Erweiterte Funktionen

Renten: Weitere Verluste bei den Staatsanleihen


23.12.19 08:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Ein von geringer Liquidität und risikofreudiger Marktstimmung geprägter Handel führte in der Berichtswoche zu Verlusten und damit leicht ansteigenden Renditen, so die Experten von Union Investment.

Mit dem Zinsanstieg am längeren Ende seien sowohl die bundesdeutsche als auch die US-amerikanische Zinsstrukturkurve etwas steiler geworden. Bei den zehnjährigen US-Renditen gehe es (1,94 Prozent) langsam in Richtung Zwei-Prozentmarke. Laufzeitgleiche Bundesanleihen hätten mit minus 23 Basispunkten ebenfalls etwas schwächer rentiert. Bei italienischen und griechischen Staatsanleihen hätten sich die Risikoprämien gegenüber Bundesanleihen zudem weiter ausgeweitet. Gewinnmitnahmen nach erfreulicher Jahresentwicklung dürften hierfür verantwortlich sein. Bis Donnerstagabend sei den Euroraum betreffend (iBoxx - Sovereigns) bei Verlust in Höhe von 0,5 Prozent angefallen.

Der Markt für Anleihen aus den Schwellenländern habe in der Berichtswoche massive Mittelzuflüsse verbucht. Ein Anlagebedarf in Höhe von über drei Milliarden US-Dollar habe für rückläufige Risikoprämien (Spreads) gesorgt. Auf Indexebene (JP Morgan EMBIG Div.-Index) seien die Spreads erstmalig im laufenden Jahr unter die Marke von 300 Basispunkten gefallen. Bei den europäischen Unternehmensanleihen hatten wir eine sehr ruhige Woche, so die Experten von Union Investment. Ausbleibende Neuemissionen und rückläufige Risikoprämien hätten das Handelsgeschehen geprägt. Ab der zweiten Handelswoche 2020 dürfte sich der Markt für Neuemissionen wieder deutlich beleben. (Ausgabe vom 20.12.2019) (23.12.2019/alc/a/a)