 0,3 und 0,35 Prozent geschwankt. Die als Transatlantikspread bezeichnete Renditedifferenz zwischen den US-Schatzanweisungen und deutschen Bundesanleihen habe sich auf 192 Basispunkte deutlich ausgeweitet.
In der Peripherie habe sich eine sehr erfreuliche Entwicklung gezeigt, die Zehnjahresrenditen seien dort zwischen zehn (Spanien, Portugal) und 17 Basispunkte (Griechenland) gefallen. Italienische Papiere hätten mit 0,6 Prozent und damit 15 Basispunkte tiefer als zum Vorwochenschluss rentiert. Der aktuelle Spread (93 Basispunkte) italienischer Papiere zu deutschen Bundesanleihen habe sich wieder dem Tiefstand von 90 Basispunkten im Februar genähert. Der Gesamtmarkt (iBoxx - Sovereigns-Index) habe bis Donnerstagabend, im Wesentlichen durch die Peripherie, um 0,6 Prozent zugelegt.
Darüber hinaus sei die neue Sure-Anleihe der EU ein voller Erfolg gewesen. Die Refinanzierung konjunktureller Maßnahmen wie etwa der Kurzarbeiterprogramme der EU laufe derzeit prima. Einem Bondvolumen in Höhe von neun Milliarden Euro habe eine Nachfrage von zuletzt 86 Milliarden Euro gegenübergestanden.
Nach der EZB sei vor der FED, am Mittwoch tage die US-Notenbank. Die FED dürfte auf der Sitzung bei ihrem eingeschlagenen geldpolitischen Kurs bleiben und die Geldpolitik nicht ändern. Den aktuellen Renditeanstieg werde die FED als Normalisierung betrachten, Zinserhöhungen lägen in ferner Zukunft. Auch werde die Amerikanische Zentralbank ihre Anleiheankäufe erst einmal unvermindert weiterführen.
Darüber hinaus stünden am Dienstag die US-Einzelhandelsumsätze im Blickpunkt. Nach dem starken Jahresauftakt werde für Februar mit einer Gegenbewegung gerechnet. Der Rückschlag dürfte durch das kommende US-Konjunkturprogramm aber nur von kurzer Dauer sein. Für den März würden die Analysten wieder von besseren Daten ausgehen. Aus Deutschland werde dann ebenfalls am Dienstag der ZEW-Index berichtet. Die laufenden Lockerungen im Corona-Lockdown sollten zu einem merklichen Anstieg des Index führen. (Ausgabe vom 12.03.2021) (15.03.2021/alc/a/a)
Zum Wochenschluss hin sei die Renditebewegung aber wieder leicht aufwärtsgerichtet gewesen. In den USA hätten Zehnjahrespapiere an der 1,6 Prozentmarke notiert. Auf der dortigen Zinskurve habe sich der Renditeanstieg in einer Größenordnung zwischen drei und sechs Basispunkten bewegt.
Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich hingegen per saldo so gut wie unverändert gezeigt. Zehnjährige Bundesanleihen hätten zwischen minus 0,3 und 0,35 Prozent geschwankt. Die als Transatlantikspread bezeichnete Renditedifferenz zwischen den US-Schatzanweisungen und deutschen Bundesanleihen habe sich auf 192 Basispunkte deutlich ausgeweitet.
Darüber hinaus sei die neue Sure-Anleihe der EU ein voller Erfolg gewesen. Die Refinanzierung konjunktureller Maßnahmen wie etwa der Kurzarbeiterprogramme der EU laufe derzeit prima. Einem Bondvolumen in Höhe von neun Milliarden Euro habe eine Nachfrage von zuletzt 86 Milliarden Euro gegenübergestanden.
Nach der EZB sei vor der FED, am Mittwoch tage die US-Notenbank. Die FED dürfte auf der Sitzung bei ihrem eingeschlagenen geldpolitischen Kurs bleiben und die Geldpolitik nicht ändern. Den aktuellen Renditeanstieg werde die FED als Normalisierung betrachten, Zinserhöhungen lägen in ferner Zukunft. Auch werde die Amerikanische Zentralbank ihre Anleiheankäufe erst einmal unvermindert weiterführen.
Darüber hinaus stünden am Dienstag die US-Einzelhandelsumsätze im Blickpunkt. Nach dem starken Jahresauftakt werde für Februar mit einer Gegenbewegung gerechnet. Der Rückschlag dürfte durch das kommende US-Konjunkturprogramm aber nur von kurzer Dauer sein. Für den März würden die Analysten wieder von besseren Daten ausgehen. Aus Deutschland werde dann ebenfalls am Dienstag der ZEW-Index berichtet. Die laufenden Lockerungen im Corona-Lockdown sollten zu einem merklichen Anstieg des Index führen. (Ausgabe vom 12.03.2021) (15.03.2021/alc/a/a)


